RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Zensur durch Bing.

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Bing, die Suchmaschine von Microsoft, ist online und bietet, neben schönen Hintergrundbildern und einigen Features, wie Vorabansichten der Webseiten und einer Bildersuche im gleichen Fenster, einige Neuerungen und Verbesserungen gegenüber Google. Ganz nett – bis ich mich heute etwas über Aktfotografie informiert habe und die auf der entsprechenden Seite bei Wikipedia vorgefundenen Namen von Fotografen bei Bing eingegeben habe. Und bei einigen Fotografen erscheinen keine Bilder, sondern nur die Aussage „Die Suche Petter Hegre kann jugendgefährdenden Inhalt zurückgeben. Ändern Sie Ihre Suchbegriffe, um Ergebnisse zu erhalten.“ [Link]

Ergo zensiert Microsoft mit Bing einige Webseiten – wobei man so inkonsequent ist die Bildersuche bei einigen anderen Aktfotografen zuzulassen. Zudem bin ich über 18 Jahre alt und halte mich auf Grund von immer geringer werdender  Jugend für nicht gefährdet. Während das Grundgesetz im Artikel 5, Absatz 3 ohne Vorbehalte die Freiheit der Kunst gewährleistet muss ich entdecken, dass durch Microsoft meine Suchanfrage zensiert wird und fühle mich in meiner Informationsfreiheit eingeschränkt.

Bei Google ist die Suche nach Bildern von Petter Hegre übrigens kein Problem [Link]. Da ich an meinen Freiheiten hänge und mir nicht durch ein globales Privatunternehmen wie Microsoft vorschreiben lassen möchte was ich sehen darf und was nicht werde ich Bing nicht weiter nutzen. Keine Chance der Zensur!

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Written by Rabe

8. Juni 2009 um 20:40

2 Antworten

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  1. Im Hause von der Leyen wird Bing bestimmt schon fleißig genutzt. :)
    Aber auch China hat [URL=http://www.zeit.de/online/2009/25/china-firewall-gruenerdamm]Pläne[/URL], um seine unmündigen Kinder von bößen Internetseiten zu beschützen…
    Nicht, das das überrascht, was mich allerdings beunruhigt, ist die zunehmende Häufigkeit, mit der verschiedene Institutionen versuchen, Internetzugriffe zu zensieren: Bing, Onlinesperren bei uns, Software für China…
    Es kommt mir vor wie ein schleichender Prozess, der von allen Seiten an unserer Freiheit zu nagen scheint.
    Ein Prozess, der keinen Kompromiss kennt und der darauf abzielt, für uns zur Gewohnheit zu werden. Ist das erstmal erreicht, ist es vorbei mit der Freiheit der Informationen.
    In diesem Sinne: wehret den Anfängen…

    Seppelsche

    10. Juni 2009 at 12:59

  2. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. In welcher Zeit lebt Microsoft denn? Wie verklemmt muss ein Laden sein, der sogar ganz „normale“ Aktfotos sperrt? Und wieviel weiß dieser Laden über Freiheit und Demokratie, dass er überhaupt etwas sperrt?

    Auf den ersten Blick hat mir Bing gefallen, jetzt ist die Zensur(ch)-Maschine – bingggg – wieder aus meinen Favoriten gelöscht.

    Norbert

    11. Juni 2009 at 10:51


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