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Trinkwasser für Haiti.

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Heute startet ein Team der Schnellen-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk aus Rheinland-Pfalz nach Haiti, um vor Ort Trinkwasser nach deutschem Qualitätsstandard herzustellen. [Q] Dabei handelt es sich um eine Einheit, die auch schon nach dem Tsunami in Indonesien und dem Wirbelsturm „Nargis“ in Myanmar [damaliger Blogbeitrag] im Einsatz waren. Die meist ehrenamtlichen Helfer fliegen nicht nur mit dem dafür erforderlichen Gerät, sondern auch mit Ausstattung und Ausrüstung, die es ihnen ermöglicht im Einsatzgebiet für mehrere Tage autark zu agieren und ohne auf Unterstützung durch Dritte angewiesen zu sein ihre Aufgaben wahrzunehmen.

Aktuelle Fotos direkt aus dem betroffenen Katastrophengebiet findet man in den Alben von ECHO auf Facebook hier. Und noch mal der Hinweis auf den Twitter-Account, auf den man auch Informationen rund um den THW-Einsatz findet: thw_bund. Manchmal mit etwas Zeitverzögerung, weil die Mitarbeiter ja auch den Einsatz ans Laufen bringen müssen – und das hat natürlich Priorität vor dem Twittern. ;-)

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THW-Hilfe kommt an.

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Drei Wochen ist es jetzt her, dass der Wirbelsturm „Nargis“ über die Küste von Myanmar hinweg gefegt ist. Vor (wenn ich mich nicht verzählt habe) elf Tagen ist das Team und das Gerät der SEEWA (Schnelle Einsatz-Einheit Wasser Ausland) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) in Rangon mit weiteren deutschen Hilfsgütern entladen worden. Gestern Abend endlich wurden die ersten Trinkwasseraufbereitungsanlagen in das betroffene Irradwaddy-Delta, genauer gesagt nach Bogale, verlegt und in Betrieb genommen.

In der bisherigen Zeit in Rangon, in der die Helfer auf Grund der Vorgaben der Militärjunta nicht in das betroffene Gebiet reisen durften, wurden lokale Mitarbeiter der Malteser in die Handhabung der deutschen Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWAA) unterwiesen. Diese sollten dann die Anlagen im Katastrophengebiet betreiben. Auf Grund der öffentlichen auch in Myanmar durch die Medien verbreitete Erklärung der Regierung internationale Hilfe stärker als bisher zuzulassen, wird die TWAA in Bogale nun von deutschen Helfern betrieben. [Q]

Zeitgleich zeigt China, dass es auch anders gehen kann. Die Volksrepublik hat direkt internationale Hilfe angefordert und stellt über ihre staatliche Fluggesellschaft sogar kostenlose Flugkapazitäten zur Verfügung. Es mag bei dieser offensiven Organisation auch nicht wundern, dass das SEEWA-Team, das gestern mit Gerät nach China geflogen ist, dort schon die Einsatzräume mitten im Katastrophengebiet zugewiesen bekommen hat. Ohne große Zeitverzögerung wird dort, unter anderem in der Nähe eines Feldlazaretts des DRK (Deutsches Rotes Kreuz), die Produktion von frischem Trinkwasser beginnen können. [Q]

Da das THW eine deutsche Organisation ist, wird das Wasser dabei den deutschen Vorschriften entsprechen. Ein mitgeführtes Trinkwasserlabor wird dafür das produzierte Wasser ständig auf seine Bestandteile überprüfen. Diese ganzen Arbeiten erfolgen in der Mehrzahl durch die ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks, die von heute auf morgen ihren Arbeitsplatz und ihre Familie für einige Wochen verlassen haben, um den Menschen in Myanmar zu helfen. Entsprechend erfreulich ist es, die beiden Teams im Einsatz zu sehen.

Deutsche Hilfe in Myanmar.

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Gestern ist das Gerät der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in Myanmar angekommen und wurde, wie auf dem Bild zu sehen, in Rangun aus dem Flugzeug entladen. Aktuell scheint man noch, in engem Kontakt mit der UN und den anderen Hilfsorganisationen vor Ort, die Optionen und Möglichkeiten für einen Einsatz in der Krisenregion abzustimmen. Eine Übergabe der Trinkwasseraufbereitungsanlagen ist ganz sicher nicht vorgesehen, denn für die ordnungsgemäße Bedienung dieser Geräte braucht man Spezialisten und auch die THW-Experten sind für diese Aufgabe in entsprechenden Lehrgängen ausgebildet worden. Auch kann ein sinnvoller Einsatz der Maschinen nur im Katastrophengebiet, in räumlicher Nähe zu den versorgenden Menschen selbst, erfolgen. Von den siebzehn Leuten des THW sind übrigens zwei als Logistiker dem WFP (World Food Programm) zugeteilt. [Q]

Das Flugzeug, eine gecharterte Illjuschin 76, hatte neben dem Gerät des Technischen Hilfswerks, unter anderem sechs Trinkwasseraufbereitungsanlagen, auch Material der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser-Hilfsdienstes an Bord. Mit dem Team des THW, die schon am 13. Mai aufgebrochen waren, flog auch Botschafter von Alvensleben, der vom Bundesaußenminister Steinmeier als Sondergesandter für Humanitäre Hilfe nach Myanmar entsandt wurde. Dort soll er gemeinsam mit den Hilfsorganisationen dafür zu sorgen, dass die deutsche Hilfe schnell in die Katastrophengebiete gelangt. Steinmeier: „Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe wird noch viel mehr Hilfe benötigt. Deutschland ist dazu bereit.“ [Q] Die Frage, ob man uns lässt, ist aber leider noch offen.

Derweil läuft die Hilfe aus Deutschland für die Katastrophenopfer in Myanmar weiter: ein zweiter Flug des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) ist indessen via Kalkutta nach Rangun unterwegs. An Bord sechs TWAs (Trinkwasseraufbereitungsanlagen), die in Myanmar vom myanmar’schen Roten Kreuz betrieben werden sollen – unter Aufsicht eines schon vor Ort befindlichen Mitarbeiters aus Deutschland [Q]. Mit deutscher Unterstützung sind auch Malteser International, die Deutsche Welthungerhilfe, Ärzte ohne Grenzen, ADRA, humedica und World Vision in Myanmar aktiv.

Die Bundesregierung unterstützt, unter anderem auch die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen, aktuell mit 4 Millionen Euro. Geld, das meiner Ansicht nach auch bei den Betroffenen ankommen wird. Viele Deutsche haben ja Angst davor zu spenden, da sie befürchten das Geld könnte der Junta in Myanmar zugute kommen und diese würde sich daran bereichern. Doch man spendet ja auf kein Konto der Militärregierung, sondern auf Konten bekannter Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel die oben genannten – und diese bringen Hilfsgüter ins Land und arbeiten vor Ort mit ihnen schon bekannten Organisationen zusammen. Ich für meinen Teil habe wenig Sorge, dass die Hilfe nicht auch bei den Bedürftigen ankommt – wenn auch leider aktuell nicht schnell genug und nicht in ausreichender Menge. Aber jede Schüssel Reis und jede Flasche Wasser mehr im Katastrophengebiet kann schon Leben retten.

Deutsche Hilfe für Myanmar unterwegs.

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Der deutsche Beitrag zu den Hilfeleistungen in Myanmar ist angelaufen. Der Einsatz der Trinkwasserspezialisten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, die meisten von ihnen ehrenamtliche Helfer, hat begonnen: sie sind gestern abend gestartet, wie es auf der THW-Seite nachzulesen ist. Ein Einsatz, der mit aktuell 600’000 € vom Auswärtigen Amt finanziert wird [Quelle]. Gelder, die über die Männer und Frauen, die vor Ort mit ihren Trinkwasseraufbereitungsanlagen praktische Hilfe leisten werden, direkt den Opfern bzw. Leidtragenden zu Gute kommen. Wollen wir hoffen, dass auch weitere Hilfe möglich sein wird.

Wer wissen will, wie die aktuelle Lage vor Ort ist, der findet im Netz hier die aktuellen Situations-Report von OCHA und von MapAction gibt es hier aktuelle Karten des Katastrophen-Gebietes.

Written by Rabe

13. Mai 2008 at 15:10