RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Hintergründe zum Krieg in Nahost.

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Stellvertreter-Krieg des Iran

Dass es sich in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel um einen Krieg gegen den panarabischen Nationalismus handelte, während es jetzt ein Krieg gegen den islamischen Totalitarismus geht, wird im Blog Zettels Raum erläutert. Eine interessante Analyse, die den Einfluss des Iran auf die aktuellen Ereignisse zeigt. Der Iran, der durch die Förderung der Hamas seinen Einfluss in der Region vergrößern möchte, um irgendwann Keimzelle eines größeren islamistischen Staates zu werden.

Auch unser Aussenminister Steinmeier befürchtet, wie viele seiner arabischen Gesprächspartner, dass der Iran der Gewinner des Gaza-Krieges zu werden droht, wie er in einem Interview sagt.

Aus der Charta der Hamas

Im Folgenden ein paar Auszüge aus der Charta der Organisation, die aktuell auf Grund der Initiative Israels im Gaza-Streifen von so vielen Menschen unter dem Mantel der Humanität direkt oder indirekt unterstützt wird. Wer mehr lesen will, dem empfehle ich den Text bei Matthias Künzel.

Artikel 7: (…) der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (…)

Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit. Das palästinensische Volk aber ist zu edel, um seine Zukunft, seine Rechte und sein Schicksal einem sinnlosen Spiel zu unterwerfen.

In Artikel 22 kann man übrigens lesen, an was der Feind, die Juden, so alles schuld ist: An der französischen Revolution, der kommunistischen Revolution, der Kolonialisierung, am ersten Weltkrieg (um das islamische Kalifat auszlöschen), am Völkerbund (um damit über die Welt zu herrschen), am zweiten Weltkrieg und an der Gründung der UN wie natürlich an allen anderen Kriegen auf der Welt. In Artikel 32 nennt man noch die Protokolle der Weisen von Zion, ein antisemitisches Pamphlet, das schon von Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ erwähnt wurde, und warnt vor der „verabscheuungswürdigen Nazi-Tataren-Invasion“ der Juden.

Und die Weltöffentlichkeit erwartet bzw. verlangt jetzt allen ernstes, dass Israel mit Menschen, die ein solches Weltbild haben, verhandelt?

Weitere interessante Hintergründe

In vielen Medien und auch Blogs liest man, dass fast nur Zivilisten durch die Israelis getötet wurden. Die Fernsehbilder, die nur verletzte und tote Zivilisten, aber keine Kämpfer der Hamas zeigen, scheinen dies zu belegen. Dabei ist dies nur auf eine Manipulation und Zensur der Presse durch die Hamas zurück zu führen, die damit die Meinung der Weltöffentlichkeit zu ihren Gunsten beeinflussen will – und zu große Teilen auch schafft. Ähnliches kann man hier und hier lesen.

Die Hamas nutzt die aktuelle Situation im Gazastreifen scheinbar auch dafür, um ihre Position innerhalb der Palästinenser zu stärken, in dem sie ihre politischen Gegner der Fatah ausschaltet und sich damit eine bessere Machtposition verschafft, wie hier zu lesen ist.

An unrühmliche Zeiten in der deutschen Vergangenheit erinnert ein Aufruf einer italienischen Gewerkschaft, die einen Boykott von jüdischen Geschäften gefordert hat. Erst nach Protesten hat sie die Forderung in einen Boykott israelischer Waren geändert. Aber es ist erschreckend, dass es Ansätze gibt die Juden unter eine Generalschuld zu stellen.

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Written by Rabe

11. Januar 2009 um 03:11

Eine Antwort

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  1. Willkommen Hass, da bist du wieder, mal wieder. Wir begrüßen Dich auf Erden, unter uns Menschen. Wie schon so oft in der Geschichte hast du uns besucht, hast uns so viel Leid beschert und dich danach verdrückt. Und du bist immer wieder gekommen, immer wieder, und manche von uns haben Dich immer wieder herein gebeten, damit Du Deine Saat erneut über uns streuen kannst…
    Tja, da stehen wir also: der israelische Familienvater, dem man schickte, sein Land gegen Terroristen zu verteidigen, der palästinensische Jugendliche, dem man sagte, er kämpfe im Namen Allah gegen die Ungläubigen, der italienische Gewerkschafter, dem wohl irgendjemand mal erzählte, der Jude sei böse oder der deutsche Bürger, der Zuhause an seinem PC die Charta der Hamas durchliest. Irgendwo auf dieser Welt stehen diese vier und stehen mit ihren Mitteln für ihre Sache, aber alle gegen das vermeintlich Böse auf dieser Welt oder besser gegen das, was man ihnen sagte, was das Böse auf der Welt sei… Aber im Endeffekt stehen da einfach nur vier Menschen. Und ich frage mich, was wohl wäre, würden sich diese vier Menschen ebenso kampfunfähig in einem Bombenkrater wiederfinden, etwa so, wie Paul und der französische Soldat in „Im Westen nichts Neues“? Eine Szene, die man so in der Art übrigens auch aus realen Erzählungen von verschiedenen Kriegen kennt. Ob sie sich auch fragen würden, warum sie sich eigentlich hassen, warum sie gegeneinander bekämpfen? Ob der Gegenüber wirklich so böse ist oder man nur eingeredet bekommt, dass dieser Mensch dort böse sei? Ob sie erkennen würden, dass der wirkliche Feind eigentlich jemand ganz anderes sei?
    Aber wer ist denn nun dieser wirkliche Feind? Es ist der Hass. Der Hass, den gewisse Menschen über uns kommen lassen, damit er seine Saat streut. Diese Menschen erhoffen sich vielleicht persönliche Vorteile dadurch, Macht, Geld, Einfluss, das übliche. Doch der Hass streut seine Saat und sie geht auf, wieder und wieder. Und so manch einer denkt, er kämpfe für Frieden, für eine gute Sache, gegen das Böse. Steht es doch so in der Zeitung, im Internet. Erzählt es nicht so mein Nachbar oder der Vorbeter in der Moschee. Aber wenn er sich dann in irgendeinem Erdloch wiederfindet, mit dem Gewehr in der Hand und dem Bajonett im Körper eines Feindes und dem Sterbenden in die Augen blickt. Ja, ich glaube, so manch einer wäre dann vielleicht in der Lage, zu erkennen, dass er nichts weiteres ist als ein fruchtbarer Boden, auf dem die Saat des Hassen wächst und gedeiht.
    Doch was wir auch tun, es wird auf dieser Welt vermutlich immer jemanden geben, der den Hass hereinbittet um über uns zu kommen. Aber ob wir es zulassen, dass die Saat in uns aufgeht oder nicht, das hängt allein von uns ab, von jedem einzelnen. Und je mehr Menschen sich dagegen versperren, gegen die Indoktrination des Hasses, umso weniger Macht wird dieser und jene, die ihn im Hintergrund schüren, ihn herein ließen, über uns haben. Das ist es, was wir tun können und tun sollten und nicht der breiten, geblendeten Masse hinterherlaufen, den Kanon des Hasses nachbeten und mit dem Finger das vermeintlich Böse beim anderen suchen und herausdeuten. Denn der Feind sitzt ganz wo anders, er sitzt in Dir, wenn die Saat des Hasses dort aufgehen kann…

    Seppelsche

    12. Januar 2009 at 10:57


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