RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

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Und die Juden sind mal wieder die Bösen …

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Ob der Angriff Israels auf die Schiffe gerechtfertigt war oder nicht kann man diskutieren, aber wenn man sieht, wie der Antisemitismus diese Aktion nutzt um sein widerwärtiges Haupt zu erheben, dann kann einem nur schlecht werden. Im Internet wird zum Judenhass und zum Völkermord aufgerufen sowie Hitler zustimmend zitiert als auch beklagt , dass nicht alle Juden im Dritten Reich vergast wurden – an Widerwärtigkeit und Menschenverachtung kaum zu überbieten und ausreichend, um den Rest des Tages mit Würgereiz vor dem Porzellan zu verbringen.

Entsprechende Beiträge findet man zum Beispiel bei Facebook und bei Twitter. Aufmerksam geworden bin ich darauf durch einen Artikel des Blogs „Tapfer im Nirgendwo„.

Ich komme aber nicht umhin beim Lesen der Hetzschriften auf Facebook festzustellen, dass es sich dem Namen nach vornehmlich (nicht ausschließlich) um Personen mit Migrationshintergrund handelt. Und viele von ihnen sollten sich dringend eine Tüte Deutsch kaufen – das hat mir auch sehr gehilft.

Wer diese Haltung und diese Äußerungen nicht einfach hinnehmen möchte, den möchte ich auf die Facebook-Gruppe „Gegen die Verherrlichung Hitlers, nach der Militäraktion Israels !!!“ aufmerksam machen.

Wer jetzt auch noch meint, dass wir als Deutsche uns ja nur nicht trauen etwas gegen Israel zu sagen, weil wir uns ja immer noch in Schuldgefühlen suhlen, dem sei ein Artikel über die Ausschwitz-Keule empfohlen, der hier zu finden ist.

Und um die doch recht einseitige Berichterstattung unserer Massenmedien mit Schuldzuweisung in Richtung Israels etwas zu relativieren hier eine etwas andere Sicht auf die Dinge und ein interessanter Blogeintrag hier. Währenddessen verweigert übrigens die Hamas die Annahme der Hilfsgüter, die durch Israel auf den Landweg nach Gaza geliefert werden [Q].

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Foto-Empfehlung #004

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Der  Fotograf Gerald Berghammer aus Wien bietet in seinem Portfolio eine breite Palette an Genres, von denen mich vor allem seine Landschafts- und Naturaufnahmen (in der Mehrheit in Schwarz-Weiß) begeistern. Ebenso überzeugen darüber hinaus seine Fotos aus Beijing, Russland, der Mongolei, Indonesien, Afrika und dem Jemen. Dabei stellen die Menschen in ihrem (Lebens-)Umfeld, uninszeniert und während ihren Tätigkeiten eher zufällig eingefangen, immer wieder ein interessantes Motiv dar. Durch die Menschen im Kontext zu ihrem Lebensraum offenbart er eine persönliche Sicht auf die Länder und Menschen, die er bereist. Reisen, die man in seinen Galerien nacherleben kann:

http://geraldberghammer.com/

Written by Rabe

1. März 2010 at 18:06

Foto-Empfehlung #003

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Die Fotos der Fotografin Sabine Schönberger sind erotisch, ohne den üblichen bzw. verbreiteten Fotos des Genres Akt zugehörig zu sein. Sie lassen Raum für die Phantasie und für Stimmungen über die reine fotografische Perfektion hinaus, wenn Sie Menschen in Szene setzt. Jedes Bild scheint seine eigene Geschichte zu erzählen und entführt den Betrachter in eine andere Welt. Lasst Euch von ihren Fotos verzaubern:

http://www.sabine-schoenberger.de/

Written by Rabe

27. Februar 2010 at 19:27

Herausforderung Menschen zeichnen.

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Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass meine Söhne schon echt gut zeichnen können und in ihren Genen das  Zeichentalent durch schlägt. Es ist aber auch schon immer gefördert worden, nicht zuletzt durch ihren Opa. Während ich vor vielen Comics nur andächtig die Zeichnungen betrachtend sitze und sich ein Sabberfaden von meinem Mundwinkel abseilt, weil ich auch gerne so zeichnen können würde, geht mein Ältester das Thema indessen aktiv an.

Nachdem er schon zu Weihnachten ein Buch bekommen hat, wie man Mangafiguren zeichnet, hat er jetzt zum Geburtstag eine ähnliche Anleitung erhalten – aber dieses Mal für Figuren aus den Comics von Marvel. Ich meine es wäre das hier. Ehrlich gesagt ein Stil, der mir persönlich mehr zusagt. Ich hoffe nur, dass Niemand meinen Speichelfaden bemerkt hat, als ich das Buch mit bewunderndem und neidischem Blick durchgeblättert habe.

Berufsbedingt kann ich recht gut Gebäude zeichnen und kenne mich ganz gut mit Perspektiven (so mit einem bis mehreren Fluchtpunkten) aus. Aber Menschen *seufz* das ist die hohe Kunst. Ich könnte also nur resigniert in der Ecke hocken und weiter die Zeichnungen bewundern – oder ich fange einfach an zumindest ansatzweise Personen in Skizzen und Zeichnungen festzuhalten. Und vielleicht wird auch ein Comic-Stil draus. Es ist ja nicht meine Intention einen ganzen Comic zu zeichnen. Es geht mir um die Personen.

Dabei werde ich mich aber erst mal gedanklich von den Comics, die hier bei mir so rumliegen (Batman, Fafhrd und dem grauen Mausling, etc.) trennen müssen. Eine eigene Sprache zu entwickeln, eine eigene Arbeitsweise und eine eigene Ästhetik sind die Grundlage, während ich auch hier wieder die Kunst des Weglassens („Less is more“) üben werde. Dabei werden die Schatten für mich die größte Herausforderung werden.

Ich mache es mir einfach: Foto ausgedruckt, Transparentpapier drüber und Bleistift zur Hand und mit schneller Hand skizzenhaft etwas rumprobieren. Et voilá: Die Zeichnung oben links ist als erster Versuch auf Grundlage der Charakterfotos von Askir herausgekommen und gefällt mir schon mal ganz gut. Für die endgültigen Zeichnungen werde ich aber die Tuschestifte (Rotring Rapidograph) ausgraben und flott machen – damit lässt sich sowas einfach viel besser machen.

Ich freue mich schon drauf und bin gespannt, was für Ergebnisse dabei rauskommen – und vor allem, auf was für weitere kreative Ideen mich das vielleicht bringt. Ich habe da schon die ersten Ansätze von Ideen das mit der Fotografie zu verbinden …

Written by Rabe

2. Februar 2010 at 17:43

Schöne neue Arbeitswelt: Ausbeutung in Deutschland.

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Ein Bericht über die Arbeitsbedingungen bei einem deutschen Lidl-Zulieferer, bei dem mir einfach die Worte fehlen. Aber es zeigt, dass die Spielregeln für die Wirtschaft dringend den veränderten Bedingungen angepasst werden müssen, denn der Mensch ist nicht für die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft für den Menschen da. Aber oftmals ist der Mensch nichts mehr wert, wenn das Geld winkt, und in der Mitte von Deutschland findet man menschenverachtende Arbeitsbedingungen, wie man sie eigentlich in Länder wie z.B. China vermuten würde – aber nicht bei uns. Lange Rede, kurzer Sinn: Unbedingt lesen –> „Unser täglich Brötchen„.

Written by Rabe

12. Januar 2010 at 21:24

Anfang vom Ende der Hilfe in Somalia !?

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Während in Somalia rund fünf Millionen Menschen hungern und auf Hilfe von Hilfsorganisationen angewiesen sind hat die islamistische al-Shabaah-Miliz den Helfern in ihren Gebieten ein Katalog vorgegeben, an die sich halten sollten – unter anderem eine Schutzgebühr von jährlich 40.000 Dollar. Nachdem die Helfer in Südsomalia immer öfter Opfer von Überfällen werden und sogar ein Hauptquartier des World Food Programme angegriffen wurde, musste die Welternährungsorganisation jetzt seine Arbeit einstellen. Darunter leiden wird die somalische Bevölkerung … [Q]

Written by Rabe

5. Januar 2010 at 18:30

Kinderarbeit aus der Mode?

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Wir alle wissen: Bis ein Kleidungsstück bei uns im Kleiderschrank hängt, hat es oft schon mehrere Tausend Kilometer kreuz und quer über den Globus zurückgelegt. Er führt von den Baumwollfeldern in Indien, Westafrika oder Usbekistan über die Spinnereien, Webereien, Färbereien und Textilfabriken in Asien oder Osteuropa. Die Zulieferer stellen Bekleidung und Textilien im Auftrag der Handelsunternehmen, Markenhersteller oder Boutiquen her. Dabei können bis zu 800 Zulieferbetriebe für ein Unternehmen arbeiten. An allen Stationen dieser „textilen Kette“ findet sich Kinderarbeit. Allein auf den Baumwollfeldern dieser Welt arbeiten mehr als eine Million Kinder.

Jedes siebte Kind auf der Welt ist ein arbeitendes Kind. Weltweit arbeiten mehr als 218 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren, anstatt regelmäßig eine Schule zu besuchen. Sie arbeiten auf Feldern und in Fabriken, nähen Fußbälle und T-Shirts, pflücken Baumwolle und Kakao, schürfen, graben oder schuften im Haushalt. Sie kämpfen im Krieg,  arbeiten im Bordell. Sie sind in Armut gefangen. Ohne Bildung haben sie keine Hoffnung auf ein Entkommen.

Der dänische Modedesigner und Unternehmer Peter Ingwersen zeigt, wie es anders geht. Er produziert, ohne die Arbeitskraft von Kindern auszubeuten. Ist ethische Mode ein Wegweiser für die Zukunft? Mehr im neuen Film der Welthungerhilfe: Hier.

Written by Rabe

5. Januar 2010 at 17:49