RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Stand der Dinge: Fotografie und Larp.

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Verdammt, ich habe das dumme Gefühl, dass ich mich gerade hinsichtlich des Blogs wieder in einer Talsohle befinde. Entweder schreibe ich mehrere Artikel pro Tag oder lange Zeit gar nix. Aber da es genug Pflichten im Leben gibt muss man sich nicht noch mit dem Blog eine Pflicht auferlegen – ergo bleibe ich dabei zu schreiben, wenn ich Lust und Zeit habe. Wobei das Erste mit dem Zweiten zusammen hängt, denn wenn ich wenig Zeit habe, habe ich auch selten den Kopf genug frei, um Lust zu haben.

Und wenn ich den Kopf frei habe (oder frei haben will), dann schnappe ich mir aktuell lieber meine Kamera und mache mich auf den Weg. Der Kauf der Nikon D3000 war definitiv eines der besten Ideen, die ich in den letzten Monaten gehabt habe. Auch wenn ich natürlich schon ständig neidisch auf die professionellen Kameras und tollen Objektive und was einem an dem Hobby Fotografie noch so arm machen kann schiele muss ich mehr und mehr erkennen, dass es im Endeffekt nicht auf das Equipment ankommt, sondern auf das richtige Auge. Selbst die beste Technik kann das nicht ersetzen.

Was ich so an Feedback bekomme scheine ich das Auge zu haben. Und Jeder ist eingeladen mit Lob und auch konstruktiver Kritik (schließlich will ich mich verbessern) nicht zu sparen, indem er oder sie auf meiner Fotoseite www.eifelrabe.de ein oder mehrere Kommentare hinterlässt ;-) Wobei ich, wie an obigem Bild zu sehen, auch Photoshop nutze, um die meines Erachtens passende Bildaussage zu erlangen. Möchte aber betonen, dass ich mich als photoshopender Fotograf und definitv nicht als fotografierender Photoshoper verstehe.

Näher rückt auch das Drachenfest, wie schon mal angekündigt. Der Packstress wirft seine Schatten voraus und hoffentlich eine fröhliche und gemütliche Woche im Land der Drachen. Natürlich werde ich mit Askir dort sein, denn schließlich will ich es in den Tavernen gemütlich angehen lassen und nicht in irgendwelchen Schlachten in vorderster Reihe stehen. Meine Kamera jedoch werde ich nicht mitnehmen, nur eine Kompaktkamera, denn ich will ja nicht, dass meinem Equipment etwas passiert. Etwas Anderes wäre es, wenn ich als Confotograf dort wäre, was ich auch gerne machen würde. Auf dem Con „Schattenthal 4“ habe ich das auf Bitten der Orga gemacht und die Fotos kann man hier finden. Also: Wer einen Confotografen braucht kann mich ja gerne mal fragen.

Das muss für heute als Zwischenstand aber reichen ;-) Vielleicht komme ich ja nach dem Drachenfest mal wieder dazu mehr zu schreiben …

Written by Rabe

20. Juli 2010 at 22:03

Szenen einer Noch-nicht-Ehe #12

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Sie: „Ich liebe Dich so hoch, wie ich springen kann.“
Sie springt.
Ich: „Ich liebe Dich so hoch, wie ich springen kann.“
Ich springe noch höher.
Sie: „Oh, das ist aber hoch.
Ich liebe Dich so weit, wie ich meine Arme ausstrecken kann.“
Sie streckt die Arme aus.
Ich: „Ich liebe Dich so weit, wie ich die Arme ausstrecken kann.“
Ich strecke die Arme aus.
Sie: „Oh, das ist aber weit.“
Wir umarmen uns.
Ich: „Ich liebe Dich so weit, wie ich Dich werfen kann.

Oh, das ist wohl nicht so weit.“

Sie hat mir geraten noch was an meiner romantischen Ader (!?) zu arbeiten.

Written by Rabe

7. Juni 2010 at 20:04

Den Nahostkonflikt relativ gesehen:

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Faszinierend ist das Interesse der Medien an der israelischen Militäraktion, das Echo in der Politik einschließlich einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, die Reaktionen im Netz, die Demonstrationen und die harsche Kritik in der Bevölkerung, wenn man mal den Nahost-Konflikt in Relation zu den Opfern aus anderen Konflikten und Kriegen auf unserer Welt betrachtet:

Gemäß dieser Grafik [Q] starben seit dem 19.09.2009
in Pakistan 3.856 Menschen,
in Afghanistan 2.963 Menschen,
im Irak 2.170 Menschen,
im Kongo 1.799 Menschen,
in Somalia 1.456 Menschen,
in Äthiopien 1.381 Menschen,
im Sudan 1.354 Menschen,
in Nigeria 1.247 Menschen
und in Israel/Palästina 88 Menschen.

In Pakistan ermorden Islamisten in zwei Moscheen 93 betende Muslime – und die Welt schweigt.
In Afghanistan werden Mädchenschulen mit Giftgas angegriffen – und die Welt schweigt.
Im Irak sterben mehr als 100 Iraker bei Anschlägen – die Welt schweigt.
Im Kongo wird ein bedeutender Menschenrechtler ermordet – und die Welt schweigt.
In Somalia ist es nach fast 20 Jahren Bürgerkrieg schlimmer als je zuvor – und die Welt schweigt.
In Äthiopien verbietet die Regierung die politische Arbeit von NGOs – und die Welt schweigt.
Im Sudan wird ein als Kriegsverbrecher gesuchter Mann als Präsident vereidigt – und die Welt schweigt.
In Nigeria darf die Polizei ungestraft erschiessen und foltern – und die Welt schweigt.

Vor Palästina entert israelisches Militär ein Schiff – und die Welt schreit auf.

Wenn man sich das so im Vergleich anschaut und darüber nachdenkt stellt sich mir zumindest die Frage, warum dieser im Vergleich zu den Opferzahlen so kleine Konflikt für wichtiger erachtet wird als die Konflikte in anderen Regionen der Welt? Liegt der Grund für diese einseitige Berichterstattung über den Nahen Osten mit der vornehmlichen Schuldzuweisung in Richtung Israels und damit der Juden sowie die gleichgeschaltete gleichlautende „öffentliche Meinung“ nicht letztendlich trotz aller Beteuerungen in antisemitischen Gefühlen?

Oder woran mag es sonst bzw. noch liegen?

Und die Juden sind mal wieder die Bösen …

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Ob der Angriff Israels auf die Schiffe gerechtfertigt war oder nicht kann man diskutieren, aber wenn man sieht, wie der Antisemitismus diese Aktion nutzt um sein widerwärtiges Haupt zu erheben, dann kann einem nur schlecht werden. Im Internet wird zum Judenhass und zum Völkermord aufgerufen sowie Hitler zustimmend zitiert als auch beklagt , dass nicht alle Juden im Dritten Reich vergast wurden – an Widerwärtigkeit und Menschenverachtung kaum zu überbieten und ausreichend, um den Rest des Tages mit Würgereiz vor dem Porzellan zu verbringen.

Entsprechende Beiträge findet man zum Beispiel bei Facebook und bei Twitter. Aufmerksam geworden bin ich darauf durch einen Artikel des Blogs „Tapfer im Nirgendwo„.

Ich komme aber nicht umhin beim Lesen der Hetzschriften auf Facebook festzustellen, dass es sich dem Namen nach vornehmlich (nicht ausschließlich) um Personen mit Migrationshintergrund handelt. Und viele von ihnen sollten sich dringend eine Tüte Deutsch kaufen – das hat mir auch sehr gehilft.

Wer diese Haltung und diese Äußerungen nicht einfach hinnehmen möchte, den möchte ich auf die Facebook-Gruppe „Gegen die Verherrlichung Hitlers, nach der Militäraktion Israels !!!“ aufmerksam machen.

Wer jetzt auch noch meint, dass wir als Deutsche uns ja nur nicht trauen etwas gegen Israel zu sagen, weil wir uns ja immer noch in Schuldgefühlen suhlen, dem sei ein Artikel über die Ausschwitz-Keule empfohlen, der hier zu finden ist.

Und um die doch recht einseitige Berichterstattung unserer Massenmedien mit Schuldzuweisung in Richtung Israels etwas zu relativieren hier eine etwas andere Sicht auf die Dinge und ein interessanter Blogeintrag hier. Währenddessen verweigert übrigens die Hamas die Annahme der Hilfsgüter, die durch Israel auf den Landweg nach Gaza geliefert werden [Q].

Sofortiger Abzug aus Afghanistan? Quatsch!

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Klar, dass nach den Äusserungen von Bundespräsident Köhler und jetzt nach seinem Rücktritt wieder viele Politiker sich gezwungen sehen (statt über die Rolle und das Amt des Bundespräsidenten in unserer Demokratie nachzudenken) einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bis Ende des Jahres zu propagandieren.

Natürlich gibt es scheinbar auch wieder genug Leute, die sich die Äußerungen Köhlers zu nutze machen und darauf pochen, dass die Auslandseinsätze der Bundeswehr doch nur wirtschaftliche Gründe haben und damit natürlich vom Globalkapitalismus gesteuert sind. Mit solchen Slogans kann man natürlich gut Politik machen, da sie plakativ sind und die Menschen sie, gerade in der Zeit nach der Finanzkrise, zu gerne glauben.

Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Bundeswehr vor der Küste Somalias gegen Piraten vorgeht, um die Handelswege zu schützen und den Welthandel über dieses Meer sicher zu machen. Das sind wirtschaftliche Interessen, die dort auch durch unsere Soldaten durchgesetzt werden und damit auch ein Waffeneinsatz für wirtschaftliche Ziele bedeutet. Das ist gewollt und durch unser Parlament abgesegnet.

Zu Recht, wie ich finde. Denn ohne Wohlstand gibt es keinen Frieden. Wie kann also eine Armee, die nicht die Handelswege schützt und damit zeitgleich wirtschaftliche Interessen verteidigt, einem Land Frieden bringen? Und ohne die Infrastruktur eines Landes und seine Wirtschaft aufzubauen wird es keinen Wohlstand und damit keine friedliche Stabilität geben. Natürlich werden dafür auch deutsche Firmen und deutsches Know-How benötigt und später wird man von dem Handel des Landes ebenfalls partizipieren, was meines Erachtens jedoch nicht verwerflich ist.

Heute war natürlich auch wieder (vor irgendwo weit links) die Forderung zu hören, dass wir die Bundeswehr bis Ende des Jahres aus Afghanistan abziehen sollten. Auch wieder eine schöne, populistische Forderung, die letztendlich doch bedeutet, dass die Taliban wieder an die Macht kommen werden, die Scharia als Gesetz gilt, Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen, alle Mitarbeiter westlicher Organisationen entweder flüchten oder sterben werden, … Wer den sofortigen Abzug fordert überlasst die Afghanen, die keine Taliban sind und nicht ihre Herrschaft wollen (was die Mehrheit der Bevölkerung ausmacht), einem Schicksal, das mit Menschenrechten nichts mehr zu tun haben wird.

Es gibt viele Beispiele, warum es richtig ist, dass unsere Soldaten in Afghanistan sind. Hier eines: Giftanschlag der Taliban auf Mädchenschule.

Wir können uns nicht weltweit als Wahrer und Verteidiger von Freiheit und Menschenrechte profilieren und darstellen, ohne auch bereit zu sein für unsere Werte und Überzeugungen einzustehen und Menschen, die zu schwach sind sich gegen Fanatismus und Fundamentalismus zu stellen, zu schützen.

Noch ein Link zu einem interessanten Artikel zum Weiterlesen: „Ernstfall Köhler

Fundstück 036: Geschichtsirrtümer.

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Die Welt früher war anders, als man sie heute aus vielen Filmen, Romanen oder als Rollenspieler kennt oder zu kennen glaubt. Ein Ritter kann nicht ein Pferd für den Preis von zwei Kühen kaufen, sich mit einem eisernen Schild, einem Streitkolben und einer stählernen Ritterrüstung eindecken, von seinem einzigen Diener, dem Knappen, per Kran in die Steigbügel heben und sodann in gestaffelter Formation in die Schlacht gegen die Phalanx der barbarischen Kelten gallopieren, denn so war es einfach damals nicht. Die oben geschilderte Szene enthält zum Beispiel bezogen auf die „echte Welt“ ganze dreizehn sachliche Fehler. Verwundert? Wenn ja, dann schmöker bei uns mal ein bisschen…

http://geschichtsirrtuemer.teucom.net/wp/

Aufhören? Das kann man nicht oft genug machen!

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Am 25. April hatte ich ja schon hier davon berichtet, dass mein letzter Versuch mit dem Rauchen aufzuhören am 22. Januar gescheitert ist, ich aber immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben habe es zu schaffen. Anders gesagt: Am Sonntag, den 23. Mai 2010 habe ich meine (bisher) letzte Zigarette geraucht und bin schon an dem Punkt angelangt, an dem ich Raucher vom Geruch her eklig finde und das Essen anders schmeckt. Im Irish Pub gestern war es intensiver, während das FastFood von McDonalds heute mir gar nicht mehr geschmeckt hat. Aber ich bin noch weit davon entfernt, dass ich mir nicht mehrfach pro Tag eine Zigarette wünsche …

Aus einer Unterhaltung gestern:
Meine kleine Hexe: „Hagen hat mit dem Rauchen aufgehört.“
Bekannte: „Schon wieder?“
Bekannter: „Das kann man nicht oft genug machen.“
Wie wahr, wie wahr …

Interessanterweise habe ich gerade übrigens festgestellt, dass wir heute Weltnichtrauchertag haben: http://www.who-nichtrauchertag.de/

Written by Rabe

31. Mai 2010 at 13:39