RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Posts Tagged ‘Eifel

Willkommen Herbst.

with one comment

Es ist erst etwas mehr als eine Woche her, dass meine Freundin Jemanden sagte, dass ich ab etwa 23° C unausstehlich werde. Und sie hat Recht. Ich bin einfacht nicht geschaffen für den Sommer. Sicher finde ich es schön, wenn die Sonne scheint – aber 20° C reichen mir und es muss gar nicht wärmer werden. Wenn ich mal auswandern sollte, dann wären Schottland oder Norwegen die richtigen Länder für mich. Doch nachdem wir am Anfang des Jahres schon einen schönen Winter hatten, der endlich nach Jahren seinen Namen wirklich verdient hat, und auch der Sommer mit viel Sonnenschein seinem Namen alle Ehre gemacht hat, freue ich mich jetzt auf den Herbst.

Heute sind meine kleine Hexe und ich mit dem Auto relativ ziellos durch die Eifel gefahren und sind auch einige Schritte gegangen – dabei ist es unverkennbar, dass der Sommer seinem Ende entgegen geht und der Herbst Einzug hält. Schon vor über einer Woche konnte man es förmlich riechen, dass der Zeitpunkt nicht mehr weit entfernt ist. Doch jetzt ist es auch sichtbar: Die Sonneblumen neigen langsam ihr verblassendes Haupt und die ersten farbigen Blätter finden sich an den Bäumen und auf den Wegen. Ich habe es genossen, als wir heute im Wald waren und ein Regenschauer uns überrascht. Der Wind schwere, beeindruckende Wolken über das Land jagte und das Prasseln der Tropfen auf dem noch vollen Laub der Bäume an unsere Ohren drang.

Ja, der Herbst hat begonnen. Und es er verhofft schön zu werden.

Written by Rabe

29. August 2010 at 19:45

Veröffentlicht in Mein Leben

Tagged with , , , , , , , , ,

Mein Tag_Folge 008_13.05.2010

with 2 comments

Vor einigen Tagen fragte mein Vater, ob wir nicht gemeinsam den Vatertag begehen sollten – auch wenn er keine Ahnung hat, wie man das macht. Da wir Beide keine großen Freunde sind von kollektiven und geplante Besäufnissen fiel diese Option schnell den Überlegungen zum Opfer und herausgekommen ist eine gemeinsame Wanderung mit meinen Söhnen. Die Heide bei Langenfeld bzw. Langenfeld in der Eifel bei Mayen war dann heute unser Ziel.

Landschaftlich wirklich eine schöne Gegend, aber das Wetter war weniger schön: Bedeckter Himmel, etwas Fisselregen und es war einfach kalt. Im Mai darüber nachzudenken, dass man doch besser das Innenfutter wieder in die Jacke zu machen ist schon etwas frustrierend.

Da solche Umstände einen richtigen Eifler nicht davon abbringen können die Wunder der Natur zu erleben haben wir uns frohen Mutes in die Heide begeben. Mein Vater hat dabei den Kindern einige Dinge erklärt bzw. zurück in Erinnerung gerufen, so den Unterschied zwischen Tannen und Kiefern,  wie sich Wacholder anfühlt (er piekst unseren heutigen Erfahrungen nach) und dass die Lerche im Aufwärtsflug sinkgt. Was natürlich direkt zu der Frage führte, wie ein Vogel gleichzeitig aufsteigen und sinken kann ;-)

Nachdem wir beschlossen haben eine Abkürzung zu nehmen (mein Vater ist ja auch nicht mehr der Jüngste) und wir dem Orientierungssinn des Gruppenältesten gefolgt sind, haben wir uns in die Wildnis der Eifel (der „Grünen Hölle“) geschlagen. Gut, dass wir immer wussten wo wir waren. Leider schienen die Wege aber nicht mit unserem Wissen überein zu stimmen. Letztendlich war unsere Abkürzung ein Umweg, so dass wir irgendwann froh waren, als wir wieder auf dem Parkplatz waren. Vor allem mein Vater – ich hätte nicht gedacht, dass er durchhält.

Fotos sind auf Grund des Wetters (und eines nicht existenten Polfilters) nur wenige entstanden. Aber wenn mal besseres Wetter sein sollte werde ich noch mal in die Eifler Heide fahren und hoffe da ein paar Landschaftsfotos machen zu können. Denn für eine Wanderung oder einen Spaziergang ist diese Gegend reizvoll und empfehlenswert. Für heute jedoch reicht es und jetzt lege ich meine Füße hoch.

Written by Rabe

13. Mai 2010 at 15:36

Dieser Tage …

leave a comment »

Veilchendienstag
Begleitung des Karnevalszugs in Sinzig mit dem THW. So ruhig war es noch nie – ein richtiger Spaziergang. Wenn nur die Einsatzschuhe nicht so schwer wären. Und wenn der Mann auf dem Motivwagen mich nicht ständig mit Kamellen beworfen hätte. Memo an mich: nächstes Mal Helm anziehen.

Aschermittwoch
Ich habe Halsschmerzen. Die Nase rennt. Die Arbeit ruft. Schlage mich (letztendlich erfolgreich) mit einer Energieeinsparberechnung rum. Mein Leben ist die Hölle. Bis mich am Abend meine kleine Hexe mit leckerem Aufschnitt verwöhnt. Ein Haufen Medikamente wird vor mir aufgebaut.

Donnerstag
Die Erkältung befindet sich auf dem Rückzug. Der Sieg scheint mir sicher. Allein im Büro, viel Arbeit, Überraschungen auf der Baustelle. Damit ich am Samstag wieder fit bin gehe ich nicht zum Treffen der Fotogruppe im THW.

Das Highlight wird aber eine Mail vom Grimmland, die einige meiner bei Pixelio hochgeladenen Fotos in ihrem neuen Buch „Sagen und Geschichten aus der Eifel“ aus der Serie „Literarische Routen“ veröffentlichen werden – natürlich unter Nennung meines Namens. Und ein Belegexemplar erhalte ich auch.

Am meisten ärgert mich aber, dass ich immer noch keine zündende Idee für das aktuelle Wochenthema vom Projekt 52 habe. Da das Thema am Sonntag, dem Valentinstag, gezogen wurde lautet es „All you need is love“ – und die Rabbids sind zwar cool, aber ich glaube nicht, dass sie die Typen für so viel Romantik sind.

Früher war Alles besser.

with 3 comments

Moderne Zeiten: diese Jammerei über den Schnee und das fehlende Salz in den Straßenmeistereien. Früher gab es das nicht. Da war der Schnee aber auch noch Schnee und Salz hatte man sowieso nicht. War ja viel zu teuer und wurde für das Pöckeln gebraucht. Damals wurde mit Asche gestreut – wenn überhaupt. Denn damals konnte man auch noch Auto fahren. Oder man blieb halt zu Hause. Bei Kerzenschein, denn während heute Glühbirnen verboten werden, versuchte man sie damals gerade zu erfinden. Und nah am Ofen, denn Niemand wäre auf die Idee gekommen im vereisten Boden nach Erdwärme zu graben. Abgesehen davon, dass wir in der Eifel eh steinreich sind – im wahrsten Sinne des Wortes.

Und wir waren früher viel reicher an Erfahrung. Zum Beispiel an der Erfahrung, dass die großen Hunde im Wald nicht mit dem Ball spielen wollen.  Das Wolfsrudel hat lieber mit einem selber gespielt. Damals konnten wir übrigens gut laufen und Haken schlagen. Die gemeinen Feldhasen haben das nur kopiert. Wir waren fit. Schließlich haben wir die Kühe von einem Feld zum anderen getragen, bis wir festgestellt haben, dass die auch selber laufen können. Wir sind jeden Winter in den Wald, um Holz zu schlagen. Wir haben unsere Häuser noch selber gebaut und noch öfter wieder aufgebaut.

Es war aber auch eine gefährliche Welt, geprägt vom ständigen Kampf des Lebens. Abgesehen von den Bäumen, die einmal im Jahr ausgeschlagen haben und der Kohl, der irgendwann anfing zu schiessen, gab es ständig Krieg. Auch Kriesch genannt. Nach dem Krieg war vor dem Krieg. Kartoffelkrieg, Kuchenkrieg, Rübenkrieg, … Damals drehte es sich viel ums Essen, denn einfach mal in einen Supermarkt gehen fiel infolge der Nicht-Existenz von Supermärkten aus. Kein Onkel-Aldi- oder Tante-Lidl-Laden auf jeder ehemals grünen Wiese. Wenn wir Fleisch essen wollten gingen wir nicht zum Metzger, sondern mit einem Messer und einer Axt in den Stall. Und Gemüse haben wir sowieso nur angebaut, damit unsere Viecher etwas zu essen haben.

Sowas wie Cholesterin gab es damals ja auch nicht. Es wäre Niemand auf die Idee gekommen sowas zu erfinden. Und selbst wenn es das gegeben hätte: Wir hätten es im Kriesch sicher besiegt. Wie damals die Kalorien, diese widerwärtigen Viecher, die als Schrankbesetzer die Klamotten enger nähen.  Der Fettrand am Fleisch wurde ja auch nicht weggeschnitten, sondern galt als Delikatesse. Wir haben das Recycling erfunden und nix weggeworfen: Sogar die Knochen konnten noch für den Geschmack in der Suppe sorgen. In den Zeiten der Not haben wir festgestellt, dass sogar die Pappe von Verpackungen schmackhaft sein kann.

In diesen Notzeiten konnten wir, während wir frierend vor dem Ofen und neben dem immer kleiner werdenden Holzstapel saßen, von der Klimaerwärmung nur träumen. Und wenn es uns schlecht ging, dann halfen uns die Nachbarn, anstatt uns zu verklagen, weil ein Blatt über den Zaun geflogen ist. Man lebte nicht nebeneinander, sondern miteinander. Gemeinsam wurden auch die Feste gefeiert, wie sie fielen. Damals waren Feste aber auch noch Feste. Dabei wurde dann auch nicht geziert am Wein genippt, sondern das selbst gebrannte Zeug gesoffen. Wenn man am dann am nächsten Tag ausschlafen wollte, wurde am Abend davor nicht der Handywecker ausgeschaltet, sondern der Hahn gefesselt und geknebelt.

Früher, ja früher war Alles besser. Und vielleicht fällt Jemandem ja noch was ein, was früher besser war …

Written by Rabe

11. Februar 2010 at 11:46

Fotoshooting-Outtakes No. 001

leave a comment »

Natürlich entstehen bei jedem Fotoshooting auch Aufnahmen, die man getrost als Outtakes bezeichnen kann. So natürlich auch bei der Session für die neuen Charakterfotos von Askir im winterlichen Wald. Und hier eine Auswahl von Dreien dieser Fotos, die auf bzw. beim Abstieg von den Felsen in dem Waldstück in der Nähe von Dedenbach entstanden sind:

Written by Rabe

1. Februar 2010 at 16:19

Projekt 52 | Wochenthema 29 | Superhelden

leave a comment »

Superhelden“ sind Fiktion und mit übermenschlichen Kräften ausgestattet. Viel bedeutender werden demgegenüber „Helden“ – also normale Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, die sich für andere Menschen einsetzen und ihre Freizeit in den Dienst an der Gemeinschaft stellen. Mit dieser Aussage und meinem Foto möchte ich mich bei den Projekt-52-Teilnehmern Teufelsweib, Anne und Matthias einreihen, die diese Ehrenamtlichen bzw. „Helden des Alltags“ von Feuerwehr, THW, DLRG, Rotes Kreuz, etc. in ihren Beiträgen zum Wochenthema in den Mittelpunkt gestellt haben.

2009-07-28-P52-KW29-THW-TGP

Das Foto ist am Sonntag entstanden, als wir vom Ortsverband Sinzig der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in Kolonne vom Nürburgring, wo wir im Rahmen des Truck-Grand-Prix über das Wochenende als Sicherheitskräfte tätig gewesen sind, durch die Eifel zurück gefahren sind. Wir waren groggy, aber es hat auch viel Spaß gemacht – besonders, weil es keine großen Zwischenfälle gegeben hat. Die meiste Zeit geht schließlich für die Ausbildung und für das Bereitstehen drauf – für einen Notfall bzw. eine Katastrophe, der hoffentlich nie eintritt …

Gute Fotos von Einsätzen Ehrenamtlicher, in erster Linie vom THW, findet man übrigens beim Blog „Nah dran!„.

Written by Rabe

29. Juli 2009 at 11:52

Tintenfischpilz im Brohltal.

leave a comment »

Heute hörte ich in den Nachrichten vom Tintenfischpilz, der unter anderem mit unserem Gemeinen Stinkmorchel verwandt ist. Wie dieser auch verströmt der Tintenfischpilz, so benannt nach seinem Aussehen, einen Aasgeruch, mit dem er Fliegen anlockt. Diese übernehmen dann wiederum die Fortpflanzung. Ein System, das bei deutschen Pilzen sonst nicht besonders verbreitet ist.

2008-11-19-tintenfischpilz

Dieser Pilz ist wohl jetzt auch im Brohltal entdeckt worden. Es ist sicher nicht der einzige Pilz, der in der Eifel wächst, aber erst 1913 ist er das erste Mal in Europa entdeckt worden – ursprünglich stammt der Pilz aus Australien. Und wie viele Tier- und Pflanzenarten aus Australien auch, ist der Tintenfischpilz giftig. In den letzten fünfzig Jahren hat er sich nach der Aussage im Radio in Europa besonders in wärmeren Flussniederungen (wie scheinbar der Eifel !?) verbreitet.

Eine Lebensform mehr, die den Sprung aus den angestammten Biotopen geschafft hat und jetzt wohl auch unsere Umwelt bereichert. Ich habe ihn bisher nicht live und in Farbe gesehen – aber jetzt werde ich mal die Augen offen halten.

Mehr Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Tintenfischpilz

Written by Rabe

19. November 2008 at 17:31