RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Internet-Freaks vor dem Karren der Kinderpornografie!?

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„Lassen Datenschützer und Internet-Freaks sich vor den Karren der Händler und Freunde von Kinderpornografie spannen? … der Chaos Computer Club und seine Mitstreiter wittern in dem Verfahren einen Generalangriff auf ihr Goldenes Kalb: das Internet als antibürgerliche Gegengesellschaft, das nach dem Willen so manchen Nerds tunlichst ein rechtsfreier Raum bleiben soll. „Strafverfolgung im Netz? Will ich nicht“, schreibt ein User.  Wer einmal anfängt, Inhalte im Netz zu blockieren, so die Schreckensvision, der schrecke bald auch nicht mehr vor der Sperrung illegaler Musikdownloads oder Glücksspielseiten zurück. Dass Ursula von der Leyen unablässig versichert, dass sie all das „überhaupt nicht interessiert“ und für die Sperrung weiterer Inhalte ein ganz neues Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden müsste, interessiert wiederum die Datenschützer nicht. Sie sorgen sich stattdessen um User, die „aus Versehen“ auf eine gesperrte Kinderporno-Seite gelangen und deren IP-Adresse, also die Kennung ihres Computers, dabei gespeichert werden könnte. …“

Über nothingelse89 bin ich auf den Artikel „Meinungsfreiheit für Kinderpornos“ aufmerksam geworden, der am vergangenen Donnerstag in der EMMA erschienen ist  Man kann über die Thematik und die Gewichtung von Datenschutz und Informationsfreiheit bzw. Sicherheitsbedürfnis und Zensur sicher unterschiedlicher Meinung sein, aber dieser Artikel ist primär polemisch wider die Gegner der Internetsperren und hat mit sachlicher Argumentation wenig zu tun.

Eine sachliche Diskussion würde voraussetzen, dass man seinen (politischen) Gegner trotz der unterschiedlichen Ansichten in Sachfragen dennoch respektiert. Das kann ich hier aber nicht erkennen, wo die Unterzeichner der Petition und damit die Gegner der Internetsperre als Nerds betitelt werden, die nur ihre illegalen Musikdownloads und Glücksspiele gefährdet sehen. Sie nutzen illegale Inhalte und wollen daher das Netz als Raum, in dem alles erlaubt ist, für ihre fast-kriminellen Machenschaften vor „bürgerlicher“ Kontrolle bewahren. Damit, so liest sich für mich der Artikel, werden sie automatisch zu Komplizen von Kinderschändern. Aha. Als Vater von zwei Kindern kann ich gerade nur fassungslos den Kopf schütteln.

Weiterführende Informationen und Meinungen: Blogeintrag von Computerbilly | Offener Brief an die EMMA

Als Empfehlung noch einen guten Artikel darüber, wie das Gesetz zur Internetsperre in unsere durch das Grundgesetz verbrieften Rechte als auch in die Gewaltenteilung des Staates eingreift bzw. diese aushebelt: „Der letzte Tag„.

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