RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Das IOC und die Menschenrechte.

with one comment

Vor ein paar Stunden hatte ich schon was drüber geschrieben und jetzt finde ich in einem Artikel von n-tv (Quelle) über die Proteste im Rahmen des Fackellaufs folgende Aussagen:

„… Im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gibt es derweil erste Stimmen, die nach den massiven Protesten gegen den Fackellauf in London und Paris einen Abbruch des internationalen Teils der Tour erwägen. „Ich bin mir sicher, dass darüber diskutiert wird“, sagte Gunilla Lindberg, IOC-Vizepräsidentin aus Schweden. … „Das in demokratischen Ländern herrschende Recht der Demonstrationsfreiheit wird von professionellen Demonstranten ausgenutzt. Aber wir wussten vorher, dass London, Paris und San Francisco die gefährdetsten Stationen sein werden“, meinte der Australier Kevan Gosper, Chef der Medien-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Zugleich sprach er sich dafür aus, für die Zukunft über Änderungen nachzudenken. „Wir sollten darüber diskutieren, das Feuer nur noch von Olympia ins Gastgeberland zu tragen.“ …“

Erst vergibt das IOC die Spiele in einen Staat, der weder demokratisch ist noch die Menschenrechte achtet und jetzt denkt man, wenn sich freie Menschen öffentlich dagegen äußern (auf in Demokratien und freien Gesellschaften anerkannte Art und Weise), darüber nach diese Art der Meinungsäußerung zu verhindern. Meines Erachtens scheint es so, als könne das IOC mit der freien Meinungsäußerung nicht umgehen und will sie in Zukunft verhindern – und damit stirbt der olympische Gedanke, denn ohne Freiheit auch kein Frieden und keine Völkerverständigung.

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Written by Rabe

8. April 2008 um 09:13

Veröffentlicht in Global Denken

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Eine Antwort

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  1. Tja, das ist leider ein Trend, den man öfters beobachtet:
    Demonstranten werden allzu oft auf „blose Störenfriede“ oder „professionelle Demonstranten“, wie es in dem Artikel heißt, reduziert. Anstelle sich darüber Gedanken zu machen, warum die Menschen auf die Straße gehen, werden diese kurzerhand für unmündig erklärt und schon hat man das eigentliche Problem wegdefiniert.
    Diese demonstrierenden Menschen dann noch möglichst vor der restlichen Öffentlichkeit zu verstecken oder, wie in diesem Falle, einer solchen Konfrontation, sprich Auseinandersetzung mit der Meinung des Volkes, von vorneherein aus dem Weg zu gehen, ist dabei nur der erste Schritt weg von unserer Demokratie hin zu autokratischen Systemen.
    Hier sollte wieder mehr das Bewusstsein dafür geschärft werden, was Demokratie eigentlich bedeudet, wie essentiell sie ist und was eigentlich wäre, wenn wir sie nicht hätten…

    Marco

    4. Juli 2008 at 09:55


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