RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archiv für die Kategorie ‘Vergangenheit | Geschichte

08. Mai 1945: Tag der Freiheitsrechte !?

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Auch wenn man sich ja nicht sicher sein kann, ob noch einige Nazis von der dunklen Seite des Mondes in der Operation „Iron Sky“ die Eroberung der Erde vorbereiten ;) , wird heute der „V-E-Tag“ begangen: Mit der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht endete am 08. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Damit endete auch die Herrschaft des  menschenverachtenden Regimes der Nationalsozialisten in Deutschland.  Auch wenn es für Deutschland eine militärische Niederlage darstellt, so hat es durch die Einführung der Demokratie, die Wahrung der Menschenrechte und die damit einher gehenden Freiheiten im Endeffekt nur gewinnen können.

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Diese Grundrechte als garantierten Freiheit, unter ihnen das Persönlichkeitsrecht, die Meinungs- und Informationsfreiheit sowie Pressefreiheit, machen einen, wenn nicht den grundlegenden Unterschied zur Diktatur aus. Heute jährt sich wieder einmal der Tag, an dem wir Deutschen diese Freiheiten zurück erhielten. Und genau heute ist zu lesen, dass wir mehrheitlich dem Datenschutz (einem Persönlichkeitsrecht) mißtrauen. [Q] Unter dem Banner der öffentlichen Sicherheit wird seit dem Reichstagsbrand WTC-Attentat ein Abbau unserer Freiheitsrechte vorgenommen, u.a. werden Überwachungsmaßnahmen ausgeweitet und grundlegende Menschenrechte eingeschränkt. [Q]

Da kann ich nur sagen: Wehret den Anfängen !!!

Kolonien Deutschlands.

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Heute beginnt unter dem Motto „Köln Postkolonial“ eine Ausstellung über die deutsche Kolonialzeit und ihren Fortbestand in den Köpfen im Kölnischen Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit dem Verein „KopfWelten – gegen Rassismus und Intoleranz e.V.“ und Studierenden der Afrikanistik, die bis 21. Februar 2009 gehen wird.

2008-11-20-deutsche-kolonie

„Die deutsche Kolonialvergangenheit ist in der Öffentlichkeit lange Zeit kaum präsent gewesen. Nach vorherrschender Einschätzung war sie kurz und unerheblich. Bislang wurde auch Kölns koloniale und neokoloniale Vergangenheit nicht aufgearbeitet. Dabei kann man von Köln – ehemals selbst eine „Colonia“ des römischen Reiches – als der „Kolonialmetropole des Westens“ sprechen, die in ihrem kolonialen Engagement Hamburg oder Berlin nicht nachstand. Köln ist heute eine internationale Stadt, in der Menschen vieler Nationen zusammenleben. Der Umgang mit dem „Fremden“ ist aber weiterhin geprägt von Bildern und Vorurteilen, die aus der Kolonialzeit stammen. „Köln Postkolonial“ widmet sich der Aufarbeitung dieser Vergangenheit und ihres Nachwirkens bis in die Gegenwart.“

Geschrieben von Der Rabe

22. November 2008 um 01:29

Ein Jahrtausend deutsche Geschichte.

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2008-11-18-die-deutschen1Im ZDF kommt heute Abend die achte Folge von „Die Deutschen“, in denen besondere Ereignisse und Personen der Deutschland prägenden Geschichte thematisiert werden. Kurz und prägnant präsentiert das Fernsehen damit einen Einblick in das Werden Deutschlands, wie wir es heute kennen. Informativ und durch die Darstellung der gespielten Szenen auch begreifbar und zeitweilig anzusehen wird der Stoff dem Publikum nahe gebracht.

Leider habe ich von den bisher gesendeten Folgen nicht alle sehen können, doch das ZDF bietet, in erster Linie für Schulen gedacht, auf seiner Seite online alle bisher ausgestrahlten Folgen in voller Länge an. Darüber hinaus finden sich dort weiterführende Informationen und umfangreiches Unterrichtsmaterial als PDF-Datei. Ergo kann man die ganze Reihe sehen, auch wenn man im Fernsehen diese Sendung verpasst hat – und zwar hier.

Die heute um 20.15 Uhr ausgestrahlte Sendung handelt von Robert Blum, der in der Zeit der Märzrevolution von 1848 als Politiker tätig war, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung wurde, um noch im selben Jahr auf Grund seines Engagements bei der Oktoberrevolution in Wien hingerichtet wurde. Eine Hinrichtung, die im Deutschen Reich Entrüstung auslöste und dazu führte, dass Blum noch lange in Erinnerung blieb – bis er langsam in Vergessenheit geriet. Ich kenne auch nicht wirklich mehr als den Namen, das wird sich aber sicher bald ändern ;)

Edit: Der Jahrestag seiner Erschiessung ist, wie ich gerade feststelle, genau 160 Jahre und 9 Tage her.

Geschrieben von Der Rabe

18. November 2008 um 20:43

Kongo als Kolonie.

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Der Kongo versinkt wieder in Gewalt und Terror. Ein Bürgerkrieg, der die ganze Komplexität der Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent beinhaltet. Kriege hat es auf dem afrikanischen Kontinent schon vor der Errichtung der Kolonialreiche gegeben, so wie Kriege auf allen Erdteilen schon immer Teil der Politik gewesen sind. Doch erst die Entwurzelung der Afrikaner von ihren kulturellen Wurzeln und die Aufteilung des afrikanischen Kontinents im Rahmen der Kongo-Konferenz ohne Rücksicht auf Bevölkerungsgruppen hat die Grundlagen gelegt für die heutigen Konflikte in Zentralafrika. Damals hat alles begonnen …

2008-11-15-kongo-leopold1Henry Morton Stanley war nicht nur der Mann, der Livingston wiederfand, sondern auch der als erster Europäer den Kongo bereist und erforscht hat, wenngleich er auch sagte, dass er das Land von Herzen verabscheut. Dennoch bemühte er sich darum, dass die Briten das Gebiet ihrem Empire angliederten. Da diese jedoch nicht darauf keine Lust hatten (waren wohl gerade Koloniemüde) sah Leopold II., seines Zeichens König von Belgien, seine Chance gekommen über ein größeres Land zu herrschen. Mit dem Ziel seiner eigenen persönlichen Kolonie wurde 1876 in Brüssel eine Gesellschaft zur Erforschung des Kongo gegründet. Von 1979 bis 1885, also in sechs Jahren, hat Stanley durch 450 Kaufverträge mit verschiedenen Bantu-Häuptlingen einen großen Teil des Landes für Leopold „erworben“.

In den besagten Verträgen gab es auch eine Klausel, die auf Grund der Unmächtigkeit des Lesens und der fremden Sprache seitens der Häuptlinge nicht mal klein geschrieben werden musste, und wie folgt lautete: „… dass alle Arbeiten, Verbesserungen oder Expeditionen, welche die genannte Association zu irgendwelcher Zeit in irgendeinem Teil dieser Gebiete veranlassen wird, durch Arbeitskräfte oder auf andere Weise unterstützt werden.“ Man hatte Land, man hatte (durch den Vertrag) die Zwangsarbeiter – also konnte es losgehen. Es begann mit einer Strasse von der Kongo-Mündung bis zum Stanley-Pool, von wo aus der Kongo schiffbar war; es folgen die Dampfschiffe; eine Stadt wurde gegründet (das heutige Kinshasa, früher Leopoldville) und an 1.500 km Flusslauf wurden weitere Stationen errichtet. Alles natürlich zum Wohle der Wissenschaft und im Kampf gegen arabische Sklavenjäger.

1884 wurde die Aufteilung Afrikas auf der Kongo-Konferenz dann beschlossen, auf der auch Stanley teilnahm. Belgien bekam den Kongo zugesprochen, aber wie die Briten zuvor wollten auch die Belgier das Land nicht. Bis auf Leopold natürlich. Also bekamen die Belgier nicht das Land, sondern Leopold, der ihn als „Privatbesitz der belgischen Krone“ erhielt, mit der Verpflichtung „die Erhaltung der eingeborenen Bevölkerung und die Verbesserung ihrer sittlichen und materiellen Lebenslagen zu überwachen, an der Unterdrückung der Sklaverei und des Negerhandels mitzuwirken“ und „religiöse, wissenschaftliche und wohltätige Einrichtungen und Unternehmungen zum Besten der Eingeborenen zu schützen“. Leopold erklärt sich zum Eigentümer des Landes in Zentralafrika und erlässt eine Verfassung: Der Kongo-Freistaat mit einem Status jenseits des Völkerrechts war gegründet.

Das Spielzeug des Monarchen war 75 mal größer als Belgien – und unter dem gerechten Herrscher konnte es ja jetzt für das Land am Kongo nur noch aufwärts gehen und die Zivilisation Einzug halten. Dafür musste man aber erstmal Ordnung geschaffen (Zerschlagung der alten Bantu-Reiche) und der rechte Glauben gelehrt (Auftrieb für die christliche Missionierung) werden. Dann förderte man die Wirtschaft durch den Erwerb eines Zugangs zum Meer am Unterlauf des Kongo und das Anlegen von Kautschukplantagen, durch den Beginn des Abbaus von Kupfer in der Provinz Katanga und dem Verkauf von Elfenbein. Durch das Staatsmonopol und die Zwangsarbeit hat aber nicht unbedingt jeder vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert.

2008-11-15-kongo-zwangsarbeNatürlich kostet das Alles Geld, was Leopold durch Verkauf von Nutzungsrechten an Gesellschaften aufbringt. Die Firmen fördern den wirtschaftlichen Aufschwung mit unterschiedlichen Mitteln: Enteignung, noch mehr Zwangsarbeit, … Zwischen 1888 und 1908 verloren ungefähr zehn Millionen Kongolesen in den Kongogräuel ihr Leben (nach belgischen Ermittlungen von 1924). Die alten Wirtschaftsformen des Landes wurden zerstört und die Bevölkerung wurde von den Kolonialherren abhängig. Gräueltaten waren an der Tagesordnung, so wurden alle Frauen eines Dorfes ermordet, wenn die Männer nicht die geforderte Menge an Kautschuk gesammelt hatten. Der angebliche Handel mit der Kolonie war auch einseitig, denn die Schiffe zum Freistaat waren nur mit Waffen für die Kolonialtruppen beladen.

Als diese Taten an die Öffentlichkeit gelangten sorgte es in der ganzen Welt für Empörung. 1903 starteten die Briten eine Untersuchung der Vorkommnisse, aber erst 1908 verkaufte Leopold II., ein Jahr vor seinem Tod, sein kleines Reich in Afrika an den Staat Belgien. Das Land wurde umbenannt in „Belgisch-Kongo“ und es erhielt eine neue Verfassung. Nachdem 1910 auch die Zwangsarbeit abgeschafft wurde hätte es besser werden können. Da die Kontrolle aber wohl nicht besonders scharf war ging das Leid für die Kongolesen weiter. Während Belgien sich durch einen florierenden Handel mit kongolesischen Produkten (z.B. Kautschuk, Palmöl, Kaffee) und Rohstoffen (Kupfer, Blei, Zink, Diamanten) in die Riege der erfolgreichen Kolonialstaaten aufstieg, übten die Konzessionsgesellschaften wie schon unter Leopold vor Ort die wahre Macht aus und bestimmten noch bis in die 60er Jahre die politische und wirtschaftliche Entwicklung.

Da die europäischen Mächte auch Land in Afrika hatten wurde auch dort der erste Weltkrieg geführt. Belgien, aus berechtigten Gründen nicht gut auf Deutschland zu sprechen, unterstütze 1916 die Briten in ihrem Vorgehen gegen Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda und Burundi), indem sie das Gebiet Ruanda-Urundi besetzten. Das machte sich nach dem Krieg bezahlt und 1920 erhielt Belgien das Völkerbundmandat über das Gebiet, was 1925 zur verwaltungstechnischen Angliederung an Belgisch-Kongo führte. Und weil man praktisch veranlagt war, die Kongolesen zum Abbau der Rohstoffe nicht ausreichten und die Ruander und Burundis wahrscheinlich eh nichts zu tun hatten begann eine Umsiedlung, die noch heute für ethische Konflikte im Osten des Kongos sorgt.

2008-11-15-kongo-19281928 erfolgte die Gründung der „Société Générale“, die als Bergbau- und Finanzfirma gewaltig wuchs und die Plünderung des Landes organisierte. Der zweite Weltkrieg begann und die Industrie im Kongo erlebt einen unheimlichen Aufschwung, denn um einen Krieg zu führen braucht man Kupfer und Gummi – und Uran für das Atombombenprogramm der USA. Während die kongolesische Armee (ja, das scheint es gegeben zu haben) in Nordafrika gegen die Italiener kämpft verbessert sich im Land die Infrastruktur und die Industrialisierung verstärkt die Verstädterung des Landes. Doch die gesamte Verwaltung des Landes lag in den Händen der Weißen und auch der Profit aus den Rohstoffen des Landes und den industriellen Produkten flossen weiter in die Taschen der Europäer.

Die Wege vom Kongo und von Ruanda-Urundi trennten sich 1946 teilweise, bis Ruanda-Urundi 1962 die Unabhängigkeit erhielt. Die Rückführung der „Gastarbeiter“ aus dem Kongo wurde dabei aber irgendwie vergessen. In Belgisch-Kongo ging es wirtschaftlich weiter aufwärts, aber die Kongolesen verloren so langsam die Lust an der belgischen Kolonialpolitik. Dabei war es kein gemeinsames „Wir wollen einen Staat Kongo“, sondern ein gemeinsames „Belgier go home“. Und Belgien bewegte sich. Zwar nicht in Richtung Heimat, aber zumindest in Richtung Reformen. Das Ergebnis waren 1957 Kommunalwahlen (130 von 170 Sitze für die Kongolesen) und die Gründung politischer Parteien, darunter die bisher im Untergrund existente Abako (Alliance de Bakongo) und das MNC (Mouvement National Congolaise). Auf einem Kongress vieler Parteien und Bewegungen forderte man 1959 die Unabhängigkeit, denn man schnupperte den Duft der Freiheit.

Lumumba, Chef des MNC, schnupperte daraufhin aber 1959 erstmal Gefängnisluft. Drei Monate dauerte die Haft und Folter für Lumumba, bis die belgische Regierung kapiert hat, dass sie die Kontrolle über das riesige Land so langsam verliert. Und so konsequent wie die Kolonialherren in der Ausbeutung des Landes waren, so konsequent reagierten sie auch auf ihre fundamentale Erkenntnis: Belgien kündigte freie Wahlen an (Sieger wurde der MNC mit Lumumba) und gerade mal sechs Monate später wurde das Land in die Unabhängigkeit entlassen (nur die militärische Führung blieb in Belgiens Händen). 76 Jahre nachdem die Stammesgebiete zwangsvereint wurden. 76 Jahre der Ausbeutung und Unterdrückung. 76 Jahre, in der die Kongolesen keine Verantwortung und meist auch keine Bildung erhalten haben, werden sie innerhalb von sechs Monaten in die Unabhängikeit entlassen.

Belgien hatte sich in den Jahren kaum um gerechte Zustände, soziale Wohlfahrt, medizinische Versorung oder das Bildungssystem gekümmert. Es hatte den Kongolesen den Wunsch nach Unabhängikeit erfüllt, doch es gab keine afrikanischen Offiziere, im Staatsdienst gab es nur drei Afrikaner in leitenden Positionen und landesweit gab es lediglich dreissig Kongolesen mit akademischer Ausbildung. So hoffe Belgien darauf, dass das Chaos ausbricht und man sie anfleht wieder die Herrschaft zu übernehmen. Doch die Kongolesen bemühten sich – bis sich schon nach wenigen Monaten die Europäer und Amerikaner wieder im Kongo engangierten. Doch darüber, über die weiteren Entwicklungen in dem afrikanischen Land, das beispielhaft für viele Länder des schwarzen Kontinents steht, werde ich in einem späteren Artikel schreiben …

Geschrieben von Der Rabe

16. November 2008 um 02:47

Fundstück 011: Wochenschau.

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2008-11-14-wochenschauVor der Zeit, als die Nachrichten täglich bzw. mehrmals täglich im Fernsehen visuell den Menschen präsentiert wurden, wurde die Welt den Menschen durch die Wochenschauen erklärt. Einmal in der Woche vermochte man in Kinos die Bilder der Geschehnisse zu betrachten – ein Fortschritt der Informationsweitergabe, die aber auch als Propagandamittel genutzt werden konnte (und während des dritten Reichs auch wurde). Indessen gibt es die Wochenschau nicht mehr, aber ihre Berichte sind Zeitzeugen der Geschichte und als solche auch heute noch interessant. Schön, dass es im Netz ein Archiv gibt, das die entsprechenden Wochenschauen sammelt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht:

http://www.wochenschau-archiv.de/

Geschrieben von Der Rabe

14. November 2008 um 21:55

Der wahre Bligh.

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Wie Personen und ihr Wirken doch durch falsche Berichterstattung in Folge einer „guten Story“ und damit der Überzeugungskraft der Medien wie auch auf Grund daraus resultierenden Erzählungen und Filmen verzerrt und entstellt werden können zeigt das Beispiel von William Bligh. Ich selber kannte ihn aus Literatur und Fernsehen selbst nur als despotischen, tyrannischen und ungerechten Kapitän der „Bounty“, gegen dessen Regime dann gerechterweise gemeutert wurde. Dann bin ich zufällig auf Wikipedia auf die Artikel über ihn und über die Meuterei gestossen und musste feststellen, dass man es hier mit einem Mann zu tun hat, der mit Cook gesegelt ist und ein hervorragender Navigator war, wie er auch später als Gouverneur von New South Wales dem Recht Geltung verschafft hat – ein Mann, den Historiker auf Grund der historischen Fakten ganz anders sehen, als es in der „Populärgeschichtsschreibung“ der Fall ist. So kann man sich irren …

Geschrieben von Der Rabe

9. April 2008 um 10:06

Ehemaliger Regierungsbunker im Ahrtal

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Regierungsbunker Ahrtal

Gerade hat mich ein Freund darauf hingewiesen, dass vor einigen Tagen bei mir in der Ecke im ehemaligen Regierungsbunker der BRD im Ahrtal nach dessen Betriebseinstellung und Umbau das Museum seine Pforten geöffnet hat. Wenn man so die Fotos, auf dieser Seite zum Beispiel, betrachtet und sich dabei vergegenwärtigt, das der Bunker ein Zeuge seiner Zeit, der Zeit des Kalten Krieges, ist, dann ist er sicher einen Besuch wert und ich hoffe ich kann es bald einrichten dort mal vorbei zu schauen.

Geschrieben von Der Rabe

6. März 2008 um 09:27

Kleiner Mann ganz groß.

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NapoleonWeil ich ihn für einen der ganz Großen der Weltgeschichte halte hier einige der besseren Zitate von Napoléon Bonaparte:

- Das Schlimmste in allen Dingen ist die Unentschlossenheit.
- Die beste Möglichkeit, Wort zu halten, ist, es nicht zu geben.
- Können ist nichts ohne Gelegenheit.
- Mit Kühnheit kann man alles wagen, aber nicht alles tun.
- Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen.
- Störe Deinen Feind nie, wenn er gerade Fehler macht.
- Krieg mit Frauen ist der einzige, den man durch Rückzug gewinnt.
- Von Frauen spricht man nicht. Man beschäftigt sich mit ihnen.
- Wenn Gott gewollt hätte, dass wir uns waschen, hätte er das Parfum nie zugelassen.
- Wer von Anfang an schon sicher weiß, wohin sein Weg führen wird, wird es nicht sehr weit bringen.
- Es ist der Erfolg, der die großen Männer macht.
- Das Wort „unmöglich“ gibt es nur im Wörterbuch von Narren.
- Es gibt zwei Motive menschlichen Handelns: Eigennutz und Furcht.
- Wenn man Dummheiten macht, müssen sie wenigstens gelingen.

Geschrieben von Der Rabe

2. März 2008 um 13:10

Vidocq.

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VidocqAls ich vorletztes Jahr das erste Mal den Film „Vidocq“ gesehen habe, war ich begeistert. Sicher auch, weil ich eine gewisse Begeisterung für diese Art von Film, der eine durchaus phantastische Geschichte in einen historischen Kontext setzt, hege. Gérard Depardieu überzeugt in der Rolle des Vidocq und die Umsetzung des Films mit seinen Arrangements vor der Kamera hat mich in seinen Bann geschlagen, so dass ich diesen Film in meinem Leben sicher nicht zum letzten Mal angeschaut habe.

Neulich aber erst bin ich, mehr durch Zufall, bei Wikipedia auf die historische Persönlichkeit Eugène Francois Vidocq gestoßen, der von 1775 bis 1857 gelebt hat. Dieser Wikipediaartikel ist Bestandteil der Liste exzellenter Artikel und dementsprechend umfangreich ist er auch – lohnt jedoch jede Minute, die man dem Leben dieses Mannes widmet. Er hat ein wirklich abwechslungsreiches Leben geführt, dass ihn vom Gauner zu einem der ersten Kriminalisten der Weltgeschichte geführt hat. Man kann kaum glauben, was er alleine alles bis zu seinem 34. Lebensjahr erlebt hat, wo er faktisch nur auf der Flucht vor der Polizei war. Selbst sein Buch „Landstreicherleben“, das sich bei Wikisource findet, ist des Lesens wert, wie ich selbst verwundert festgestellt habe.

Wenn man also mal nicht weiß, was man machen soll ist es sicher nicht uninteressant sich mit dem abwechslungsreichen Leben von Vidocq auseinander zu setzen, auch wenn er ein sehr egozentrisches Bild der Welt gehabt hat, durch das auch in seinen Memoiren „Landstreicherleben“ nur am Rande und nur soweit, wie es ihn persönlich betrifft, auf die geschichtlichen Ereignisse seiner Zeit, die ja aus gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft bestanden haben, eingegangen wird.

Geschrieben von Der Rabe

1. März 2008 um 15:04