RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archive for the ‘Nachdenkliches’ Category

Spruch des Tages 07:

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„Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmässig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.“

Andreas Feininger

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Written by Rabe

1. Mai 2010 at 15:46

Spruch des Tages 06:

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Nachdem mich die ganze Nörgelei über das Wetter und die Jahreszeiten in Foren und auf sozialen Netzwerken ja schon seit Monaten nervt (hier die Beiträge im Herbst und im Winter) hat eine eine treue Leserin sowie Kommentatorin meines Blogs vergangene Nacht in einem Forum einen Satz geschrieben, dem ich aus vollstem Herzen zustimmen kann und für so existentiell betrachte, dass ich ihn hier hervorheben musste:

„Die liebste Jahreszeit ist mir eh immer die, in der ich gerade bin.“

Written by Rabe

14. Januar 2010 at 07:50

Spass im Schnee !!!

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Bei uns in der Eifel habe ich viel Schnee gesehen, aber auch kein Chaos. Obwohl natürlich auch hier viele Leute in Panik ausgebrochen sind – aber das sind die Leute, die schon Angst bekommen, wenn sich nur eine einzelne Schneeflocke auf die Erde verirrt. Die haben sich aber bei den Nachrichten im Vorfeld von Daisy wohl so erschrocken, dass sie zuhause geblieben sind. Gut so, denn dadurch wurde ich auf der Fahrt in die tiefere Eifel, um mit meinen Kindern Schlitten zu fahren, nicht durch Schleicher aufgehalten.

Anders sah es ja scheinbar im hohen Norden Deutschlands aus, wenn ich mir die Fotos so anschaue. Dort waren die Aufrufe des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) scheinbar doch sinnvoll: Nur wenn zwingend erforderlich aus dem Haus gehen, geschweige denn Auto fahren, und sich für ein paar Tage eindecken.

Was mich aber immer nervt, sobald kalte Temperaturen und Schnee gemeldet bzw. vorhanden ist, ist diese Jammerei. Ich habe mich ja schon im Herbst in einem Beitrag drüber beschwert – aber es ist nicht besser geworden. In Deutschland gibt es nicht erst seit gestern einen Winter und dass in dieser Jahreszeit Schnee fällt ist ja jetzt nicht sooo besonders. Und so fix ist die Klimaerwärmung auch nicht, als dass sich das so schnell ändern würde. Also: Findet Euch damit ab, dass es hier jedes Jahr Schnee gibt und macht das Beste draus* – oder wandert aus. Ich habe gehört in der Sahara schneit es selten. Diese ständige Jammerei ändert Nichts dran und mit einer positiven Sicht auf die Dinge macht das Leben einfach mehr Spaß.

Mit meinen beiden Söhnen und meiner Freundin war ich zumindest am Samstag Schlitten fahren. Es war toll. Die friedliche Stimmung und meditative Atmosphäre in Mitten der verschneiten Landschaft, aus der die kahlen Äste der Bäume ragten. Wir hatten sehr viel Spaß und mehr als eine Schneewehe hat uns verschluckt. Danach ging es noch zu meiner Schwester, ihrem Mann und Kind, zum Tee trinken und zur Vernichtung eines Hefezopfes. Nach der Aktivität in der Kälte genau das Richtige. Und gestern war der Schnee die passende Leinwand bzw. schuf die rechte Kulisse für ein paar neue Charakterfotos von Larp-Charakteren [Hier, hier und hier].

Ja, man kann trotz mit dem Schnee eine tolle Zeit haben :-)

*Schlitten fahren, Schneeballschlacht, Schneemann bauen, gemütlich zuhause ein Buch lesen, …

Unsinns-Erziehung mit dem Baumkänguruh.

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Gestern war ich mit meinem Schatz und meinen beiden Söhnen im Kölner Zoo. Im Tropenhaus standen wir auch bald vor den etlichen Erklärungen zu den Zuständen in Papua-Neuguinea und natürlich den Informationen über die von der fortschreitenden Industrialisierung des Landes zusehends bedrohten Fauna des Landes. Hier fanden wir auch die Tiere, die von den Naturvölkern des Landes als „Mutter aller Tiere“ bezeichnet wird: Das Matschie-Baumkänguruh.

Hier, im Angesicht der Matschie-Baumkänguruhs, tauchte neben uns eine Mutter mit ihrem etwa sechs Jahre alten Kind auf. Sofort begann sie ihrem aufmerksam die Tiere anschauendem Kind Erklärungen zu geben: „Schau mal – die sehen aus wie eine Mischung aus Bären und Affen. Sind wohl Bärenaffen.“ Mit diesen Worten nahm sie ihr Kind, dass jetzt außer Unsinn nix gelernt hat, und ging fort. Vier verblüfft offene Münder ließ sie zurück.

Wenn Eltern mit ihren Kindern in den Zoo gehen, so war ich bisher davon ausgegangen, dass die Kleinen etwas lernen sollen über Tiere und Artenschutz und so – aber warum bezahlt man das nicht gerade billige Eintrittsgeld, wenn die Kinder nur noch dümmer, weil mit Unsinn gefüttert, wieder nach Hause gehen? Und es ist ja nicht so, als ob ein kurzes Blick auf das Schild am Gehege den wahren Tiernamen offenbart hätte … ganz zynisch könnte ich jetzt nur noch vermuten, dass die Mutter bemüht ist ihren Sohn dumm zu halten, damit  das Kind nicht irgendwann klüger ist als sie.

Hat Jemand weitere Erklärungsversuche?

Written by Rabe

30. Dezember 2009 at 18:15

Aufwind für Papst-Hasser !?

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Kaum ist der Papst wieder in der Presse haben die Papst-Hasser und Feinde des Katholizismuns, wenn nicht des Christentums oder aller Religionen an sich, wieder Hockonjunktur und finden Foren sich zu profilieren. Mein letzter Beitrag hat auch direkt zu entsprechenden Reaktionen geführt, die von einer negativen Grundeinstellung genährt werden, in denen sachliche Argumente und Toleranz bzw. Respekt gegenüber dem Glauben anderer Menschen scheinbar keine Bedeutung haben. Wenn ich mir die Kommentare auf verschiedenen Seiten, u.a. der Presse, so anschaue, dann muss ich feststellen, dass ich noch nie einen Christen so bar jeder Toleranz über die Glaubenseinstellungen von Mitmenschen und ihren Glaubensvertretern habe reden hören, wie es bei den Gegnern der katholischen Kirche und des Papstes mit ihren wahren Hasstiraden meistens der Fall ist. Gerade wenn man sich so aufgeklärt gibt sollte man zumindest in der Lage sein die Würde des Menschen zu achten.

Written by Rabe

26. Dezember 2009 at 21:55

Wickerts Kritik an den Nachrichten.

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Ich habe mich ja in diesem Blog schon öfter bei verschiedenen Gelegenheiten und Themen mehr oder weniger stark gefragt, was für Nachrichten unsere Medien überhaupt noch befördern und ob sie ihrer Pflicht nach Information überhaupt noch nachgehen. Diese Informationspflicht, die der Presse meines Erachtens zu Grunde liegen sollte, ist ja wohl auch als Grundlage und Sinn der Pressefreiheit zu sehen. Wenn die Medien nicht mehr möglichst objektiv und umfassend informieren, wird die Pressefreiheit als Grundlage für die Freiheit und das demokratische Verständnis des einzelnen Bürgers doch irgendwie in Frage gestellt. Wie kann ein Bürger sich noch sicher sein eine Entscheidung zu haben, wenn ihm die Möglichkeit der objektiven Berichterstattung über Themen genommen wird – oder ihm gar wichtige Dinge aus seinem alltäglichen Leben bzw. Sachthemen, die seinen Alltag bestimmen, komplett vorenthalten werden?

Wie oft wird in Deutschland darüber gelästert, wie schlecht informiert die Amerikaner doch wären, die von ihren Medien nur mit Talkshows und Sitcoms versorgt werden? Wie oft hört man, dass die amerikanischen Nachrichtensender nur populistisch agieren, weil sie auf die Einschaltquoten schielen, und eine sachliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen gar nicht mehr stattfindet?

Ulrich Wickert, bekannt als Moderator der Tagesthemen, hat heute in der FAZ einen interessanten Artikel bzw. einen guten Kommentar zu genau diesem Thema veröffentlicht. Er ärgert sich darüber, dass die Schreiber der Nachrichten scheinbar kein richtiges Deutsch mehr können und sich auf Allgemeinplätze zurückziehen. Plattitüden, die man aus der Politik oft schon gewohnt ist – und gegen die gerade die Presse gegensteuern sollte. Er moniert, dass sogar den öffentlich-rechtlichen Sendern, deren Unterstützungsgebühren ja an sich auf dem eigentlich vorhandenen Bildungsauftrag basieren bzw. aus diesem heraus begründet sind, ihre Soap-Operas wichtiger waren, als die Vorstellung des neuen Kabinetts Merkel.

Ich kann ihn in allen Punkten nur Recht geben und empfehle Jedem den Beitrag zu lesen: „Wickert bemängelt Nachrichten: Warum sind die Kritiker so milde?

Leben im Jammertal !?

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Während des Fußballspiels meines Ältesten am letzten Samstag steht mein Vater am Spielfeldrand und schimpft die gesamte Spielzeit über wie ein Rohrspatz über die schlechte Spielweise der Mannschaft meines Sohnes. Sie haben wirklich nicht gut gespielt gegen den Tabellenführer, aber jeder hat sich abgemüht und trotz der Niederlage werden sie beim nächsten Spiel wieder auf dem Platz stehen. Sie machen Sport und haben Spaß dran. Man kann ihr Spiel und die Niederlage als Fiasko sehen und ohne Unterbrechung darüber schimpfen, man muss es aber nicht alleine von dem Standpunkt aus sehen.

Heute lese ich in Facebook die Klage über das herbstliche Wetter mit Regen und Kälte, nachdem in den letzten Wochen auch schon vermehrt im Spambereich meines Forums darüber gejammert wurde. Es ist nicht zu leugnen, dass es nass und kalt ist – aber in der Jahreszeit sollte das auch nicht wundern. Wir hatten einen wirklich schönen Sommer und selbst im Herbst hatten wir noch einen richtigen Altweibersommer mit warmen Temperaturen. Die Wälder leuchten in den schönsten Farben und der Herbst mit seinem trüben Himmel, seinen Nebelbänken und dem Glitzern der abendlichen Lichtern in den Pfützen verbreitet eine ganz eigene Atmosphäre. Man kann diese Schönheit erkennen, man kann aber auch statt dessen die nächsten Wochen und Monate mit dem Jammern über das ach so schlimme Wetter und die so arg grässliche Jahreszeit zu verbringen.

Zwei Beispiele stellvertretend für viele Andere, die meines persönlichen Empfindens nach eine Tendenz oder ein Umfeld repräsentieren, die ein ständiges Wehklagen über die ach so schlechte Welt zur obersten Prämisse erhoben hat.

Und das, wie ich es subjektiv wahrnehme, nicht nur in meinem persönlichen Umfeld, im Freundeskreis, in der Familie und auf der Arbeit, sondern auch in der Presse. Vielleicht verkaufen sich schlechte Nachrichten besser, weil sie emotional eher eine Gemeinsamkeit herstellen. Es regt sich halt gemeinsam viel schöner auf, als alleine. Aber würde man sich gemeinsam nicht auch viel schöner (er)freuen können?

Vielleicht ist es aber auch nur die Hoffnung durch das Erwecken von Mitleid menschliche Anteilnahme zu erheischen. Hat man mehr Bestätigung, wenn die Mitmenschen einen den Kopf tätscheln und in seinen depressiven bzw. pessemistischen Gedanken bestärken? Ist es schöner, wenn die Leute sich mit einem ärgern, anstatt sich mit einem zu freuen? Hat man vielleicht sogar Angst viel Freude zu zeigen, weil es unpopulär ist oder man Neid erzeuge könnte?

Ich weiß es nicht und im Grunde ist es mir auch egal.

Aber was bringt es (außer mich zu nerven)? Wenn man es ändern kann, dann soll man das machen, und wenn nicht, dann sollte man seine Perspektive bzw. seinen Standpunkt überdenken. Das Schlimmste ist doch, wenn die Schönheit und das Freundliche, das uns umgibt, so alltäglich wird, das man es nicht mehr wahrnimmt, nicht mehr wahrnehmen kann oder will.

Wer sein Leben in einem Jammertal verbringen will und in allem lieber das Negative sieht, dem wünsche ich viel Spaß oder was auch immer man dabei so wünscht. Aber ich kann es einfach nicht mehr hören und genieße lieber mein Leben. Oder um es mit einer Bekannten zu sagen: „Das Leben ist blau!“.

Written by Rabe

9. November 2009 at 21:19