RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Deutsche Hilfe in Myanmar.

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Gestern ist das Gerät der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in Myanmar angekommen und wurde, wie auf dem Bild zu sehen, in Rangun aus dem Flugzeug entladen. Aktuell scheint man noch, in engem Kontakt mit der UN und den anderen Hilfsorganisationen vor Ort, die Optionen und Möglichkeiten für einen Einsatz in der Krisenregion abzustimmen. Eine Übergabe der Trinkwasseraufbereitungsanlagen ist ganz sicher nicht vorgesehen, denn für die ordnungsgemäße Bedienung dieser Geräte braucht man Spezialisten und auch die THW-Experten sind für diese Aufgabe in entsprechenden Lehrgängen ausgebildet worden. Auch kann ein sinnvoller Einsatz der Maschinen nur im Katastrophengebiet, in räumlicher Nähe zu den versorgenden Menschen selbst, erfolgen. Von den siebzehn Leuten des THW sind übrigens zwei als Logistiker dem WFP (World Food Programm) zugeteilt. [Q]

Das Flugzeug, eine gecharterte Illjuschin 76, hatte neben dem Gerät des Technischen Hilfswerks, unter anderem sechs Trinkwasseraufbereitungsanlagen, auch Material der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser-Hilfsdienstes an Bord. Mit dem Team des THW, die schon am 13. Mai aufgebrochen waren, flog auch Botschafter von Alvensleben, der vom Bundesaußenminister Steinmeier als Sondergesandter für Humanitäre Hilfe nach Myanmar entsandt wurde. Dort soll er gemeinsam mit den Hilfsorganisationen dafür zu sorgen, dass die deutsche Hilfe schnell in die Katastrophengebiete gelangt. Steinmeier: „Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe wird noch viel mehr Hilfe benötigt. Deutschland ist dazu bereit.“ [Q] Die Frage, ob man uns lässt, ist aber leider noch offen.

Derweil läuft die Hilfe aus Deutschland für die Katastrophenopfer in Myanmar weiter: ein zweiter Flug des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) ist indessen via Kalkutta nach Rangun unterwegs. An Bord sechs TWAs (Trinkwasseraufbereitungsanlagen), die in Myanmar vom myanmar’schen Roten Kreuz betrieben werden sollen – unter Aufsicht eines schon vor Ort befindlichen Mitarbeiters aus Deutschland [Q]. Mit deutscher Unterstützung sind auch Malteser International, die Deutsche Welthungerhilfe, Ärzte ohne Grenzen, ADRA, humedica und World Vision in Myanmar aktiv.

Die Bundesregierung unterstützt, unter anderem auch die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen, aktuell mit 4 Millionen Euro. Geld, das meiner Ansicht nach auch bei den Betroffenen ankommen wird. Viele Deutsche haben ja Angst davor zu spenden, da sie befürchten das Geld könnte der Junta in Myanmar zugute kommen und diese würde sich daran bereichern. Doch man spendet ja auf kein Konto der Militärregierung, sondern auf Konten bekannter Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel die oben genannten – und diese bringen Hilfsgüter ins Land und arbeiten vor Ort mit ihnen schon bekannten Organisationen zusammen. Ich für meinen Teil habe wenig Sorge, dass die Hilfe nicht auch bei den Bedürftigen ankommt – wenn auch leider aktuell nicht schnell genug und nicht in ausreichender Menge. Aber jede Schüssel Reis und jede Flasche Wasser mehr im Katastrophengebiet kann schon Leben retten.

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