RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Chinesische Waffen für Afrika.

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Ich habe schon in einem längeren Artikel angerissen, dass China seit einiger Zeit in Afrika investiert. Dies aber, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, nicht, um die dortigen Lebensbedingungen deutlich zu verbessern und Afrika zu helfen auf eigenen Beinen zu stehen (zumindest nicht auf „Beinen“, die mir sinnvoll erscheinen). Afrika ist reich an Rohstoffen und so wie früher die Kolonialmächte Afrika ausgebeutet haben hat China an vielen Orten das Erbe angetreten. Da wirtschaftliche Interessen immer mit politischen Interessen koppelbar sind und gerade diktatorische Machthaber ein Garant für die Ausbeutung von Staaten sind werden gerade diese Hemmnisse für eine zukunftsorientierte Entwicklung des schwarzen Kontinents unterstützt.

Im neuesten, in den Medien genannten Fall unterstützt China den Diktator von Simbabwe, Robert Mugabe. Diesem Mann und seiner Regierung werden etliche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und ihn beliefert China, das Land, dass dieses Jahr die olympischen Spiele mit ihrem ach so friedlichen Geist ausrichten wird, mit einer Schiffsladung voller Waffen im Wert von 200 Millionen US-Dollar.

Warum hat China es aber jetzt doch nicht gemacht!? Nicht, weil es eingesehen hat, dass man einem menschenrechtsverachtenden Diktator keine Waffen liefen sollte. Das Schiff mit den Waffen ist zurückgekehrt, weil andere Länder wie zum Beispiel Südafrika den Weitertransport der Waffen über ihr Hoheitsgebiet oder sogar, wie Mocambique, das Entladen des Schiffes in ihren Häfen verboten haben. Die USA haben gegen die Lieferung Druck gemacht und selbst die Transportarbeitergewerkschaften Afrikas haben sich geschlossen geweigert das Schiff zu entladen. Da Mugabe nicht nur Simbabwe heruntergewirtschaftet hat, sondern auch vollkommen pleite sein soll und Rechnungen nicht mehr bezahlt, hat sich die deutsch KfW-Bank sogar um eine Beschlagnahmung der Waffen zur Deckung der Schulden bemüht. [Quelle]

Indessen ist das Schiff mit den Waffen wieder unterwegs zurück nach China. Zeitgleich verteidigt das chinesische Außenministerium die Lieferung als „völlig normalen Handel mit Militärgütern“. Genauso normal ist es für China, dessen Einfluss in der Region wächst, dass Chinesen vor 1-2 Jahren die zimbawischen Polizeieinheit gegen Demonstraten ausgebildet haben und aktuell, also nach der jüngst erfolgten Präsidentenwahl, dessen Ergebnisse von Mugabe immer noch zurück gehalten werden, sollen nach Medienberichten chinesische Militärs strategische Schlüsselstellungen des Landes inspizieren. [Quelle, Quelle und Quelle] China unterstützt korrupte Diktatoren in Afrika und richtet zeitgleich die eigentlich für Völkerverständigung stehenden olympischen Spiele aus. Verkehrte Welt.

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Written by Rabe

25. April 2008 um 11:52

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