RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Besserwisserwissen: Gastronomische Sterne.

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Jeder weiß davon, dass es 5-Sterne-Hotels und 3-Sterne-Köche gibt, aber als es heute Abend hier bei mir darum ging, dass man erklären wollte, was diese Sterne bedeuten und wer sie vergibt war Ratlosigkeit auf den Gesichtern zu lesen. Das kann ein Besserwisser natürlich nicht auf sich sitzen lassen und um das nächste Mal ein erhellendes Lächeln des Wissens und der Bewunderung auf die Gesichter der Zuhörer zu zaubern hier die nötigen Informationen in Kurzform:

2008-11-16-sterneDie Hotelklassifizierung erfolgt durch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband). Es gibt dabei maximal fünf Sterne, die ein Hotel erhalten kann. Die Abstufung erfolgt von der Tourist mit einem Stern über Standard, Komfort und First Class bis zu den fünf Sternen des Luxus-Hotels. Im Rahmen der Klassifizierung werden heute 280 Kriterien in den Bereichen Gebäude/Raumangebot, Einrichtung/Ausstattung, Service, Freizeit, Angebotsgestaltung und hauseigener Tagungsbereich geprüft und dann bewertet (Auszug aus dem Kriterienkatalog). Die Klassifizierung läuft nach drei Jahren ab, so dass jede drei Jahre eine Überprüfung nach den aktuellen Kriterien durchgeführt wird.

Die Sterne der Restaurants bekommen, um da falschen Gerüchten vorzubeugen, nicht die Köche, sondern die Restaurants selber. Wenn der Koch geht behält das Restaurant erstmal die Sterne – aber bei der nächsten Überprüfung können die natürlich dann verloren gehen. Ein Restaurant kann maximal drei Sterne erhalten, wobei ein Stern für „Eine sehr gute Küche, welche die Beachtung des Lesers verdient“, zwei Sterne „Eine hervorragende Küche – verdient einen Umweg“ und drei Sterne „Eine der besten Küchen – eine Reise wert“ bedeutet. Diese Sterne werden vom „Guide Michelin“, einem Hotel- und Restaurantführer verliehen. Um diesen jedes Jahr neu erscheinenden Führer herauszugeben sind 85 Kritiker beschäftigt, die europaweit eingesetzt werden. Im Schnitt werden die 3.800 Restaurants und 5.000 Hotels alle 18 Monate besucht, mit Stern ausgezeichnete häufiger.

Nicht unerwähnt bleiben soll aber der größte Konkurrent des „Guide Michelin“, der „Gault-Millau“. Dieser ist wohl etwas intelektueller und auch bissiger in seinen Beurteilungen (was auch schon zu Prozessen geführt hat). Dieser Führer vergibt Mützen, wobei man maximal vier Mützen erwerben kann. Zudem unterscheidet ihn auch eine Beschreibung des Restaurantbesuchs als Ergänzung zur Punktebewertung von den anderen Restaurantführern.

Zum Abschluss noch als Dreingabe die Information, dass gemäß der Bewertung des „Guide Michelin“ die meisten Sterne in Tokio vergeben wurden, nämlich insgesamt 191. In Deutschland findet man laut Ausgabe 2009 neun Restaurants mit drei Sternen, 18 mit zwei Sternen und 189 mit einem Stern.

Quellen: http://www.hotelsterne.de/ | http://de.wikipedia.org/wiki/Guide_Michelin | http://de.wikipedia.org/wiki/Gault-Millau

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Written by Rabe

17. November 2008 um 08:45

Veröffentlicht in Besserwisserwissen

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2 Antworten

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  1. Hmm, sogar 2 Sterne in Bad Neuenahr-Ahrweiler – Wart ihr da schonmal essen? ;)

    ju

    17. November 2008 at 11:42

  2. Ich für meinen Teil schon – ist aber länger her. Ist ja auch auch immer eine Frage der Finanzsituation. Zudem gibt es viele Betriebe, die sich ganz bewusst gegen den Druck durch die Bewertung entziehen und trotzdem gutes Essen bieten.

    RabenZeit

    17. November 2008 at 13:52


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