10. RabenFlug:
Kein Völkermord in Darfur …
… weil ein Muslim keinen Völkermord begehen kann. Ah, das hätte der türkische Ministerpräsident Erdogan mal früher sagen können, dann hätte ich mir einige Artikel in meinem Blog sparen können (z.B. hier, hier und hier). Sind dann jetzt die über 200.000 Toten und mehr als 2,5 Millionen Vertriebenen alles nur Simulanten? [Q]
Zwischen Nordkorea und Südkorea …
… ist der von mir auf Grund der Aggressivität von Kim Il-Sung prophezeite Krieg bisher noch nicht ausgebrochen. Applaus, Applaus, Applaus. Es gab in den letzten Monaten auch vorsichtige Schritte der Annäherung. Allgemeiner Jubel. Gestern nun gab es ein Feuergefecht zwischen Schiffen der verfeindeten Bruderstaaten. Die Gegend kommt noch lange nicht zur Ruhe. [Q]
Abrüstung auf der Welt …
… ist nicht erst seit Reagan und Gorbi populär, wenn auch in den letzten Jahren trotz der Beendigung des Kalten Krieges irgendwie thematisch hinter Wirtschaftskrisen in Deckung gegangen. Nach seiner vielbeachteten Rede in Prag sitzt Friedensnobelpreisträger Barack Obama jetzt mit seinem russischen Kollegen Medwedew via Vertreter an einem oder mehreren Tischen und redet über Abrüstung. Eine gute Nachricht! [Q]
Unser Außenminister …
… kann Englisch – zumindest bezeugt das die US-Außenministerin Clinton. [Q] Wenn man vor der Bundestagswahl viele Leute gefragt hat, war Westerwelle als Außenminister scheinbar die größte Panik der Deutschen. Dabei war die öffentliche Meinung über Genscher zum Zeitpunkt seines Amtsantritts auch nicht viel besser – heute käme Niemand mehr auf die Idee den Außenminister der Wiedervereinigung als Dilettanten zu bezeichnen. [Q] Daher warte ich lieber ab und lasse mich dann positiv überraschen.
Ein Luftangriff in Genf …
… traf den dortigen Teilchenbeschleuniger. Der Angreifer hat mit seiner Baguettebombe am 3.11. einen Kurzschluss verursacht. Der gefiederte Aggressor konnte unbehelligt fliehen. [Q]
Leben im Jammertal !?
Während des Fußballspiels meines Ältesten am letzten Samstag steht mein Vater am Spielfeldrand und schimpft die gesamte Spielzeit über wie ein Rohrspatz über die schlechte Spielweise der Mannschaft meines Sohnes. Sie haben wirklich nicht gut gespielt gegen den Tabellenführer, aber jeder hat sich abgemüht und trotz der Niederlage werden sie beim nächsten Spiel wieder auf dem Platz stehen. Sie machen Sport und haben Spaß dran. Man kann ihr Spiel und die Niederlage als Fiasko sehen und ohne Unterbrechung darüber schimpfen, man muss es aber nicht alleine von dem Standpunkt aus sehen.
Heute lese ich in Facebook die Klage über das herbstliche Wetter mit Regen und Kälte, nachdem in den letzten Wochen auch schon vermehrt im Spambereich meines Forums darüber gejammert wurde. Es ist nicht zu leugnen, dass es nass und kalt ist – aber in der Jahreszeit sollte das auch nicht wundern. Wir hatten einen wirklich schönen Sommer und selbst im Herbst hatten wir noch einen richtigen Altweibersommer mit warmen Temperaturen. Die Wälder leuchten in den schönsten Farben und der Herbst mit seinem trüben Himmel, seinen Nebelbänken und dem Glitzern der abendlichen Lichtern in den Pfützen verbreitet eine ganz eigene Atmosphäre. Man kann diese Schönheit erkennen, man kann aber auch statt dessen die nächsten Wochen und Monate mit dem Jammern über das ach so schlimme Wetter und die so arg grässliche Jahreszeit zu verbringen.
Zwei Beispiele stellvertretend für viele Andere, die meines persönlichen Empfindens nach eine Tendenz oder ein Umfeld repräsentieren, die ein ständiges Wehklagen über die ach so schlechte Welt zur obersten Prämisse erhoben hat.
Und das, wie ich es subjektiv wahrnehme, nicht nur in meinem persönlichen Umfeld, im Freundeskreis, in der Familie und auf der Arbeit, sondern auch in der Presse. Vielleicht verkaufen sich schlechte Nachrichten besser, weil sie emotional eher eine Gemeinsamkeit herstellen. Es regt sich halt gemeinsam viel schöner auf, als alleine. Aber würde man sich gemeinsam nicht auch viel schöner (er)freuen können?
Vielleicht ist es aber auch nur die Hoffnung durch das Erwecken von Mitleid menschliche Anteilnahme zu erheischen. Hat man mehr Bestätigung, wenn die Mitmenschen einen den Kopf tätscheln und in seinen depressiven bzw. pessemistischen Gedanken bestärken? Ist es schöner, wenn die Leute sich mit einem ärgern, anstatt sich mit einem zu freuen? Hat man vielleicht sogar Angst viel Freude zu zeigen, weil es unpopulär ist oder man Neid erzeuge könnte?
Ich weiß es nicht und im Grunde ist es mir auch egal.
Aber was bringt es (außer mich zu nerven)? Wenn man es ändern kann, dann soll man das machen, und wenn nicht, dann sollte man seine Perspektive bzw. seinen Standpunkt überdenken. Das Schlimmste ist doch, wenn die Schönheit und das Freundliche, das uns umgibt, so alltäglich wird, das man es nicht mehr wahrnimmt, nicht mehr wahrnehmen kann oder will.
Wer sein Leben in einem Jammertal verbringen will und in allem lieber das Negative sieht, dem wünsche ich viel Spaß oder was auch immer man dabei so wünscht. Aber ich kann es einfach nicht mehr hören und genieße lieber mein Leben. Oder um es mit einer Bekannten zu sagen: „Das Leben ist blau!“.
Nerdalarm !?
Nachdem ich im Mai noch die Nachlese zum 6. SiRoWe (Sinziger Rollenspiel-Wochenende) geschrieben habe, stand dieses Wochenende die siebte Veranstaltung dieser Reihe an. Nach meinen schon im Juni gemachten Erfahrungen mehr auf meine innere Stimme zu hören (auch wenn ich es in dem Beitrag auf das Liverollenspiel bezogen hatte) habe ich einem geruhsamen Wochenende den Vorzug gegeben vor dem Zwang an einer Veranstaltung vollständig teilzunehmen. Ergo war ich nur Freitag Abends zu einer Runde Carcassonne und Samstag Nachmittag zum PnP-Rollenspielsystem „Deadlands„. Ein System, dass ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gespielt habe.
Hatte ich nach dem letzten SiRoWe noch geschrieben, dass die Anzahl der Nerds auf solchen Veranstaltungen relativ gering ist, bin ich mir indessen nicht mehr so sicher. Vielleicht sind sie wirklich in der Minderheit (ich glaube auch immer noch fest daran), aber irgendwie fallen sie doch besonders ins Auge. Anders gesagt: Ich finde es schon irgendwie befremdlich, wenn Jemand die ganze Zeit mit Bademantel und Schlappen durch die Gegend läuft … oder ich habe den Witz nicht verstanden. Vielleicht kann es mir ja Jemand erklären …
H1N1, die Medien und die Hysterie.
Im Sommer nehmen die Medien die Mexikanische Grippe (bzw. Schweinegrippe) das erste Mal war und überall wird von einer neuen Seuche gewarnt, während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Beratungen H1N1 zur Pandemie erklärt. Die erste Welle der Krankheit verläuft aber in den ersten Wochen bzw. Monaten nicht so stark, wie von den Medien erhofft vorgesagt und wütet in erster Linie in Ländern, die weit von Deutschland entfernt sind.
Dann findet unsere Presse ein Thema, das höhere Auflagen verspricht: Die Gefährlichkeit des Impfstoffs. Als ob kein anderer Impfstoff nicht auch Nebenwirkungen hätte oder am Anfang umstritten gewesen wäre. Was folgt ist eine von den Medien geförderte Hysterie gegenüber dem Impfstoff, während zeitgleich die Gefährlichkeit der Krankheit in der Relation zum Impfstoff abzunehmen scheint.
Indessen häufen sich die Meldungen von Toten durch den Erreger H1N1, wobei bisher wohl vor allem schon gesundheitlich vorbelastete Menschen betroffen sind. Doch Meldungen wie aus der Ukraine [Q] sind die nächsten Schlagzeilen, die Auflage versprechen – so warnen die Medien wieder verstärkt vor der Gefahr der Mexikanischen Grippe, die aktuell der voraussichtlich einzige in Deutschland aktive Grippeerreger ist [Q].
Das zumindest ist mein Empfinden, was die Berichterstattung in der Presse angeht, wo Auflagen oft wichtiger sind als die Information der Bevölkerung. Das Resultat ist, dass viele Leute wegen des Impfstoffes verunsichert sind und die Krankheit für weniger gefährlich halten als die Experten der Weltgesundheitsorganisation oder des Robert-Koch-Institutes – und daher nicht zur Impfung gehen [Q].
Ich bin mal gespannt, wie es mit der Mexikanischen Grippe weitergeht und wie sich die weiteren Wellen entwickeln. Dabei hoffe ich darauf, dass sich die Experten in ihren Vorhersagen irren. Nachdem ich gestern geimpft worden bin, blicke ich dem aber recht entspannt entgegen. Nebenwirkungen habe ich übrigens bisher keine.
Fundstück 022: „Home“
„Veränderung macht glücklich, wenn man für eine bessere Zukunft arbeitet.“
Vorwort des Begleitbuchs zum Dokumentarfilm „Home“ von Yann Arthus-Bertrand
Russland: Fotos zur Erinnerung.
Nach dem ich ja die Fotografie für mich entdeckt habe und mein Photoblog wächst ist es an der Zeit auch kulturell wieder aktiver zu werden. Daher steht das erste kulturelle Event schon nächsten Mittwoch an:

Bei dem Fotografen handelt es sich übrigens um den Kurator im staatlichen russischen Museum St. Petersburg.
Zufall oder Wunder ?
Ein Grund, um an die Existenz von Schutzengeln zu glauben:
Und weil es eine gute Nachricht ist hier für Alle,
die gerne positive Meldungen hören bzw. lesen,
der Hinweis auf die „Reporter guter Nachrichten„.
Larp-Prophezeiungen.
Mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Liverollenspielgenres Endzeit und Steampunk derzeit die Trendsetter sind und immer mehr Zulauf erhalten, nachdem seit einigen Jahren das Fantasy-Larp immer stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und entsprechend Zulauf an neuen Spielern erhalten hat.
Anders gesagt: Endzeit und Steampunk sind das neue Fantasy-Larp.
Schon jetzt stelle ich mir die Frage was danach kommt, wenn auch diese beiden Genres so Hype geworden sind, dass man sich wieder nach etwas Neuem umschauen muss. Western, Gaslight, … – es gibt sicher noch weitere Genres im Angebot und mit genug Kreativität wird man auch noch bisher nicht bespielte Genres (er)finden. Oder es gibt eine Rückkehr zum alten, dann weniger populären Fantasy-Larp. Wir werden es erleben. Ich bin gespannt.
Kein Kontakt mit P52 !?
Es war an sich logisch, dass ich meine Beiträge zum Foto-Projekt 52 nach Eröffnung meines Photoblogs auch dort in einer P52-Kategorie veröffentliche. Aber ich habe des Gefühl es scheitert an der Technik, denn in den Listen der Beiträge zu den jeweiligen Themen tauche ich nicht mehr auf. Ich sehe meine Pingbacks in den Kommentaren – aber ich frage mich, ob nur ich diese Beiträge sehe. Unterstützt wird diese These dadurch, dass Niemand über den Link im Kommentar auf mein Blog bzw. die entsprechenden Beiträge zugreift. Ich bin gerade überfragt, an was es liegen mag – und wenn Jemand eine Idee hat meinen verwirrten Geist zu erleuchten, so wäre ich dankbar.
Damit aber meine Beiträge nicht ganz untergehen werde ich sie vorerst zusätzlich mal von hier verlinken:
07. Woche „Vehikel„: P52.09.07 | Vehikel
14. Woche „Türen und Tore„: P52.09.14 | Tür im Backstein
37. Woche „Faulheit„: P52.09.37 | Faulheit
38. Woche „Vergangene Zeiten„: P52.09.38 | Vergangene Zeiten
39. Woche „Zauberei„: P52.09.39 | Zauberei
40. Woche „Goldener Herbst„: P52.09.40 | Goldener Herbst
Jetzt kann ich nur hoffen, dass zumindest meine Beiträge von dem Blog hier ankommen ;)