RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Realität in Deutschland: Strassenkind

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Mein erstes Blog wird eingestellt und gelöscht – Grund genug auch den einen oder anderen Beitrag in dieses Blog hinüber zu retten. Dies ist einer dieser Beiträge und ich habe ihn am 06. Juli 2007 verfasst:

Meine Freundin erzählte mir gestern von einem Mädchen, das sie von früher kennt, als sie Jugendfreizeiten betreut hat. Das Mädchen ist sechszehn Jahre alt und damit Minderjährig, lebt auf der Strasse und kokst. Sie beginnt immer wieder, gedrängt vom Jugendamt, einen Entzug, den sie aber abbricht. Dann lebt sie, bis zum Beginn des nächsten Entzugs, wieder auf der Strasse. Wenn sie den Entzug erfolgreich abschließen würde, müsste sie zu ihrem Vater zurück: Ein Alkoholiker, zu dem sie nicht zurück möchte. Aber so lange es ein Elternteil gibt sieht das Jugendamt keine Erfordernis sie woanders unter zu bringen.

Da stellt man sich die Frage, ob die finanziellen Aufwendungen, um das Mädchen woanders unterzubringen nicht sinnvoll angelegt sind, wenn man dafür das Mädchen von der Strasse holt und vom Koks weg bringen kann. Aber in einem Deutschland, in dem das Diktat der leeren Kassen vor solchen Überlegungen geht und die Vorschriften wichtiger sind als der Mensch, sollte man diese Frage wohl besser nicht stellen, wenn man nicht durchdrehen will …

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Written by Rabe

2. März 2008 um 09:35

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