RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archive for November 2008

Piraten und Piratenfischer vor Somalia.

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Angesichts der Auswirkungen auf den Welthandel und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Einbußen hat sich die „Weltgemeinschaft“ überraschend schnell entschlossen dem Treiben der Piraten vor der Küste Somalias durch militärische Präsenz ein Ende zu bereiten. Im Hoheitsgewässer des Landes Somalia, das selber auf Grund des Fehlens vernünftiger staatlicher Strukturen keine eigene Küstenüberwachung für solche Aufgaben vorhält, wird der Schutz der Handelsschifffahrt sichergestellt – auch wenn die genaue Art und Weise noch nicht ganz geklärt zu sein scheint. Dass die Piraterie nicht hinnehmbar ist und als indessen organisierte Kriminalität auch von Hintermännern außerhalb Somalias organisiert wird, steht auf einem breiten Konsens. Die militärische Präsenz und das entsprechende Handeln ist auch wichtig, um etwaige Nachahmer in anderen Teilen der Welt abzuschrecken.

Diese Operation vor Somalia und die Präsenz von Stärke ist aber eine reine Reaktion ohne die eigentliche Ursache der Piraterie zu bekämpfen. In den Medien bisher nur wenig vermittelt werden die Gründe, warum die Bevölkerung eines Landes sich der Piraterie zuwendet. Erst diese ursächlichen Gründe haben zu einer Änderung des Berufes vom Küstenfischer zum Piraten und damit der Entdeckung dieses scheinbar lukrativen Geschäftszweiges geführt. Es ist klar, dass ohne Beseitigung der Ursachen auch die Piraterie in diesen Gewässern nicht endgültig zu beseitigen ist.

Wenn unter Billigflagge fahrende Fischereitrawler aus europäischen und asiatischen Ländern, die sich an keine Fangquoten und an keine Maßnahmen der nachhaltigen Fischerei halten, vor Somalias Küsten jährlich 300 Millionen US-Dollar Verlust für die heimische Fischerei verursachen und die Fischbestände der Region an den Rand ihrer Existenz bringen, können die Küstenfischer ihren Lebensunterhalt nicht mehr auf legalem Wege sicherstellen. Der Fang dieser Piratenfischer werden auch in Häfen der EU umgesetzt, ohne dass sich die „Weltgemeinschaft“ wirksam um eine Eindämmung dieser illegalen Praktiken kümmern würden.

2008-11-28-piratenfischer

Ein Viertel der von uns verspeisten Meerestiere kommen indessen von Piratenfischern und die Menge hat in den letzten Jahren zugenommen. Fische, die zur Ernährung der Bevölkerung Somalias fehlen. Wäre man mit dem Enthusiasmus, mit dem man sich heute gegen die Piraterie wendet, in den vergangenen Jahren gegen die Piratenfischer vorgegangen, wäre die Piraterie in Somalia wahrscheinlich nicht so stark geworden, wie sie sich heute darstellt. Auch die illegale Verklappung von unter anderem belasteten Abfällen vor den afrikanischen Küsten hat ihren Anteil an der Zerstörung der Lebensgrundlage der Somalis.

Der Grund, warum die „Weltgemeinschaft“ sich nicht auf die Ursachen, die Piratenfischer und die illegale Verklappung, vorgegangen ist, sich jetzt aber bei der Bekämpfung der Piraterie stark engagiert, liegt auf der Hand: Die illegale Fischerei schädigt nur die afrikanische Wirtschaft, während der von diesen Schiffen kommende Fisch das Angebot in den Industrieländern verbessert. Die Piraterie schädigt aber die Wirtschaft der Industrieländer, so dass diese nun unter der Prämisse die Seewege für den Welthandel frei halten zu wollen, militärische Präsenz zeigen. Wie schon so oft ist die afrikanische Bevölkerung und damit eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung des afrikanischen Kontinents nur dann ein Thema der internationalen Politik, wenn sich dadurch wirtschaftliche Vorteile für die Industrienationen ergeben.

Einen entsprechenden Artikel findet man bei der Zeit und eine kurze Einführung in die Thematik der Piratenfischer bei Greenpeace.

Written by Rabe

29. November 2008 at 00:49

Soziale Gerechtigkeit !?

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In den letzten Jahren ist die Weltwirtschaft gewachsen und Deutschland machte sich als „Export-Weltmeister“ einen Namen. Dabei wurde Geld erwirtschaftet (zumindest scheint das eine logische Schlussfolgerung zu sein). Aber ich habe Zweifel, ob davon die mittleren und kleinen Betriebe der Republik (unser Mittelstand) oder der normale Arbeiter* profitiert haben. Das Geld erwirtschafteten primär die global aufgestellten Firmen und damit die an ihnen beteiligten Aktionäre und die Geschäftsführer.

Zeitgleich sind die Kosten für Öl (und damit Sprit) und Lebensmittel auf dem Weltmarkt gestiegen. Jeder benötigt zum Autofahren Treibstoff und auch Nahrungsmittel sind für das Leben förderlich. Doch prozentual am monatlichen Gehalt gesehen ist es rein rechnerisch logisch, dass diese Kostensteigerungen gerade die geringer verdienenden Bevölkerungsschichten**, in erster Linie Familien, belastet. Das Einkommen der unteren Lohngruppen hat sich ergo im Verhältniss zu der Kostensteigerung und der Inflation in den vergangenen Jahren verringert.

Das Ergebnis ist, dass die Kluft zwischen den Einkommens- und Besitzverhältnissen in Deutschland weiter wächst. Es gibt politische Entscheidungen und gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahre, die diese Tendenz weiter zu fördern scheinen bzw. fördern. Damit einher geht ein geringeres Vertrauen der Bevölkerung in die Marktwirtschaft. Aus diesem Verfall des Glaubens an unser System der „sozialen Marktwirtschaft“ jedoch zerfällt auch der Glaube an das gesamte System und letztendlich ist die Gefährdung der sozialen Gerechtigkeit auch eine Gefährdung der Demokratie.

Im aktuellen „Global Wage Report“ berichtet die internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine  Sonderorganistation der UN, die einst zur Sicherung des Weltfriedens auf Grundlage der sozialen Gerechtigkeit gegründet wurde, dass Deutschland eines der Industrieländer ist, in denen die Schere zwischen den Einkommensklassen immer stärker auseinander klafft – während Frankreich es wohl geschafft hat diese Kluft wieder zu verringern.

2008-11-26-iloDer Report stellt fest, dass die Arbeiter nicht vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahre profitiert haben. Zwischen 1995 und 2007 sind für jedes Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die Löhne nur um 0,75 % gestiegen. In Abschwungphasen ist die Differenz noch stärker: für jedes Prozent Schrumpfung des BIP fielen die Löhne um 1,55 %. Der Reallohnzuwachs in Deutschland lag mit 0,51 % selbst im Vergleich mit anderen Industrienationen relativ niedrig. Somavia, Generaldirektor des ILO, warnt: „Wenn dieses Muster auf auf den gegenwärtigen Abschwung zutrifft, dann würde dies auf eine Vertiefung der Rezession und eine verspätete Erholung hinaus laufen“.

„Die Legitimität der Globalisierung und von offenen Volkswirtschaften und Gesellschaften hängt davon ab, dass wir zu einem fairen Ergebnis kommen“, sagt Somavia. „Ein zentraler Bestandteil dieser Fairness ist, dass erwerbstätige Männer und Frauen einen fairen Anteil des Reichtums erhalten, den sie erwirtschaften.“ [Q] Ein Bestandteil der Fairness in einer sozialen Marktwirtschaft, wie wir sie eigentlich in der Bundesrepublik haben, ist auch, dass sich jeder Teilnehmer am Markt seiner Verantwortung für den gesamten Markt und damit für alle Teilnehmer bewusst ist und entsprechend handelt.

Ziel der Wirtschaftspolitik sollte sein, dass nicht nur die „Oberschicht“ von wirtschaftlichem Aufschwung partizipiert, sondern auch die breite Masse der Bevölkerung. Gerade in einer Zeit, in der jeder über einen wirtschaftlichen Abschwung redet und damit diesen sicher auch ein gutes Stück herbei redet, stellt sich wieder einmal sehr laut die Frage, wie die soziale Gerechtigkeit in einer sozialen Marktwirtschaft realistisch und sinnvoll umgesetzt werden kann.

Eine interessante Frage, der ich mal auf der Spur bleiben werde …

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*Auch wenn es sicher anderslautenden Meinungen gibt bin ich überzeugt davon, dass auch ein Bankmanager arbeitet und damit zur arbeitenden Bevölkerung zählt. Ich habe aber Zweifel, ob die Erhöhung von Lebensmittelpreisen bei ihm prozentual zum Gehalt ein ebensolches Loch reißt wie beim Normalverdiener, der ein statistisches Mittel darstellt und ähnlich ist dem „normalen Arbeiter“, der bei einem kleinen Betrieb arbeitet und darauf hofft, dass sein Arbeitsplatz noch in einem Jahr existiert, weil er keine großen Rücklagen besitzt.

**Man kann natürlich jetzt sagen, dass es jedem freisteht sich höher zu qualifizieren und damit auch mehr Geld zu verdienen, aber das ist reine Theorie. Zum Einen ist höhere Qualifizierung, z.B. durch ein Studium, immer auch eine Zeit, die finanzierbar sein muss und dies, vor allem in Zeiten von Studiengebühren, nicht immer ist. Zum Anderen braucht die Wirtschaft auch einen gewissen Prozentsatz an geringer qualifizierten Arbeitskräften, z.B. Lagerarbeiter und die viel zitierten Müllmänner. Ich glaube nicht, dass ihre Arbeit weniger wichtig und wert ist, auch wenn sie einen geringeren Lohn erhalten.

Written by Rabe

26. November 2008 at 13:39

Fundstück 015: Food Force.

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Es liegt in deiner Hand, die Insel Sheylan zu retten und wieder aufzubauen.

http://www.food-force.com/de/

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„Im Indischen Ozean, auf der Insel Sheylan, ist eine schwere Krise ausgebrochen. Deshalb entsenden wir ein neues Team, um die Einsatzfähigkeit des World Food Programme vor Ort zu verbessern und Millionen hungriger Menschen mit Nahrung zu versorgen.“

Reisende in Sachen Simbabwe.

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Mit einer Reisesondergenehmigung ist Morgan Tsvangirai, der politische Gegner Mugabes bei der Präsidentschafswahl und designierte Ministerpräsident Simbabwes, derzeit in Europa unterwegs. Einen Reisepass hat der Mann bisher von der amtierenden Regierung des Landes nicht erhalten. Trotzdem hat man ihn nicht wie viele andere Afrikaner an der europäischen Außengrenze interniert bzw. abgeschoben, doch sprach er in Paris von einer katastrophalen Lage in seinem Heimatland, die nicht eine Folge einer Naturkatastrophe ist, sondern von Missmanagement und Korruption. [Q]

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Gestern traf Tsvangirai dann in Berlin ein, wo er mit Hermann Gröhe, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, ein Gespräch über „die schwierige innenpolitische und erschreckende humanitäre Lage Simbabwes“ führte. [Q] Im Sommer wurde ein möglicher US-Präsidentschaftskanidat von der Bundeskanzlerin persönlich empfangen – aber der designierte Premierministers eines Staates, der Hilfe zur Demokratisierung nötig hat und in diesem Entwicklungsprozess auch symbolische Unterstützung gebrauchen kann, wird nur von einem Staatsminister empfangen. Ein klares Symbol für den geringen Stellenwert, den die demokratische Entwicklung Afrikas in Berlin hat.

Im Juli 2007, anläßlich des 89. Geburtstags von Nelson Mandela, wurde der Ältestenrat, „The Elders“ gegründet, zu denen auch die Nobelpreisträger Desmond Tutu (Erzbischof), Kofi Annan (ehemals UN-Generelsekretär) und Jimmy Carter (ehemals US-Präsident) zählen. Diese Gruppe international anerkannter, altgedienter Politiker und Menschenrechtler versucht nach eigenem Verständnis in schwierigen Situationen auf Grundlage ihrer Erfahrung zu vermitteln und mit Rat weiterzuhelfen. Wenn man die Situation in Simbabwe betrachtet kann man sicher davon sprechen, dass in dem Land guter Rat teuer und hilfreich wäre.

Daher machten sich die beiden Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter und Kofi Annan mit der Menschenrechtlerin Graça Machel auf um am vergangenen Samstag das afrikanische Land zu besuchen, um sich ein Bild über die humanitäre Lage zu machen. Doch in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, schrieb die staatlich kontrollierte Zeitung „The Herald“ am Donnerstag von „The Elders“ als „Clique von Persönlichkeiten, die dem Land feindlich“ gesinnt seien. Aus Regierungskreisen verlautete, dass die Visite ungelegen komme und die Presse stellte sich die Frage, in welchem Auftrag die Gruppe einreise und wem sie Bericht erstatte. [Q] Kommentare, die sowohl die Presse- als auch die Meinungsfreiheit in Simbabwe in Frage stellen – was aber nicht wundert in einem Land, das die Menschenrechte nicht achtet und in dem Demokratie nur eine Farce ist.

2008-11-25-elders

Carter, Annan und Machel sind enttäuscht, „dass die Regierung von Simbabwe uns die Einreise nicht erlaubt und nicht kooperiert“. Jimmy Carter stellt fest, dass es das erste Mal sei, dass er für eine Mission kein Visum erhalte und Annan erläutert: „Wir haben unseren Besuch abgesagt, weil die Regierung von Simbabwe uns deutlich zu verstehen gegeben hat, dass sie nicht mit uns zusammenarbeiten möchte“. [Q] Daraufhin haben sich die Drei mit Flüchtlingen und Exilanten aus Simbabwe sowie mit Botswanas Präsidenten, einem Kritiker Mugabes, getroffen.

Das Fazit: Das Land könne in einigen Monaten zusammen brechen. Nach Hyperinflation und Hungersnot ist indessen die Cholera ausgebrochen, der laut Angaben der UNO schon 313 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die medizinische Versorung des Staates ist ebensowenig in der Lage die Cholera sinnvoll zu bekämpfen, wie Anthrax (Milzbrand), an dem im Südwesten schon zwei Menschen und 150 Tiere verstorben sind. [Q] Ich bin gespannt, ob „The Elders“ mit ihrer Einschätzung recht behalten …

Written by Rabe

25. November 2008 at 22:39

Mit offenen Karten: Kongo.

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„Seit 1998 steht die Demokratische Republik Kongo – das ehemalige Zaire – im Mittelpunkt eines Konfliktes, bei dem es nicht um ideologische Ansichten, sondern um die Bodenschätze des Landes geht. Der aktuelle Konflikt lässt sich besser verstehen, wenn man sich vor Augen führt, wie das Land entstand, wie seine Einigung gelang und wie es heute funktioniert.“ [Kartenmaterial] [Q]

Besser anschauen lässt sich das am Besten wohl in der Ansicht des Beitrages hier. ;)

Written by Rabe

25. November 2008 at 12:55

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen.

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Heute ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Viele Beispiele im In- und Ausland zeigen auf, dass Frauen im In- und Ausland in unsicheren Zeiten oftmals die Verliererrolle inne haben. Selbst in Deutschland sind sie, zumindest was die Löhne angeht, immer noch benachteiligt und außerhalb der Bundesrepublik setzt sich dies auch in vielen anderen Bereichen fort, zum Beispiel in Afghanistan, wo die Emanzipation der Frau ganz stark auch vom Zugang zur Bildung abhängig ist.

Diese Benachteiligung im Alltag der Welt ist auch Grundlage für Gewalt gegen Frauen. In Deutschland selbst ist die Gewalt gegen Frauen grundlegend geächtet und wird meines Erachtens auch von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Eine Situation jedoch, die leider nicht überall dementsprechend ist. Gerade Länder, in denen Frauen als Menschen zweiter Klasse gelten oder Regionen mit kriegerischen Konflikten, sind Frauen verstärkt Opfer von Gewalt.

Gewalt, die jeden Tag geschieht. Gewalt, wie die 400 sexuellen Übergriffe, die mindestens im Kongo pro Monat gezählt werden. [Q] Gewalt wie die Steinigung einer 13jährigen nach einer Vergewaltigung wegen Geschlechtsverkehrs außerhalb der Ehe in Somalia. [Q] Gewalt wie die Diskriminierung der Dalit, der „Unberührbaren“ im indischen Kastensystem. [Q] Und das sind nur einige Beispiele – wer sucht wird sicher noch weitaus mehr finden.

Wie es in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auch heißt: „Mädchen und Frauen leiden besonders schwer unter den militärischen Auseinandersetzungen. Vergewaltigungen werden von den Bürgerkriegsparteien systematisch eingesetzt. Das sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ [Q] Verbrechen, die jeden Tag passieren – aber die meist vielleicht gerade deshalb nicht mehr wahrgenommen werden. Ein Vergessen, was vielleicht heute zumindest mal unterbrochen wird.

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UNite to end violence against women

Written by Rabe

25. November 2008 at 08:44

3. RabenFlug: Kurzer Rundflug.

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Frankreich: Im Radio (SWR1) höre ich, dass man in Frankreich unsere Kanzlerin als Bremserin im Kampf gegen die Finanzkrise wahrnimmt. Während sie, so die Nachrichten, noch gezielte Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung des Mittelstandes plant, hat Monsieur Sarkozy wohl schon hohe Summen zur Unterstützung der Großindustrie versprochen. Auch wenn der Mann aus Frankreich hetzen mag, dass er schneller ist – wenn unsere Kanzlerin nach längerem Überlegen unseren Mittelstand unterstützt statt wie sonst meistens die „Global Player“, dann ist mir das nur recht. Vielleicht ein erster Schritt, um das große Sterben in Deutschland doch zu verhindern bzw. einzuschränken. Aber nur vielleicht, …

Uganda: Vor gerade mal einer Woche habe ich einen kurzen Artikel über Ebola geschrieben und schon wird das Auftauchen einer neuen Variante festgestellt: Bundibugyo ebolavirus. Ende 2007 war der Erreger in West-Uganda aufgetaucht und wurde jetzt von der US-Seuchenkontrollbehörde in Atlanta identifiziert. Auf genetischer Ebene unterscheidet er sich relativ stark von den anderen Ebolaviren. [Q] Der Kampf Mensch gegen Virus geht also in die nächste Runde.

Kongo: 3.000 weitere UN-Soldaten sollen die „MONUC“ unterstützen, die sich bisher nicht in der Lage gezeigt hat die Greueltaten in der Region Kivu zu verhindern bzw. die Zivilbevölkerung zu schützen. Selbst das Zentrum des UN-Kinderhilfswerks UNICEF im ostkongolesischen Kanya, von wo aus unterernährte Kinder Lebensmittel erhalten haben, ist geplündert worden. [Q] Es ist zu hoffen, dass die UN-Truppen schlagkräftig genug und Willens sind sich vor die leidende Bevölkerung zu stellen, dass der Hilferuf der Kongolesen nicht ungehört verhallt.

Written by Rabe

24. November 2008 at 22:55