RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Sudan und Simbabwe.

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2008-11-16-afrika

Der Kongo ist derzeit wieder in den Nachrichten, doch auch im Sudan und in Simbabwe, den beiden afrikanischen Ländern, über die ich schon öfters in meinem Blog geschrieben habe, geht das Leben und damit die Konflikte und Krisen weiter. Aus dem Grund hier eine kleine Zusammenfassung über die Neuigkeiten aus diesen beiden Ländern, die nur selten die Präsenz in den Medien erreichen, die sie an sich verdient hätten.

Sudan und die Region Darfur:

Während der internationale Strafgerichtshof in Den Haag den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Bashir wegen Völkermordes und Kriegsverbrechen vor Gericht stellen will, hat dieser am Mittwoch eine „umgehende Waffenruhe ohne Bedingungen“ für Darfur versprochen. „Wir werden sofort eine Kampagne starten, um die Milizen zu entwaffnen und den Waffengebrauch unserer Streitkräfte einzuschränken.“ Anders: Die Rebellen legen die Waffen nieder und das Militär wird weniger schiessen. Dass die „Bewegung für Gleichheit und Gerechtigkeit“ (JEM) davon nicht ganz so begeistert ist, erscheint logisch. Die JEM fordert politische Autonomie für Darfur und eine gerechte Beteiligung an den Rohstoffen der Region. [Q] Dass durch den Völkermord in der Region Darfur ein Waffenembargo über den Sudan verhängt wurde verwundert daher nicht, doch mit Geld kann man bekanntlich alles kaufen. So hat der Sudan in den vergangenen Wochen ein Dutzend Kampfflugzeuge aus Russland geliefert bekommen. [Q]

Simbabwe

Die humanitäre Lage in dem Land, in dem vier Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden müssen, verschlechtert sich auch auf dem medizinischen Sektor. Die Cholera ist ausgebrochen und indessen auch in der Hauptstadt angelangt – ein Umstand, mit dem das Gesundheitswesen des Landes natürlich überfordert ist. [Q] Indessen ist es wegen des Konfliktes in Simbabwe zu einem afrikanischen Sondergipfel gekommen. Der Diktator Mugabe und die Opposition streiten sich jetzt schon etwas länger über eine Gewaltenteilung. Mugabe darf schon das Präsidentenamt und den Oberbefehl über die Armee behalten. Diese Zugeständnisse der Opposition reichten dem alten Mann aber nicht und er wollte auch Teile des Innenministeriums haben – und das wurde ihm von den anderen afrikanischen Staaten jetzt auf dem Kongress zugestanden. Damit hat er weiterhin alle Machthebel in der Hand und es nährt den Verdacht, dass die Opposition nur als Staffage in die Regierung kommen soll, um den internationalen Druck zu verringern. So schnell scheint es in dem Land ergo keine Veränderung zu geben. Zudem stellt es den Willen und die Fähigkeiten der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) in Frage Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten. [Q]

Leider ist auch hier, in beiden Fällen noch keine Lösung in Sicht, in erster Linie verhindert durch alte Männer, die mit ihren Getreuen an der Macht hängen und diese durch jede Änderung des Status quo gefährdet sehen. Und wenn nicht ihre Macht, dann den Reichtum, der sich aus der Macht und der rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen des Landes ergibt. Zur Sicherung ihrer Macht begehen sie seit Jahren Menschenrechtsverletzungen, während die „Weltengemeinschaft“ hilflos zuschaut bzw. sich nicht zu ausreichenden Maßnahmen bereit erklärt und damit selbst die UN-Mission in der Region Darfur zu einer Farce ohne wirkliche Ergebnisse werden lässt. Daher ist es umso wichtiger, dass diese Länder und die Millionen von betroffenen Menschen nicht in Vergessenheit geraten.

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Written by Rabe

16. November 2008 um 15:27

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