Archiv für die Kategorie ‘Zeitvertreib’
Grippe, Langeweile und Moorhuhn.
Ist meine Freundin schon seit Montag krank geschrieben, hat mich die Grippe (nicht die mexikanische, sondern eine gute deutsche Grippe) am Donnerstag geholt. An sich kann das ja mal ganz erholsam sein, aber zu Zweit wenig gut gelaunt und durch Schnupfen und Husten gereizt Zuhause eingesperrt zu sein ist nicht zwingend zu empfehlen, wie es mir scheint. Gerade jetzt, wo ich wegen der neuen Kamera eigentlich viel unterwegs sein müsste und wollte, hocke ich in meinen vier oder etwas mehr Wänden fest, was wirklich langweilig ist.
Apropos Langeweile: Genau zehn Jahre ist es jetzt her, als das Ende der Produktivität in deutschen Betrieben ausgerufen wurde, weil alle Mitarbeiter statt zu arbeiten nur noch „Moorhuhn“ gespielt haben. Indessen dürfte klar sein, dass dieses Spiel nicht zwingend für den Zusammenbruch unserer Wirtschaftsleistung verantwortlich ist (oder mit dieser These eine Möglichkeit für Verschwörungstheorien bietet). Indessen gibt es eine ganze Liste von Varianten der Moorhuhnjagd, so auf der Pirateninsel, im alten Ägypten und wilden Westen. Zur Bekämpfung der Langeweile werde ich mich dann mal auf die Jagd begeben und wer auch Lust auf etwas Nostalgie hat, der findet hier einige Varianten zum Sofort-Spielen. Viel Spaß.
John Williams is the man!
Wenn auch nicht ganz neu, so ist das Video es doch wert gezeigt zu werden. Es handelt sich dabei um „a Star Wars-themed four-part a cappella musical tribute. Performed by Corey Vidal (vocals by Moosebutter).“ Dabei basiert es auf verschiedenen Soundtracks von John Williams. Anschauen, anhören und genießen …
Den Text zum Mitsingen findet man übrigens hier ;)
Fundstück 018: Webman vs. Data Devil.
„Bist Du schon Web-Profi? Oder doch Web-Kamikaze?“

Unter dem Motto „watch your web“ startet heute eine Aufklärungskampagne zum persönlichen Datenschutz im Netz. Die Kampagne, die unter anderem von Bundes- und Landesministerien unterstützt wird, richtet sich primär an Jugendliche. Die sozialen Netzwerke wie StudiVZ, Wer-kennt-wen, die Lokalisten, etc. erhalten immer mehr Zulauf und sind derzeit „in“ – aber mit ihnen sind auch Gefahren verbunden, wenn es um die eigenen Daten im Netz geht.
Über diese Gefahren und den vernünftigen Umgang mit seinen Daten im Netz klärt die Kampagne auf ihrer Seite auf. Sicher sinnvoll nicht nur für Jugendliche, denn auch viele Erwachsene (mich eingeschlossen) bewegen sich oft allzu sorglos in den sozialen Netzwerken. Also einfach mal rein schauen:
Zensur durch Bing.
Bing, die Suchmaschine von Microsoft, ist online und bietet, neben schönen Hintergrundbildern und einigen Features, wie Vorabansichten der Webseiten und einer Bildersuche im gleichen Fenster, einige Neuerungen und Verbesserungen gegenüber Google. Ganz nett – bis ich mich heute etwas über Aktfotografie informiert habe und die auf der entsprechenden Seite bei Wikipedia vorgefundenen Namen von Fotografen bei Bing eingegeben habe. Und bei einigen Fotografen erscheinen keine Bilder, sondern nur die Aussage „Die Suche Petter Hegre kann jugendgefährdenden Inhalt zurückgeben. Ändern Sie Ihre Suchbegriffe, um Ergebnisse zu erhalten.“ [Link]
Ergo zensiert Microsoft mit Bing einige Webseiten – wobei man so inkonsequent ist die Bildersuche bei einigen anderen Aktfotografen zuzulassen. Zudem bin ich über 18 Jahre alt und halte mich auf Grund von immer geringer werdender Jugend für nicht gefährdet. Während das Grundgesetz im Artikel 5, Absatz 3 ohne Vorbehalte die Freiheit der Kunst gewährleistet muss ich entdecken, dass durch Microsoft meine Suchanfrage zensiert wird und fühle mich in meiner Informationsfreiheit eingeschränkt.
Bei Google ist die Suche nach Bildern von Petter Hegre übrigens kein Problem [Link]. Da ich an meinen Freiheiten hänge und mir nicht durch ein globales Privatunternehmen wie Microsoft vorschreiben lassen möchte was ich sehen darf und was nicht werde ich Bing nicht weiter nutzen. Keine Chance der Zensur!
Ein Klassiker: Star Wars op Kölsch.
Im TV wird es nicht besser.
Nicht, dass auch nur der Hauch einer Hoffnung existiert hätte: Im deutschen Fernsehen wird auch 2009 dieselbe Volksverdummung gesendet wie im Jahr zuvor – und es wird sicher viele Menschen geben, die sich aus Gründen der Selbstkasteiung oder einfach mangelnder Intelligenz verdummen lassen.
Es kommt, wie jeden Abend um diese Zeit, gerade das „Wissensmagazin“ Galileo auf Pro7. Die Themen sind wieder einmal existentiell für unser Leben und die Versuchsanordnungen sind von seriöser Wissenschaft soweit entfernt wie „Indiana Jones“ von der realen Archäologie. Ich bin mir sicher: Die Einschaltquoten von Galileo sind sicher höher und das Sendeformat beliebter, als jede Dokumentation auf 3sat oder Reportage auf arte. Lieber gut präsentierte Halbheiten als richtige Information – da muss man die kleinen grauen Zellen nicht so anstrengen.
In der Werbepause dann die Vorschau auf eine andere Sendung: Es beginnt mit einem Haus, in dem sich ein Poltergeist befindet und ich hätte auf die Vorschau für einen Horrorfilm getippt. Falsch getippt: In Galileo Mystery wird der große Forscher, Entdecker und Wissenschaftler Aiman Abdallah mit seinem Team das Phänomen der Poltergeister aufdecken. Er hat ja schon ganz andere Rätsel der Menschheit gelöst, die von anderen Forschern jahrhundertelang nicht gelöst werden konnten.
Wer gedacht hat, dass mit der peinlichen UFO- und Aliensendung von Uri Geller dieses Thema endlich abgeschlossen wäre, hat sich ebenfalls geirrt, denn auch für die nächste Sendung mit unserem Mentalisten ist schon gesorgt: erst macht sich Uri auf die Spuren des Rabenvaters Vincent Raven, um ihn ab Januar durch einen neuen „next Uri Geller“ zu ersetzen.
Lasst alle Hoffnung fahren: Es wird nicht besser, wenn nur noch schlimmer …
Fundstück 015: Food Force.
Es liegt in deiner Hand, die Insel Sheylan zu retten und wieder aufzubauen.
„Im Indischen Ozean, auf der Insel Sheylan, ist eine schwere Krise ausgebrochen. Deshalb entsenden wir ein neues Team, um die Einsatzfähigkeit des World Food Programme vor Ort zu verbessern und Millionen hungriger Menschen mit Nahrung zu versorgen.“
Fundstück 014: Darfur is Dying.
Das Spiel, bei dem Du in der Region Darfur überleben musst.
„Darfur is Dying is a viral video game for change that provides a window into the experience of the 2.5 million refugees in the Darfur region of Sudan. Players must keep their refugee camp functioning in the face of possible attack by Janjaweed militias. Players can also learn more about the genocide in Darfur that has taken the lives of 400,000 people, and find ways to get involved to help stop this human rights and humanitarian crisis.“
Kino-Reklame der 20er.
Seit dem 9. November läuft in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Schloss Wahn in Bonn eine Ausstellung über die Kino-Reklame der 20er Jahre. Die Ausstellung, die noch bis zum 13. Februar 2009 läuft, zeigt Aushangfotografien und Farbatransparente, die während der Weimarer Republik von den Lichtspielhausbetreibern zu Werbezwecken ausgehangen wurden.
Basierend auf einer Sammlung von Filmfotografien der Zeit von 1920 bis 1997, an der in den letzten Jahren gearbeitet wurde und in der 40% auf Filme aus der Zeit der Weimarer Republik entfallen, erzählt die Ausstellung „Siehe Schaukasten“ viel über die Verwendung der Fotografien und macht sie zu Zeitdokumenten und künstlerischen Einzelstücken. „Die einzelnen Schaukästen wenden sich verschiedenen populären Aspekten des damaligen Kinos zu, deren Bildmotive in zahlreichen Filmen und vor allem in den dazugehörigen Fotografien immer wieder auftauchen: Abenteuer, Gefahr, Verbrechen, Liebe und Hass, Erotik und Exotik.“
Mehr Informationen über die Ausstellung findet man hier: http://www.schloss-wahn.de/aktuelleausstellung.html
Fundstück 013: Last Exit Flucht.
Das Spiel, bei dem Du der Flüchtling bist.
http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/
Ein Onlinespiel des UNHCR.




