RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

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Völkermord – und Keinen interessierts.

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Israel geht seit etwa zwei Wochen gegen die Hamas im Gazastreifen vor, in dem ca. 1,5 Millionen Menschen leben, und es hat wohl ca. 750 Tote gegeben [Q]. Regierungschefs debattieren, Minister jetten vermittelnd um die halbe Welt, die UN macht mit Resolutionen Druck, die Presse überschlägt sich mit Berichten, die Blogger tippen sich die Finger wund und rund um die Welt gehen Menschen demonstrierend auf die Strasse.

Im Sudan sind in der Region Darfur (den Südsudan gar nicht eingerechnet) seit Beginn des Völkermords im Jahr 2003 schätzungsweise 400.000 Menschen umgekommen. Alleine 2,5 Millionen Menschen sind infolge des Konflikts als Flüchtlinge unterwegs. [Q] Doch fast Niemand interessiert sich dafür, wenn man überhaupt davon weiß; den Medien ist es maximal eine Randnotiz wert und ich kann mich an keine einzige Demonstration für die Opfer in Darfur erinnern.

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Während gerade viele Staaten darüber nachdenken bzw. anbieten mit Einheiten zur Friedenssicherung im nahen Osten aktiv zu werden, zeigt sich das Desinteresse der „Völkergemeinschaft“ an den notleidenden Menschen im Sudan durch die Friedensmission UNAMID. Seit einem Jahr soll die Friedenstruppe in der Region für Frieden sorgen, aber bisher hat sie noch nicht einmal 50% ihrer Sollstärke erreicht. Ein Schutz der Bevölkerung wird erst möglich sein, wenn mehr Nationen die Mission personell und materiell unterstützen – was aber scheinbar nicht in ihrem Interesse liegt.

Unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gestern vor einem neuen Krieg im Südsudan. und in den Nuba-Bergen. Vier Jahre nach dem Friedensabkommen, der 37 Jahre Krieg und Völkermord beendet hatte, ist das Abkommen noch immer nicht konsequent umgesetzt worden. Immer mehr Waffen werden in die Region importiert, während sich beide Parteien auf einen neuen Krieg vorbereiten. Derweil hat die sudanesische Regierung damit begonnen arabische Nomaden in Kordofan mit G3-Gewehren und Kalashnikows auiszurüsten. [Q]

2009-01-09-sudan01Der sudanesische Regierungschef, Präsident Omar Hassen el-Beshir, wird hinsichtlich der wohl nur kurz bevorstehenden Ausstellung eines Haftbefehls durch den internationalen Strafgerichtshof nervös. Täglich finden staatlich organisierte Demonstrationen gegen den Westen statt, bei denen es zunächst in erster Linie um den Krieg in Gaza geht, doch auf einer Demonstration wurde auch eine Liste von Orten verlesen, die westliche Ausländer gerne aufsuchen. Das sudanesische Aussenministerium teilte mit, dass die antiwestliche Stimmung noch eskalieren werde, sollte der Haftbefehl wegen Völkermord in der Region Darfur wirklich ausgestellt werden. Für den Fall, dass der Haftbefehl ausgestellt wird, rechnen Beobachter mit starken innenpolitischen Erschütterungen. [Q]

Erschütterungen anderer Art gab es diese Woche auch wieder in der Region Darfur, als die sudanesische Regierung Dörfer und Wasserbrunnen entlang eines Landstrichs von 200 Kilometer Länge bombardieren ließ. Diese Angabe der  Rebellengruppe „Bewegung für Recht und Gleichheit“ (JEM) wurde von Vertretern von Hilfsorganisationen bestätigt, die in der Nacht den Lärm von Luftangriffen vernommen haben. [Q]

Ob der Völkermord im Sudan endlich endet und eine Grundlage für eine friedliche Entwicklung des Landes gelegt wird, wird stark vom internationalen Druck abhängen.  Ob die Politiker, die sich derzeit stark im nahen Osten engageieren, jedoch auch soviel Engagement gegen den Völkermord in Afrika an den Tag legen wage ich zu bezweifeln. Interessant und vielsagend, dass auf der Homepage des Auswärtigen Amtes im Bereich „Darfur-Konflikt im Sudan“ der letzte Beitrag zu dem Thema scheinbar auf den 14. August 2008 datiert [hier].

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Written by Rabe

9. Januar 2009 at 23:11

Soziale Gerechtigkeit !?

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In den letzten Jahren ist die Weltwirtschaft gewachsen und Deutschland machte sich als „Export-Weltmeister“ einen Namen. Dabei wurde Geld erwirtschaftet (zumindest scheint das eine logische Schlussfolgerung zu sein). Aber ich habe Zweifel, ob davon die mittleren und kleinen Betriebe der Republik (unser Mittelstand) oder der normale Arbeiter* profitiert haben. Das Geld erwirtschafteten primär die global aufgestellten Firmen und damit die an ihnen beteiligten Aktionäre und die Geschäftsführer.

Zeitgleich sind die Kosten für Öl (und damit Sprit) und Lebensmittel auf dem Weltmarkt gestiegen. Jeder benötigt zum Autofahren Treibstoff und auch Nahrungsmittel sind für das Leben förderlich. Doch prozentual am monatlichen Gehalt gesehen ist es rein rechnerisch logisch, dass diese Kostensteigerungen gerade die geringer verdienenden Bevölkerungsschichten**, in erster Linie Familien, belastet. Das Einkommen der unteren Lohngruppen hat sich ergo im Verhältniss zu der Kostensteigerung und der Inflation in den vergangenen Jahren verringert.

Das Ergebnis ist, dass die Kluft zwischen den Einkommens- und Besitzverhältnissen in Deutschland weiter wächst. Es gibt politische Entscheidungen und gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahre, die diese Tendenz weiter zu fördern scheinen bzw. fördern. Damit einher geht ein geringeres Vertrauen der Bevölkerung in die Marktwirtschaft. Aus diesem Verfall des Glaubens an unser System der „sozialen Marktwirtschaft“ jedoch zerfällt auch der Glaube an das gesamte System und letztendlich ist die Gefährdung der sozialen Gerechtigkeit auch eine Gefährdung der Demokratie.

Im aktuellen „Global Wage Report“ berichtet die internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine  Sonderorganistation der UN, die einst zur Sicherung des Weltfriedens auf Grundlage der sozialen Gerechtigkeit gegründet wurde, dass Deutschland eines der Industrieländer ist, in denen die Schere zwischen den Einkommensklassen immer stärker auseinander klafft – während Frankreich es wohl geschafft hat diese Kluft wieder zu verringern.

2008-11-26-iloDer Report stellt fest, dass die Arbeiter nicht vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahre profitiert haben. Zwischen 1995 und 2007 sind für jedes Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die Löhne nur um 0,75 % gestiegen. In Abschwungphasen ist die Differenz noch stärker: für jedes Prozent Schrumpfung des BIP fielen die Löhne um 1,55 %. Der Reallohnzuwachs in Deutschland lag mit 0,51 % selbst im Vergleich mit anderen Industrienationen relativ niedrig. Somavia, Generaldirektor des ILO, warnt: „Wenn dieses Muster auf auf den gegenwärtigen Abschwung zutrifft, dann würde dies auf eine Vertiefung der Rezession und eine verspätete Erholung hinaus laufen“.

„Die Legitimität der Globalisierung und von offenen Volkswirtschaften und Gesellschaften hängt davon ab, dass wir zu einem fairen Ergebnis kommen“, sagt Somavia. „Ein zentraler Bestandteil dieser Fairness ist, dass erwerbstätige Männer und Frauen einen fairen Anteil des Reichtums erhalten, den sie erwirtschaften.“ [Q] Ein Bestandteil der Fairness in einer sozialen Marktwirtschaft, wie wir sie eigentlich in der Bundesrepublik haben, ist auch, dass sich jeder Teilnehmer am Markt seiner Verantwortung für den gesamten Markt und damit für alle Teilnehmer bewusst ist und entsprechend handelt.

Ziel der Wirtschaftspolitik sollte sein, dass nicht nur die „Oberschicht“ von wirtschaftlichem Aufschwung partizipiert, sondern auch die breite Masse der Bevölkerung. Gerade in einer Zeit, in der jeder über einen wirtschaftlichen Abschwung redet und damit diesen sicher auch ein gutes Stück herbei redet, stellt sich wieder einmal sehr laut die Frage, wie die soziale Gerechtigkeit in einer sozialen Marktwirtschaft realistisch und sinnvoll umgesetzt werden kann.

Eine interessante Frage, der ich mal auf der Spur bleiben werde …

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*Auch wenn es sicher anderslautenden Meinungen gibt bin ich überzeugt davon, dass auch ein Bankmanager arbeitet und damit zur arbeitenden Bevölkerung zählt. Ich habe aber Zweifel, ob die Erhöhung von Lebensmittelpreisen bei ihm prozentual zum Gehalt ein ebensolches Loch reißt wie beim Normalverdiener, der ein statistisches Mittel darstellt und ähnlich ist dem „normalen Arbeiter“, der bei einem kleinen Betrieb arbeitet und darauf hofft, dass sein Arbeitsplatz noch in einem Jahr existiert, weil er keine großen Rücklagen besitzt.

**Man kann natürlich jetzt sagen, dass es jedem freisteht sich höher zu qualifizieren und damit auch mehr Geld zu verdienen, aber das ist reine Theorie. Zum Einen ist höhere Qualifizierung, z.B. durch ein Studium, immer auch eine Zeit, die finanzierbar sein muss und dies, vor allem in Zeiten von Studiengebühren, nicht immer ist. Zum Anderen braucht die Wirtschaft auch einen gewissen Prozentsatz an geringer qualifizierten Arbeitskräften, z.B. Lagerarbeiter und die viel zitierten Müllmänner. Ich glaube nicht, dass ihre Arbeit weniger wichtig und wert ist, auch wenn sie einen geringeren Lohn erhalten.

Written by Rabe

26. November 2008 at 13:39

Fundstück 015: Food Force.

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Es liegt in deiner Hand, die Insel Sheylan zu retten und wieder aufzubauen.

http://www.food-force.com/de/

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„Im Indischen Ozean, auf der Insel Sheylan, ist eine schwere Krise ausgebrochen. Deshalb entsenden wir ein neues Team, um die Einsatzfähigkeit des World Food Programme vor Ort zu verbessern und Millionen hungriger Menschen mit Nahrung zu versorgen.“

Fundstück 012: Monopolis.

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2008-11-17-monopolisEin Fundstück, das so neu nicht ist und auch schon länger bei mir verlinkt ist, aber mit diesem Beitrag noch mal besonders hervorheben möchte. Es handelt sich um eine Seite, auf der kurz und knapp Daten zu weltpolitischen Mißständen und Situationen aufbearbeitet sind. Aufbereitet auf eine sehr verständliche und visuell erfassbare Weise. Aus vielen Quellen sind die Daten zusammen gesucht und gestellt worden, um eigentlich abstrakte Zahlen in eine schnell verständliche und begreifbare Darstellung zu verwandeln.

Besonders hervorheben möchte ich dabei die Rubrik „Dorf“: Wenn die Welt ein Dorf mit 1.000 Einwohnern wäre. Anhand dieses Beispiels wird deutlich gemacht, dass zum Beispiel 120 Einwohner Europäer sind, 132 Hindus dort leben, 32 Menschen Arabisch sprechen, nur 50% aller Frauen Zugang zu Verhütungsmittel haben, 600 Menschen ständig Hungern, 930 keinen PC haben und 75 Kinder schwer arbeiten müssen. Dies und mehr findet man auf:

http://www.monopolis.net/

Ergänzend gibt es auch vom Betreiber ein Globalisierungskritik-Weblog mit ständig aktuellen Infos der NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen), das sich mit Themen auseinander setzt, die vielen Beiträgen auf meinem Blog aus dem Bereich „Humanitäre Hilfe“ nicht unähnlich sind. Schaut einfach mal rein: Total Global.

Written by Rabe

17. November 2008 at 16:38

Deutschland: Das große Sterben.

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Erst die Banken, dann Opel, dann die anderen Autohersteller, dann die Zulieferer … und wer kommt als nächstes und fordert wegen falscher Entscheidungen finanzielle Unterstützung durch den Staat? Die Banken verursachen durch riskante Geschäfte eine internationale Finanzkrise und stürzen uns damit in eine neuen Rezession, kaum dass wir die alte Rezession überwunden glaubten. Die großen Betriebe schreien nach dem Staat, nachdem sie die vergangenen Jahren jede Einmischung des Staates in den Markt verteufelt haben. Jetzt aber soll der Staat – und damit wir mit unseren Steuergeldern – helfen, wenn die Gewinne schrumpfen. Aber wem soll bzw. will der Staat helfen? Der global aufgestellten Großindustrie, keine Rede von den Mittelständischen.

Seit Jahren schon ist die Rede davon, dass in Deutschland die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Es ist jedem bewusst, dass der Mittelstand, der als Motor unserer Wirtschaft und als wichtigster Arbeitgeber des Landes ständig hochgelobt wird, immer weiter schrumpft. Schon in der letzten Rezession, in der das Sterben der Mittelständischen Betrieben eingesetzt hat, habe ich mich öfter gefragt, warum es kein Entschuldungsprogramm, ein Hilfsprogramm, einen „Schutzschirm“ für diese Betriebe gibt. Auch jetzt wird nur von Hilfsprogrammen für die Großindustrie gesprochen, die kleinen Betriebe werden wieder sich selbst überlassen – und das große Sterben wird weitergehen.

Ich bin ja so gar kein Fan von Lafontaine, aber als er vor Jahren kurz Finanzminister war wurde er ausgelacht wegen seiner Forderungen nach einer Erhöhung der Binnennachfrage, da dies im Zeitalter der Globalisierung und des Wirtschaftsliberalismus als veraltetes Konzept galt. Heute jedoch muss ich mich fragen, ob eine höhere Binnennachfrage nicht der ganzen Wirtschaft genutzt hätte bzw jnutzen würde. Doch an Maßnahmen, damit der normale deutsche Bundesbürger mehr Geld in der Tasche hat und sich ergo mehr kaufen kann, mangelt es weiterhin. Stattdessen stützt man die Großbetriebe, die durch Managementfehler anderer global agierender Unternehmen einen finanziellen Engpass haben. Da geht es ihnen grundsätzlich nicht anders, als der Mehrheit der Bevölkerung.

Auch die Maßnahme die Besteuerung von Kraftfahrzeugen nach der CO2-Belastung und die Förderungen bei Kauf eines Neuwagens halte ich für verfehlt. Diese Maßnahmen sollen den Absatz von Kraftfahrzeugen fördern, bezieht sich aber auf Neuwagen – und wer kauft sich schon einen Neuwagen? Das sind die Betriebe, für die sich ein Neuwagen steuerlich eher lohnt als der Kauf eines Gebrauchwagens. Der normal verdienende Deutsche wird davon jedoch nicht profitieren bzw. sich deshalb wohl eher nicht für den Kauf eines Neuwagens entscheiden, sondern sich weiter auf dem Gebrauchtwagenmarkt umschauen. Da hätte eine Besteuerung der Kraftfahrzeuge nach dem CO2-Ausstoß wahrscheinlich mehr gebracht und auch direkt noch positive Auswirkungen für den Klimaschutz gebracht.

Und wenn ich gerade dabei bin die Autoindustrie zu verreißen mache ich direkt weiter: Im Rahmen der Absatzkrise wurde auch die Beschwerde publik, dass auf Grund der staatlichen Umweltauflagen hinsichtlich des Schadstoffausstoßes und des Treibstoffverbrauchs nun höhere Forschungskosten auf die Automobilhersteller zugekommen sind und diese ihren Teil zur aktuellen Krise beitragen würden. Ich bin ja kein Experte, aber selbst mir war schon vor über zehn Jahren klar, dass die Schadstoffbelastung und der Verbrauch der Autos gesenkt werden muss – und hätte dann auch entsprechend geforscht. Dass die Autoindustrie lieber weiterhin PS-Boliden auf den Markt geworfen hat und sich nicht um den Verbrauch und damit die Finanzierbarkeit der Mobilität durch den Normalverdiener gekümmert hat kann nur jetzt schlecht dem Staat vorgeworfen werden.

Es wird aber wohl so kommen, wie es immer kommt: Die Großindustrie erhält weitere Vorteile, um möglichst unbeschadet über die Krise zu kommen und die Manager werden trotz ihrer Fehlentscheidungen ihr Vermögen mehren. Zeitgleich setzt beim Mittelstand und bei den Kleinbetrieben das große Sterben wieder ein, was sich unmittelbar auf die Binnennachfrage auswirkt und damit auch auf die Arbeitsplätze.  Auch wenn der Mittelstand sicher mit der Großindustrie verflochten ist, so hat es während der letzten Rezession dem Mittelstand auch nicht spürbar genutzt, dass Deutschland Export-Weltmeister war. Es bleibt dabei: Es wird wohl wieder einmal lediglich reagiert und ein allumfassendes Konzept, das auch nachhaltig wirkt, weder erarbeitet noch realisiert wird. Wobei ich hoffe mich in diesen Punkten zu irrren.

Ein bisher jedoch in der Presse zumindest von mir nirgendwo gesichteter Punkt bringt uns von der Situation in Deutschland zum Weltmarkt. Ich denke wir können den Konsens treffen, dass wir uns im Zeitalter der Globalisierung befinden und die Märkte zusammen hängen – unabhängig davon, ob man das gut findet oder nicht. Aus globaler Sicht ist jeder Industriestaat derzeit wohl bestrebt seine Wirtschaft durch Hilfsgelder zu stützen. Sofern diese ohne Gegenleistung erfolgen (und diese Leistungen sehe ich gerade nicht) sind das Subventionen – und damit Gift für den Weltmarkt. Gerade die Entwicklungsländer werden darunter zu leiden haben, denn diese dürfen, wenn sie der WTO angehören, ihre heimische Wirtschaft nicht subventionieren bzw. können im Land selbst produzierten Produkte nicht so günstig anbieten wie die subventionierten Produkte aus den Industrieländern. Die Folge könnte eine Vergrößerung der Armut in der dritten Welt sein, durch die auch der Welthunger ansteigen wird.

Es bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten und mit kritischem Blick zu beobachten. Und/Oder wir verhalten uns antizyklisch, um die Binnennachfrage und damit die heimischen Wirtschaft zu stärken – zumindest soweit man dazu in der Lage ist. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe darauf, dass ich mein Pessemismus sich nicht erfüllt.

Written by Rabe

17. November 2008 at 11:01

3sat: Thementag Afrika.

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Hier hatte ich es schon angekündigt, aber dieser Beitrag noch mal als Erinnerung: Heute läuft auf dem TV-Sender 3sat unter dem Motto „Echt Afrika“ den ganzen Tag Berichte, Dokumentationen und Filme über das Leben und Sterben in Afrika. Kulturelles und Hintergründiges über den schwarzen Kontinent. Einem Kontinent, der in den Augen der meisten Europäer rückständig war und ist, doch zeitgleich die Wiege der Menschheit darstellt.

Wie wenig man über andere Kulturen, früher und heute, weiß, habe ich gestern mal wieder erkennen müssen. Zufällig habe ich (krank im Bett liegend) in eine Dokumentation reingezappt, die sich mit dem Leben des afrikanischen Volksstammes der Himba beschäftigte. Ihre Lebensfreude, die sie trotz der widrigen und für uns Europäer kaum nachvollziehbaren Lebensweise, haben, hat mich fasziniert. Ein Volk, dessen Kultur und Tradition jedoch auszusterben droht.

Aus dem Grund bzw. aus den Erfahrungen bin ich sicher, dass man heute auf 3sat viel Neues und auch Überraschendes über Afrika und seine Bewohner erfahren kann. Mehr über das Programm am heutigen Tag findet man bei 3sat.

Written by Rabe

22. Mai 2008 at 08:23

Echt Afrika.

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Donnerstag, 22. Mai 2008 auf 3sat.

„Arm, chaotisch, krisengeschüttelt – die Assoziationen zu Afrika beziehen sich meist auf eine Negativwahrnehmung des Kontinents als Ganzen. Dabei ist Afrika vielfältig und vielgesichtig. Mit dem Thementag „Echt Afrika“ begibt sich 3sat 24 Stunden lang auf Entdeckungsreise in einen oft verkannten Teil der Erde. Dokumentationen, Magazine und Filme laden ein, den Kontinent mit anderen Augen zu sehen.“

Dieser Thementag bei 3sat über den Kontinent Afrika beinhaltet auch um 21.00 Uhr den preisgekrönten Film „Darwins Alptraum„. Es ist „eine Geschichte über Menschen im Norden und Süden, über Globalisierung … und über Fische.“ Aber auch die anderen Beiträge klingen interessant; interessant genug, dass ich sicher eine gute Zeit des Tages vor dem Fernseher verbringen werde. ;)

Written by Rabe

19. Mai 2008 at 11:47