RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Kriegsgefahr in Zentralafrika.

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Während die Nachrichten über die Naturkatastophe in Myanmar durch den Zyklopen Nargis und dem Erdbeben in der Volksrepublik China die Medienbilder beherrschen und damit in den Köpfen der Menschen präsent sind, tritt der Konflikt und damit das Sterben in der Grenzregion zwischen dem Sudan und dem Tschad – damit auch in der Darfur-Region – scheinbar in eine neue Phase ein. Schon seit langem beschuldigen sich die beiden benachbarten Staaten in Zentralafrika gegenseitig, dass sie die Rebellen gegen die jeweils andere Regierung unterstützen. Zu diesen Rebellengruppen gehört auch die JEM („Justice and Equality Movement“), die auch in den Darfurkonflikt involviert ist.

Nachdem diese Rebellengruppe (hier die HP der JEM in der deutschen Version) sich am 11. Dezember letzten Jahres schon Kämpfe mit Regierungstruppen, die ein chinesisches Ölfeld bewachten, geliefert hatte, haben sie am vergangenen Samstag die sudanesische Hauptstadt Khartoum angegriffen. Die Rebellen wollen die Offensive fortsetzen, während die Regierung den Angriff wohl zurück geschlagen hat und in den Vororten noch nach versprengten Rebellen sucht. [Quelle 1 und Quelle 2] Nun beschuldigt die Regierung des Sudan die Regierung vom Tschad der Unterstützung der Rebellen: „Das ist ein tschadscher Angriff!“. Am Sonntag hat der Sudan alle Beziehungen zu seinem Nachbar abgebrochen. Tschad hat heute reagiert und ebenfalls die Grenzen geschlossen und sogar den Verkauf sudanesischer Musik verboten.

Jetzt gibt es im Grenzgebiet die Befürchtung, dass ein Krieg zwischen den beiden Ländern ausbrechen könnte. Angesichts der Leiden, die von der Bevölkerung der Darfur-Region in den vergangenen fünf Jahren schon erlitten werden musste, kann man sich kaum vorstellen, dass in dieser Gegend nun auch noch ein offener Krieg (in dessen Schatten die Greueltaten wohl verstärkt weitergehen werden) ausbrechen könnte. Im Tschad, unweit der Grenze, befinden sich mehrere Flüchtlingslager und auch auf sudanesischer Seite befinden sich in der Region einige Lager für IDPs (Flüchtlinge im Land), die im Falle eines Krieges betroffen sein könnten. [Karte USAID] Wollen wir hoffen, dass die Flüchtlinge nicht nun noch aus den Flüchtlingslagern fliehen müssen …

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Written by Rabe

13. Mai 2008 um 16:06

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