RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

„Ghosts of Rwanda“

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Nach dem Filmbeitrag „Die Todesreiter von Darfur“ zum Völkermord in Darfur hier der nächste Beitrag, der das Thema Afrika und Völkermord durch Bilder weiterführt. Bei „Ghosts of Rwanda“ handelt es sich um eine Dokumentation über den Völkermord in Ruanda, dem vom April bis Juli 1994 ca. 800.000 bis 1.000.000 Menschen zum Opfer fielen. In etwa 100 Tagen wurden ca. 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi getötet – und mit ihnen die moderaten Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligen wollten. Ein Völkermord, bei dem die Weltgemeinschaft zugeschaut hat, während die nicht zum Eingreifen authorisierten UN-Blauhelme tatenlos zusehen mussten. Beim Versuch zumindest einige Menschen zu retten haben die Blauhelme damals mehrere Soldaten verloren. Die folgende Dokumentation aus dem Jahr 2004 berichtet von dem Ablauf des Völkermords und lässt Zeugen der Ereignisse zu Wort kommen.

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Written by Rabe

23. Januar 2009 um 22:53

3 Antworten

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  1. Ich muss über diese erschreckenden Themen mal noch genauer recherchieren, denn eine Frage drängt sich mir da immer wieder auf: Woher haben diese Gruppen / Regierungen / Banden ihre Waffen und Munition? Wo werden diese hergestellt? Werden die auf legalem Wege geliefert oder sind das alles irgendwelche illegal verkauften Restbestände aus Sowjet-Zeiten oder werden die irgendwo geklaut? Tragen die Länder, die diese Waffen und Munition produzieren und liefern lassen (wenn das der Fall ist), nicht eine gehörige Mitschuld an dem Leid dieser Menschen? Sind solche Konflikte dann moralisch zwar zu verurteilen, aber auf keinem Fall wichtiger zu bewerten als unsere Wirtschaft, mal provokant gefragt?

    Im Falle Ruanda waren es, soweit ich weiß, hauptsächlich Macheten aus chinesischer Produktion. Gab es deshalb irgend eine diplomatische Auseinandersetzung mit China?
    Wie sehen eigentlich die Gesetze für Waffenlieferungen in Deutschland oder der EU aus?
    Denn es wäre sicherlich der allergrößte Hohn, wenn in unserem Land irgend jemand nach einem militärischen Einschreiten schreien würde, hätten wir denen zuvor noch die Waffen verkauft oder protestlos geduldet, dass irgendwelche unserer Wirtschaftspartner diese Waffen liefern…

    Der geneigte Waffenlobbyist würde jetzt sicher einwenden, dass es doch egal ist, ob wir in diese Länder Waffen liefern oder nicht, da diese Menschen ihre Kriege so oder so führen würden. Aber ich denke mal, dass es schon ein Unterschied ist, ob ein Dorf in Dafur mit Speeren und Knüppeln angegriffen wird oder einfach aus der Lüft bombardiert wird…

    Aber vielleicht kann mir hier ja jemand Antworten auf meine Fragen geben..

    Seppelsche

    26. Januar 2009 at 09:17

  2. In Ruanda wurden die „Milizen“ in erster Linie mit Macheten ausgerüstet, die schon lange zuvor geliefert und gelagert wurden. Woher sie kamen weiß ich jedoch nicht.
    Simabwe hat aber vor einigen Monaten eine Lieferung mit Waffen aus China bekommen (habe dazu auch in meinem Blog einen entsprechenden Beitrag).
    Wirtschaftsinteressen gehen in der Welt vor Menschenrechte oder Friedenswillen – das lässt sich hier wie so oft feststellen.
    Wer sich übrigens mal mit dem Thema der Landminen auseinandersetzt, wird das noch viel bewusster erkennen. Vor allem wen man sieht, wo diese so produziert werden und wo sie dann landen …

    RabenZeit

    26. Januar 2009 at 12:15

  3. Vergesst nicht, heute ist der internationale Gedenkstag für die Opfer des Genozids in Ruanda.
    Give a praise!
    Um eure Frage wegen der Herkunft der Waffen zu beantworten: Sie kamen tatsächlich grösstenteils aus China, jedoch auch aus Frankreich! Der damalige französische Präsident François Mitterand war ein guter Freund des ermordeten ruandischen Präsidenten Juvenal Habiarimana. Er hat ihm sogar das Flugzeug geschenkt, in dem Habiarimana am folgenschweren 06.April 1994 abgeschossen wurde.
    Mitterand versorgte die ruandische Armee bereits vor Beginn des Genozids mit reichlich Waffen. Frankreich hat die Hutu seit Jahren unterstützt und – welch Schande – sogar die Interhamwe (die mordenden Milizen) militärisch ausgebildet!!! Das französische Militär hat doch tatsächlich die zukünftigen Völkermörder ausgebildet!!! Diese Schande wird natürlich totgeschwiegen! Und auch, als das Morden in vollem Gange war, lieferte die französische Regierung das Land Ruanda ständig mit neuen Waffenlieferungen, trotz des Wissens, zu welch grauenhaften Zwecken diese Waffen eingesetzt werden.

    Die unterbliebenen Reaktionen oder besser gesagt, die Mitschuld der hohen Rosse unserer Länder werden für immer einen Schatten auf unsere schwerfälligen Politiker werfen!

    Weitere Informationen finden Sie unter anderem in den Büchern: “Handschlag mit dem Teufel “ von Romeo Dallaire und auch “Kein Zeuge darf überleben“ von Alison des Forges.
    Wichtige Bücher für das bessere Verstehen sind unter anderem auch: “Zeit der Macheten“ und “Nur das nackte Leben“ beide von Jean Hatzfeld. Darin kommen Überlebende des Genozids wie auch die Mörder selber zu Worte und erzählen über ihre Zeit, in der Gott geschlafen hat. Nicht nur Gott…..

    Jeanine

    6. April 2009 at 22:55


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