RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Myanmar: Hilfsgüter beschlagnahmt.

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Gerade mal etwas über eine Stunde ist es her, dass ich über die sich schwierig gestaltende Hilfe für die Katastrophenopfer in Myanmar geschrieben habe – und jetzt lese ich gerade eine Eilmeldung auf der Internetseite der Welt: „Birmas Junta beschlagnahmt alle Hilfslieferungen. Nach Berichten der Vereinten Nationen hat das Militärregime in Birma alle bislang ins Land geflogenen Hilfsgüter beschlagnahmt. Die UN haben deshalb alle Hilfslieferungen vorerst eingestellt.“ Die Militärregierung weigert sich auch weiterhin ausländische Helfer ins Land zu lassen und will die Hilfsgüter (die man wohl auch weiter haben möchte) selber verteilen – und sich damit, wie in aktuellen Fernsehübertragungen der regimefreundlichen Sender üblich, weiterhin als Retter zu präsentieren. Propaganda mit internationaler Hilfe sozusagen – wie es zu erwarten war.

In Thailand, wo die meisten Helfer auf ihre Visen warten, hat die Botschaft von Myanmar derweil für zwei Tage geschlossen und bekannt gegeben, dass keine weitern Visen ausgestellt werden. Die Vereinten Nationen setzen jetzt (auch mangels Alternativen) auf China, die ja wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt, gute Beziehungen zu dem Regime in Rangon hat, und hier vermitteln soll. Derweil mehren sich die Stimmen doch die Junta über einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates zu zwingen die internationale Hilfe zu zu lassen. Gute Idee, aber meiner Ansicht nach wird das nicht von Erfolg gekrönt sein, denn zum Einen bin ich mir recht sicher, dass China ein Veto einlegen wird und selbst wenn der Beschluss käme: Wie will man es durchsetzen !? Durch eine militärische Intervention sicher nicht.

Es bleibt, im Spannungsfeld zwischen humanitärer Hilfe für die Menschen auf der einen Seite und der nicht gewollten Unterstützung und Stärkung einer Militärjunta, spannend und es wird sicher schwierig sein eine akzeptable Lösung zu finden. Eine endgültig richtige Lösung wird es unter den gegebenen Umständen wohl nicht geben, so dass man für sich selber die Priorität in dieser Frage klären muss und sicher zu unterschiedlichen Standpunkten kommen wird. Es bleibt jetzt nur abzuwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und welche Entscheidung dann das Netzwerk der internationalen Hilfe treffen wird.

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Written by Rabe

9. Mai 2008 um 14:45

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