RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Ein paar Gedanken zum Projekt 52.

with 4 comments

Wie der fleißige Leser meines Blogs ja sicher mitbekommen hat, mache ich auch dieses Jahr wieder am Projekt 52 mit. Dazu gehört für mich auch, dass ich nur Bilder ins Netz stelle, die den Ansprüchen an mich und an meine Fotos genügen. Es gehört dazu, dass man sich mit den anderen Teilnehmern vergleicht und misst, um sich dadurch zu verbessern. Ebenso zählt dazu, dass man seine eigene Kreativität schult und sich bemüht mit seinen Figuren etwas Besonderes zu schaffen.

Dabei hilft einem natürlich schon die Auswahl einer guten Figur, wobei ich da einfach Glück gehabt habe. Man kann dabei auch Pech haben und die Figur ist in den Themen nur schwer umsetzbar. Doch wundert mich dabei die, zumindest subjektiv von mir so wahrgenommene, Plüschtierschwemme. Gerade wenn man jetzt noch zum Projekt hinzu kommt sollte man das meines Erachtens besser sein lassen und sich eine Figur bzw. ein Objekt suchen, das es noch nicht gibt.

Bei vielen Fotos fragt man sich auch, warum das Objekt bzw. die Figur überhaupt auf dem Bild ist. Es steht in keinem Zusammenhang mit dem Bildinhalt oder der Bildaussage und man weiß: Sie ist nur drauf, weil sie wegen den Projektvorgaben drauf sein muss. Ungeachtet dessen, dass das Foto vielleicht ohne das Objekt besser ausgesehen hätte. Fotos sind nicht nur plattes Abbild einer Wirklichkeit, sondern können Geschichten erzählen – und gerade das diesjährige Projekt 52 bietet sich doch dafür an.

Generell scheinen etliche Fotos gemacht worden zu sein ohne darüber nachzudenken und nur, weil man ja einen Beitrag machen muss. Ich glaube viele Teilnehmer hätten sich lieber etwas mehr Zeit genommen für ihre Kreativität und das Thema nachgereicht, als so auf Druck irgendein Ergebnis zu erzielen. Anders kann ich mir nicht einen Flecken Schnee im Garten erklären, auf das einfach das Objekt gepflanzt wurde. Oder die vielen Plüschtiere, die einfach im Schnee sitzen und sich den Allerwertesten ab frieren. Ebenso die vielen Figuren, die am Fenster sitzen und hinaus schauen. Spätestens nach dem zehnten Motiv dieser Art sollte man doch vielleicht mal überlegen, ob man Nummer 11 und 12 sein möchte.

Vielleicht ist es aber gut, dass es diese Beispiele gibt, weil dann die guten Fotos bzw. Fotoserien besonders aus der Masse heraus stechen. Ich bin bei meinen Betrachtungen der Ergebnisse besonders auf fünf Teilnehmer gestoßen, deren Fotos und Einfälle mich begeistert und berührt haben und ich jedem mit ihren Figuren nur ans Herz bzw. ans Auge legen kann: Woody, Little pink Monster, Stainboy, Stormtrooper und Ákunin.

Meine Beiträge findet man übrigens auf meinem Photoblog oder bei FlickR.

P.S. Auch wenn es jetzt sein kann, dass ich mir nicht viele Freunde gemacht habe, so spiegelt dieser Beitrag meine subjektive Wahrnehmung und Meinung wieder. Vielleicht erkenne ich auch in vielen Fotos die Kreativität einfach nicht – das kann ich nicht ausschließen. Aber vielleicht versteht man meinen Artikel ja auch für einen Aufruf nach mehr Kreativität. Wer weiß – vielleicht werde ich es ja durch die Kommentare erfahren ;-)

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Written by Rabe

31. Januar 2010 um 10:47

Veröffentlicht in Fotografie, Kunst und Kultur, Projekt 52

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4 Antworten

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  1. Ich kann Deine Gedanken durchaus nachvollziehen, auch mir kam dies schon in den Sinn beim durchschauen diverser Blogs.

    Ich will wirklich nicht behaupten, dass meine Fotos die kreativsten Umsetzungen beinhalten, aber ich glaube doch, dass ich wenigstens ein bisschen von den ueblichen Umsetzungen abweiche, auch wenn mir meine Bilder vom fotografischen Standpunkt nicht immer 100% gefallen, aber da ich gerade erst mit dem fotografieren angefangen habe, hoffe ich mich da noch verbessern zu koennen.

    Ich werd mir jetzt mal Deine Fotos anschauen gehen.

    Lg, Tina

    Tina

    31. Januar 2010 at 15:50

  2. Dem kann ich voll zustimmen. Klar, kann es mal passieren, dass man ein Motiv wählt, welches irgendwo in anderer Form nochmal auftaucht, dafür machen einfach viel zu viele Leute mit. Aber ständig das gleiche zu sehen und dann teilweise auch noch sehr…hingeklatscht, ist schon sehr schade. Für gute Ideen braucht man schließlich keine superteure Kamera (aber ich will eine – wääääh!).

    Ich werde jedenfalls weiter versuchen nicht den einfachsten Weg zu gehen, sondern ein bisschen um die Ecke zu denken oder zumindest eine gute Geschichte dazu zu finden. Soll schließlich spannend bleiben.

    Ach und danke für die Erwähnung, freut mich wirklich (!!!) sehr. :)

    Eileen

    31. Januar 2010 at 17:17

  3. Ich unterschreibe Deinen Beitrag sofort. Es sind wirklich viele Leute dabei, die sich nicht wirklich viel Gedanken machen, bei denen es an Kreativität mangelt.

    Umso mehr freut es mich, dass die Story mit meinem Ákunin gut ankommt. :-)

    Durch diese Figur sind meine Beiträge kreativer und einfallsreicher als letztes Jahr. Da habe ich öfters einfach nur Bilder aus meinem Archiv verwendet um dabei zu sein. Diesmal ist das zum Glück nicht so, die Kreativität wird (für mich persönlich) durch die Bedingung der Figur gefördert. Zudem habe ich, wie Du sicherlich auch, einen höheren Anspruch an mich und die Umsetzung der Themen, als manch andere. Zur Verteidigung muss man aber auch sagen das viele Nicht-Fotografie-Blogs dabei sind. Aber von Bloggern die fotografieren erwarte ich auch mehr Kreativität als bisher gesehen.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass viele Leute diese Kritik lesen und sich eventuell auch zu Herzen nehmen um kreativ zu werden oder noch kreativer zu sein.

    LG Alexander

    Alexander

    31. Januar 2010 at 17:55

  4. hey, bin grad erst rüber gestolpert, dankeschön :)
    lieben gruß,
    pia

    Pia

    22. Februar 2010 at 19:20


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