RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

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Was ich noch sagen wollte …

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Ich bin zurück. Zurück in der Realität. Den Großcon-Jetlag habe ich auch überwunden. Leider. Die Zeit in den Drachenlanden war viel zu kurz. Und ich kann nur sagen: Meine Entscheidung dieses Jahr das Drachenfest statt dem CoM zu besuchen war absolut richtig (Begründung hier). Aber da ich mich nicht wiederholen will: Meine Review findet man hier.

Es gibt aber auch ein paar Dinge, die keinen Eingang in meine Review gefunden haben, da ich mit stärkerer zeitlicher Distanz dazu was schreiben wollte.

Knüppeltag
Viele (einige?) Larper scheinen der Ansicht zu sein, dass ein Charakter auch eine Kopfbedeckung braucht. Auch ich finde einen Hut ganz groß und oute mich als Anhänger des „Blöden-Hut-Credos“. Aber dann einen „Knüppel-Tag“ auszurufen und mit einem Mob durch die Stadt zu ziehen, um jeden Unbehüteten mit dem (Polster-)Knüppel auf den Kopf zu hauen, finde ich idiotisch. Weil das augenscheinlich dem Gedanken entspringt, dass die Leute, die keinen Hut tragen, damit erzogen werden einen zu tragen – oder entsprechend bestraft werden. Unter eigentlich erwachsenen Menschen (auch bzw. trotz unseres seltsamen Hobbies) meines Erachtens ein Unding.

Steampunk
Mich fasziniert das Genre, ich finde die Ausstattung toll, mir gefällt die Kleidung – aber verdammt noch mal nicht auf einem Fantasycon. Ja, wir spielen Fantasy (die angebliche Entschuldigung für alle Entgleisungen). Ja, jeder soll spielen, woran er Spaß hat (so lange er nicht andere zwingt auf seine Weise Spaß zu haben). Ja, jeder interpretiert unsere Fantasywelt anders und setzt auch unterschiedliche Grenzen. Aber wo es ein eigenes Genre mit eigenen Cons gibt, hört für mich einfach die Kompatibilität mit Fantasy auf. Natürlich ist das subjektiv, aber mich stören einfach Mediziner aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit entsprechend aufgeklärtem Weltbild (Götter und Magie sind Unsinn, etc.) und Aktenkoffern. Und die Ausstattung und das Kostüm auf dem Foto vom CoM ist beispielsweise toll, aber gehört m.E. einfach nicht auf ein Fantasy-Con.

Hexenjäger und andere Hypes (was sicher falsch geschrieben ist)
Wenn man so die Fotos vom CoM betrachtet, wie dieses hier, dann stellt man fest, dass der Boom an Hexen-/Dämonen-/Geisterjägern, auf den ich schon mal hier hingewiesen habe, ungehindert anhält (auch wenn die Kostüme zugegebenermaßen toll aussehen). Und wenn ich so in meinem Umkreis höre, wo weitere solche Charaktere am entstehen sind, dann wird der Boom auch weiter anhalten. Dabei scheinen Warhammer und die literarische Figur van Helsings die Grundlagen aller diesbezüglichen Charaktere zu sein. Irgendwie scheint das der Parallelhype zu sein zu den Landsknechten, die sich in den vergangenen Jahren auch so stark vermehrt haben, dass sie auf dem Drachenfest (Kurzform: DF, damit ich es nicht ständig ausschreiben muss) sogar schon ein eigenes Lager hatten. Wobei man ehrlich sagen muss: Ein schön anzusehener Hype.

Ich bin ja nur froh, dass es nach dem Film „300“ keinen Hype gegeben hat und wir von ganzen Phalanxen knapp bekleideter Spartianer verschont geblieben sind. Mehrheitlich wäre der Wunsch wahrscheinlich Vater des Gedanken gewesen was die dafür erforderliche Körperästhetik angeht. Wobei ich es schon etwas seltsam finde, wenn man einen Barbaren spielt, der faktisch nur eine Leder-Badehose anhat – auch wenn der durchtrainierte Körper durchaus gepasst hat. Auch wenn ich mich immer frage, ob man die Rolle nicht nur spielt, weil man seinen Körper zeigen will: Jedem wie er möchte.

Tänzerinnen
Zumal sich natürlich die Frage stellt, ob nicht viele Frauen auch nur Tänzerinnen spielen, weil sie wollen, dass die Männer sie mit Gier in den Augen und Sabber im Mundwinkel betrachten. Ich habe Nichts dagegen und schaue mir natürlich gerne hübsche Tänzerinnen an. Achtung! Ich betone „hübsche Tänzerinnen“. Das beinhaltet, dass sie hübsch sind, was nicht zwingend dürr oder dem uns von den Medien aufgedrängten Schönheitsideal entsprechend bedeuten muss. Aber wenn die Speckrollen beim bauchfreien Tanzgewand mehrfach vorhanden sind hat das mit dem Ästhetikempfinden der breiten Masse sicher nur noch wenig zu tun. Haben diese Leute, die so fast nur Hohn und Spott ernten, keine ehrlichen Freunde und/oder keinen Spiegel? „Hübsche Tänzerin“ bedeutet aber auch, dass die Person sich zur Musik bewegen kann und auch ihre Kleidung nicht einfach eine schwarze Jogginghose und ein weißes Top ist – wir sind schließlich immer noch auf einem Con, bei dem (anders wie bei P&P) auch die optische Darstellung gefragt ist. Musste ich mal los werden, denn auf dem DF gab es ein entsprechendes Beispiel.

Kostüme
Ja, das ist das Gleiche wie „Gewandung“. Finde den Begriff nur irgendwie passender. Gab es auf dem Drachenfest viele. Logisch. Es gab richtig gute Kostüme, es gab aber auch schlechte Kostüme. Finde ich toll, denn wenn alle nur Kostüme hätten, bei denen ich neidisch wäre, müsste ich mich vielleicht für mein Kostüm schämen. Aber da es ja Leute gibt, die sich wenig Mühe mit ihrem Kostüm machen muss ich mich nicht schämen, kann sogar stolz sein und habe nebenbei noch Leute, auf die ich hinab schauen und über die ich lästern kann. Ist nicht nett, macht aber zuweilen Spaß (also mir, nicht den Betroffenen, die es aber normalerweise nicht mitbekommen) und ich halte es zudem für menschlich. Was mich aber gewundert hat: Viele Leute laufen noch mit den Polsterwaffen hinter dem Gürtel rum. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen, da es ja Waffenholster für den Gürtel indessen erschwinglich an jeder Ecke zu kaufen gibt (zumindest sind sie weitaus günstiger als die Polsterwaffe selbst). Und verdammt, das ist doch echt unbequem!

Orks
Wow. Die Orks machen schon was her, wenn sie alleine oder gemeinsam unterwegs sind. Da bekommt man schon Angst und macht um sie einen weiten Bogen. Seit dem Film „Herr der Ringe“ hat sich die Orkszene gewandelt, wenn ich an die frühere Darstellung denke. Es macht einen tollen Eindruck. Einen etwas anderen Blick erhält man jedoch, wenn man mit Leuten spielt, die schon lange vor dem Film Orks gespielt haben. Zu einer Zeit, als ein Ork noch anders ausgesehen hat (also keine Maskenteile, nur Schminke, etc.) – wie hier. Also als ein Ork noch nicht zwingend ein „Mordor-Ork“, also ein Ork im Stil vom HdR-Film sein musste. Das scheint aber indessen so zu sein, weshalb viele altgediente Orkspieler nicht als Ork zu einem Großcon fahren. Weil sie ohne ein „Mordor-Ork“ zu sein gar nicht ernst genommen werden und ein Ork 2. Klasse (wenn überhaupt) wären. Schade, denn ich kenne auch richtig gute Orkspieler, die nicht im Stil von HdR rumlaufen …

Das waren noch ein paar Punkte und ein paar Gedanken von mir, die ich so nicht in meiner Review schreiben wollte (diese und dieser Text hier sind ja auch so lang genug). Ich persönlich hatte zumindest auf dem Con verdammt viel Spaß und es steht schon fest, dass es nicht mein letzter Besuch in den Drachenlanden gewesen sein wird. Dazu aber sicher irgendwann mehr und detaillierter.

Stand der Dinge: Fotografie und Larp.

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Verdammt, ich habe das dumme Gefühl, dass ich mich gerade hinsichtlich des Blogs wieder in einer Talsohle befinde. Entweder schreibe ich mehrere Artikel pro Tag oder lange Zeit gar nix. Aber da es genug Pflichten im Leben gibt muss man sich nicht noch mit dem Blog eine Pflicht auferlegen – ergo bleibe ich dabei zu schreiben, wenn ich Lust und Zeit habe. Wobei das Erste mit dem Zweiten zusammen hängt, denn wenn ich wenig Zeit habe, habe ich auch selten den Kopf genug frei, um Lust zu haben.

Und wenn ich den Kopf frei habe (oder frei haben will), dann schnappe ich mir aktuell lieber meine Kamera und mache mich auf den Weg. Der Kauf der Nikon D3000 war definitiv eines der besten Ideen, die ich in den letzten Monaten gehabt habe. Auch wenn ich natürlich schon ständig neidisch auf die professionellen Kameras und tollen Objektive und was einem an dem Hobby Fotografie noch so arm machen kann schiele muss ich mehr und mehr erkennen, dass es im Endeffekt nicht auf das Equipment ankommt, sondern auf das richtige Auge. Selbst die beste Technik kann das nicht ersetzen.

Was ich so an Feedback bekomme scheine ich das Auge zu haben. Und Jeder ist eingeladen mit Lob und auch konstruktiver Kritik (schließlich will ich mich verbessern) nicht zu sparen, indem er oder sie auf meiner Fotoseite www.eifelrabe.de ein oder mehrere Kommentare hinterlässt ;-) Wobei ich, wie an obigem Bild zu sehen, auch Photoshop nutze, um die meines Erachtens passende Bildaussage zu erlangen. Möchte aber betonen, dass ich mich als photoshopender Fotograf und definitv nicht als fotografierender Photoshoper verstehe.

Näher rückt auch das Drachenfest, wie schon mal angekündigt. Der Packstress wirft seine Schatten voraus und hoffentlich eine fröhliche und gemütliche Woche im Land der Drachen. Natürlich werde ich mit Askir dort sein, denn schließlich will ich es in den Tavernen gemütlich angehen lassen und nicht in irgendwelchen Schlachten in vorderster Reihe stehen. Meine Kamera jedoch werde ich nicht mitnehmen, nur eine Kompaktkamera, denn ich will ja nicht, dass meinem Equipment etwas passiert. Etwas Anderes wäre es, wenn ich als Confotograf dort wäre, was ich auch gerne machen würde. Auf dem Con „Schattenthal 4“ habe ich das auf Bitten der Orga gemacht und die Fotos kann man hier finden. Also: Wer einen Confotografen braucht kann mich ja gerne mal fragen.

Das muss für heute als Zwischenstand aber reichen ;-) Vielleicht komme ich ja nach dem Drachenfest mal wieder dazu mehr zu schreiben …

Written by Rabe

20. Juli 2010 at 22:03

Askirs neue Kleider:

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Nach der Skizze gestern (die auf Facebook sogar ein Kommentar wegen der behaarten Beine geerntet hat) hier neue Skizzen für Askirs Gewandung. Immer noch ohne den braunen Dreispitz aus Filz mit Federn und einem Zinnabzeichen, aber jetzt mal mit Zeichnungen vom geplanten Mantel. Die mittlere Zeichnung zeigt den Mantel in der Schön-Wetter-Fassung, während das Detail rechts den Mantel in der Schlecht-Wetter-Variante mit zugeknöpften Ärmeln zeigt. Jetzt muss ich mir nur noch den Futterstoff und acht goldene Knöpfe besorgen und das Nähen kann beginnen, denn den Rest habe ich schon zuhause rumliegen.

Mein Ziel ist, dass diese Gewandung bis zum Drachenfest fertig ist, denn dort werde ich mehr als eine Montur benötigen. Im Endeffekt wird es aber natürlich auch, im Besonderen in Hinsicht auf die Stulpenstiefel, eine Preisfrage sein. Und der Zeit und Motivation zum Nähen ;) Aktuell bin ich aber noch optimistisch …

Übrigens: Für Ideen und Anregungen und Tipps, wie ich diese Gewandung noch aufpimpen bzw. mit was man Klamotten und Ausrüstung ergänzen kann, bin ich immer dankbar.

Eröffnung der Larp-Saison 2010.

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Wie schon vor etwa einem Jahr vorhergesagt war das Larp-Jahr 2009 für mich das aktivste Jahr meiner „Karriere“. Im Endeffekt komme ich auf 19 Liverollenspielveranstaltungen mit 51 Contagen – davon drei Tage als Spielleitung (SL) beim „Willkommen in Einzum“ des Chaos-Larp e.V.. Von den verbleibenden 48 Tagen als Spieler entfielen 3 Tage auf den Professor, 14 Tage auf Anselm und 28 Tage auf Askir. Nur 3 Tage war ich mit meinem dorlónischen Reichsritter Mathras von Orktrutz unterwegs – und habe ihn nach den Erfahrungen dieser Tagen endgültig für die nächsten Jahre Zeit eingemottet.

Soweit zur Statistik. Dahinter steht zum Einen die Erkenntnis, dass meine Anforderungen und Erwartungen an das Hobby Larp sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt haben: Vom Plotjäger, der keinen Spaß an Ambientecons hatte, zum Ambientespieler, der einen kleinen Plot als Dreingabe manchmal (nicht immer) ganz nett findet. Eine Entwicklung, die sich auch in meinen Charakteren wiederspiegelt. Früher Mathras, der sich immer und überall in der Pflicht sieht für das Licht zu streiten, heute Anselm, wenn ich etwas Action haben möchte – und mein neuer Hauptcharakter ist der Lebenskünstler, Glücksritter und Herumtreiber Askir.

Ich habe aber auch erkennen müssen, dass das Rekordjahr 2009 durch die Masse an Cons im Verlauf die Lust und Freude an dem Hobby geschmälert hat. Irgendwann überwog nicht mehr die Vorfreude auf eine Liverollenspielveranstaltung, denn es war zur Pflicht geworden die Cons zu besuchen, für die man sich angemeldet hatte. Daher hatte ich, als wir gezwungen waren unsere Teilnahme am Silvestercon abzusagen, neben einem weinenden auch ein lachendes Auge.

Darüber hinaus bin ich auch wieder stärker in der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk aktiv und habe seit dem 01. Januar 2010 im Ortsverband Sinzig das Amt des Gruppenführers der 2. Bergungsgruppe inne. Ebenso  habe ich meine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. Beides Freizeitbeschäftigungen, die Zeit erfordern – und das Fotografieren wird mich bis zur vernünftigen Ausrüstung noch den einen oder anderen Euro kosten.

Es mag ergo nicht verwundern, dass ich für 2010 mit meiner Conplanung noch etwas verhaltener bin. Bisher steht nur für den März eine Taverne in Daynon sowie ein Ambiente-Wochenende in Magonien an – und natürlich das obligatorische Großcon für dieses Jahr. Nach zwei schönen Jahren auf dem Conquest of Mythodea geht es aber dieses Mal auf das Drachenfest – die Gründe kann man hier nachlesen.

Nach den ersten Kleidungsentwürfen für Askir [hier] hat sich seine Kleidung in den etwas über 1 1/2 Jahren doch stark verändert – und meiner Meinung nach verbessert [Foto]. Aber nicht nur der Gewandungsstandard im Larp ist in den letzten Jahren gestiegen, auch der eigene Anspruch erhöht bzw. verändert sich zusehends. Sei es durch eine Weiterentwicklung des Charakters, Vorbildern aus Larp und Film und Fernsehen oder einfach aus neuen eigenen Vorlieben und Vorstellungen.

Daraus folgend habe auch ich eine neue Kleidung für Askir im Kopf. Einen ersten Entwurf für eine Sommerkleidung (die vor allem für die Temperaturen, die normalerweise auf Großcons so herrschen, gedacht ist) sieht man hier im Bild. Man kann auch gut erkennen, dass sich das Farbkonzept für Askir etwas dezenter gestalten wird. In den nächsten Tagen hoffe ich noch die Zeichnung für einen neuen Mantel präsentieren zu können. Der Stoff liegt schon zuhause, aber mit dem genauen Schnitt, der etwas an die Überwürfe der Musketiere angelehnt sein wird, des Mantels bin ich mir noch unschlüssig.

Darüber hinaus wird natürlich seine Ausrüstung verändert, angepasst bzw. erweitert. Mehr Zeug zum Glücksspiel, weniger Heilerzeug, etwas Einbruchswerkzeug bzw. Gerät zum Beseitigen von Fallen und Schreibzeug (mir machen Rätsel, im Besonderen das Übersetzen von Texten bzw. Geheimschriften immer mehr Spaß). Aber vor allem immer die Frage: Was schleppt man mit und wie und wo? Erfahrungsgemäß hat man immer zuviel Geraffels dabei. Aber dafür werde ich mir bald wohl einen kleinen Seesack anschaffen – der sollte das Problem (hoffentlich) lösen.

Noch ein Punkt: Als ich Askir am 30. Mai 2008 das erste Mal gespielt habe, hatte ich damals nach 8 Monaten Abstinenz wieder eine Zigarette angepackt – und danach weiter geraucht. Ergo ist Askir bisher immer nur rauchend gespielt worden und jetzt denke ich, auch zur Unterstützung meines Entzugs, über einen adäquaten Ersatz nach.

Ich merke, wie meine Larpunlust der letzten Monate zusehends schwindet, auch wenn ich derzeit noch nicht klar zu erkennen vermag, ob ich in erster Linie wirklich Lust darauf habe wieder mit Askir auf einem Con zu spielen, oder ob ich einfach nur den Ehrgeiz habe Askir mal in den Klamotten zu sehen und mir das Ausstatten Freude bereitet. Aber das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten sicher noch heraus stellen ;)

Auf in die Drachenlande !!!

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Nachdem ich 2008 und 2009 an der Liverollenspielveranstaltung „Conquest of Mythodea“ teilgenommen habe, werde ich 2010 auf dem „Drachenfest“ zu finden sein. Und ich werde dort Urlaub machen und den Plot mit Freunden anderen Leuten überlassen – Leuten, die jünger und agiler sind und die solche Freude am Plotjagen haben, wie ich es früher auch mal hatte. Gemeinsam mit Fion und Brin werde ich (mit meinem Charakter Askir) wohl eher das Ambiente genießen und bereichern.

Der Grund für den Wechsel des Events liegt nicht an der Veranstaltung und ihrem Konzept, denn das CoM hat mir gut gefallen – aber ich möchte mich in der Woche nicht verausgaben auf irgendwelchen Schlachtfeldern, sondern Urlaub machen. Wenn ich in der folgenden Woche wieder im Büro bin möchte ich erholt sein und nicht humpelnd und mit blauen Flecken auf Gerüsten rumlaufen.

Beim CoM war ich Mitglied des Rings der Heiler und im Hospital im Neutralen Lager, was 2009 noch dazu führte, dass ich für das Hospital im Lagerrat gesessen habe. Das sind Aufgaben und Verpflichtungen, die man eingeht und damit aber auch erfüllen muss. Automatisch ist das eine Eingrenzung der Freiheiten, die man als ungebundener Charakter eigentlich hat. Es macht Spaß – bis zu einem gewissen Punkt. Und bei der Seuchen- und Pestilenzschwemme des letzten Jahres war der Punkt schnell erreicht, in der das Hospital- bzw. Heilerspiel schnell frustrierend wurde. Die Hitze tat ihr übriges und meine schönste Zeit im letzten Jahr war der Nachmittag  mit Fion, Armando und Brin bei kalter Cola und Kartenspiel in der Stadt.

Ich habe gemerkt, dass diese Momente mir derzeit am meisten Spaß machen – und daher werde ich mir das im Urlaub auch gönnen. Verantwortung und Stress und Pflichten habe ich im Berufsleben nämlich genug – das muss ich nicht auch noch im Larp haben. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass mein  für das Licht streitender Reichsritter Mathras von Orktrutz derzeit eingemottet ist. Und auf dem Drachenfest werde ich diese Verantwortung nicht haben und mich einfach den Freuden des Lebens hingeben können – zumal es sogar weniger Fahrstrecke bis dorthin ist.

Daher heißt es 2010: Drachenlande, ich komme !!!

 

Written by Rabe

30. Dezember 2009 at 11:19