Archiv für die Kategorie ‘RabenFlug’
9. Rabenflug: Meine Woche.
Es ist Zeit für den Herbst
Als ich morgens auf die Arbeit ging hatten wir hier 7° C und als ich Feierabend hatte waren die Temperaturen auf 27° C angestiegen. Ich denke wir können uns für den diesjährigen Sommer nicht beschweren, denn Sonnentage hatten wir mehr als genug – aber so langsam kann meiner Ansicht nach der Herbst kommen. Und hoffentlich haben wir auch einen wirklichen Herbst. Keinen verkappten Sommer oder ewigwährenden Altweibersommer, sondern stürmische Tage. Leuchtende Farben an den Bäumen, die nicht nach zwei Tagen schon in traurigem Braun auf der Erde liegen. Und eine Zeit, die uns auf eine hoffentliche schneereiche Winterzeit vorbereiten.
Fotos, Fotos, Fotos
Einen Herbst mit sturmgepeitschten Bäumen, nebligen Landschaften und regenschwangeren Pflastersteinen wünsche ich mir auch wegen den Möglichkeiten meinen fotografischen Enthusiasmus auszuleben. Nachdem ich mich am Montag mit dem Kauf einer Nikon D3000 technisch aufgerüstet habe, bin ich gestern schon unterwegs gewesen und die ersten Fotos zu machen. Ein Hobby, was mich wohl auch körperlich fit halten wird: Nicht nur, dass ich eine gute Strecke zurück gelegt habe – auch flach auf dem Bauch liegend und in anderen Verrenkungen habe ich mich auf der Suche nach dem besten Standort begeben.
Auf Schusters Rappen
Apropos „gute Strecke zurück legen“: Am Sonntag werden mein Feuerkind und ich mit Freunden, vielleicht kommt sogar der Tavernenspinner mit, und zwei Hunden endlich wieder mal auf Schusters Rappen unterwegs sein. Unsere letzte Wanderung führte uns auf die Landskrone, ist aber schon etwas her – wenn auch nicht so lange wie unsere letzte Wanderung mit dem „Spinner“. Es werden (zum Trainingsanfang) nur rund 17 Kilometer werden: von uns aus über den Koisdorfer Sportplatz zum Sinziger Kopf, weiter auf der Dedenbacher Butterweg durch den Sinziger Stadtwald zur Harterscheid, knapp vor Königsfeld nach Norden in einem Bogen zum Schloß Vehn und dann an Löhndorf und Westum vorbei zurück. Ich freue mich schon drauf und werde sicher auch die Kamera mitnehmen.
8. RabenFlug: Mehr oder weniger.
Mehr Spaß bei der CDU
Kaum reist Frau Merkel mal zu einem Plausch mit Mister Obama denken sich die Daheimgebliebenen „Yes we can“ und tanzen auf allen Tischen. Damit der Wahlkampf der CDU nicht langweilig wird geht man jetzt in der Partei Mama Angela ärgern: Oettinger will die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel erhöhen [Q], Waigel findet die im Wahlprogramm vorgesehene Steuerreform doof [Q] und Böhmer unterstützt linke Positionen bei der höheren Versteuerung von Spitzenverdienern [Q]. Währenddessen verhallen die Machtworte des Familienoberhauptes irgendwo in der Parteizentrale und im Wahlvolk macht sich Unsicherheit breit: Was will die CDU jetzt wirklich !?
Weniger Begeisterung im Wahlkampf
Der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat sein Bestes gegeben beim Bundesparteitag. Beflügelt von den Begeisterungsstürmen, die Obama mit dem Spruch „Yes we can!“ ausgelöst hat, animierte er die Genossen zu ebensolchem. Mit mäßigem Erfolg und er könnte einem schon fast Leid tun, wenn der peinliche Versuch nicht so komisch wäre. [Q] Aber auch sonst will im Wahlkampf keine rechte Begeisterung aufkommen und die Welt titelt, zu Recht, „Der fade Wahlkampf angepasster Berufspolitiker„. Auch die Wahlplakate sind im Gegensatz zu früher einfallsloser, langweiliger geworden; lange Vorbei scheinen die Zeiten von Slogans wie „Keep Kohl!“ und die Wahlplakate früherer Wahlkämpfe in der BRD. Schade.

Mehr Paradies in der DDR
Wenn die Alliierten einfach eine Mauer um die DDR ziehen, während dort nach demokratischen Wahlen die Politiker Willy Brandt und Konrad Adenauer aktiv sind, dann ist es gut, wenn man einen Geheimdienst wie die Stasi hat. Kein Wunder, dass der Mauerfall und die Eingliederung in den „Sklavenstaat“ BRD vor zwanzig Jahren einer Vertreibung aus dem Paradies gleichgekommen ist. [Q]
Weniger Opium für Afghanistan
Jahrelang haben die USA versucht den Opiumanbau in Afghanistan zu bekämpfen, indem sie einfach die Felder abbrannten. Die Bauern fanden das wenig lustig und anstatt dankbar zu sein, dass es jetzt weniger Drogentote in den Industrieländern gibt, waren sie sauer auf die Amerikaner. Aus Undankbarkeit haben sie sich dann sogar wieder den Taliban zugewandt. Was für eine Schweinerei. Aber die USA haben jetzt eine tolle Idee, die man ja nicht vorher haben konnte: Man gibt den Bauern Geld, damit sie kein Opium mehr anbauen und unterstützt sie beim Anbau alternativer Produkte. Gut, dass man so früh darauf gekommen ist. [Q]
Mehr Menschenrechtsverletzungen im Iran
Im Iran gibt es Wahlen, daher nennt sich der Staat eine Demokratie. Klingt logisch. Ein Rechtsstaat sieht aber anders aus. Nachdem jetzt wohl acht Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen wurden (haben die nicht eigentlich diplomatische Immunität?) [Q] geht die Basij-Miliz mit unverminderter Brutalität gegen die eigenen Bürger vor. In den Krankhäusern werden Verletzte verhaftet, man dringt in Privatwohnungen ein und schlägt die Bewohner, … kein Wunder, dass die Menschenrechtsorganisationen Amnesty international und Human Rights Watch ein Auge auf die Vorgänge haben. Dabei weisen Letztere darauf hin, dass der Iran unter anderem gegen Artikel 21 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, der auch vom Iran ratifiziert worden ist, verstößt. Ob das was hilft wage ich jetzt gerade leider zu bezweifeln …
7. Rabenflug: über Deutschland.
Ist doch Ehrensache!
Vom 10. bis 16. Mai 2009 beschäftigt sich die ARD in ihrer Themenwoche mit dem Ehrenamt in Deutschland: „Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“. Hier findet man mehr Informationen rund um das Projekt und sogar ein Blog zur Begleitung. Als alter Helfer des Technischen Hilfswerks hoffe ich natürlich, dass auch die blauen Fahrzeuge zu sehen sein werden ;)
Gegen Einschränkung der Informationsfreiheit!
Hier findet man die Petition „Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“. Ich habe gerade als Nummer 67.465 mitgezeichnet. Damit wird meines Erachtens das Grundrecht auf Informationsfreiheit untergraben. Wer der Regierung nicht die Macht geben möchte unkontrollierbar Internetseiten zu sperren, der sollte sich registrieren und die Petition mit unterzeichnen. Gute Informationen zu den Hintergründen und geplanten Regelungen sowie Vorgehensweisen findet man beim Stern.
Piraten Ahoi!
Wenn man sich die Handlungen und Pläne der etablierten Parteien hinsichtlich der Probleme unserer Zeit und unserer Zukunft anschaut, weiß ich echt nicht, wem ich meine Stimme geben soll. Ich hatte schon darüber nachgedacht im Juni nicht zur Wahl zu gehen. Leider aber auch keine Lösung, denn die geringen Wahlbeteiligungen werden ja selten als Protest gewertet – also sollte man wählen gehen. Aber wen?
Man hat ja immer Angst seine Stimme zu verlieren, wenn man eine kleine Partei wählt. Auch wenn jeder weiß, dass man etwas ändern würde, wenn alle Protestverweigerer ebenfalls die kleinen Parteien wählen würden. Dass selbst eigentlich kleine Parteien etwas verändern können zeigte in jüngster Vergangenheit die Piratpartiet in Schweden. Erst 2006 gegründet hat sie mehr Mitglieder als die etablierten Parteien und kann damit schon Druck auf politische Entscheidungen ausüben.
Auch in anderen Ländern gibt es indessen „Piratenparteien„, so auch seit 2006 die „Piratenpartei Deutschland„: „Sie möchte dem Abbau von Bürgerrechten entgegentreten und den Gesetzgeber auf das digitale Zeitalter vorbereiten.“ [Zitat vom Wahllkampfportal der Piratenpartei] Die Partei tritt zur Europawahl an und sammelt derzeit hier Unterschriften, um auch zur Bundestagswahl antreten zu dürfen. Es gibt noch einige Fragen, die ich hoffe auf der HP klären zu können, aber ich finde, dass frischer Wind uns grundsätzlich gut tun würde …
6. RabenFlug: Von Gott, Despoten, Tieren und Zellen.
Atheisten-Kampagne: Mit dem Slogan „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Jetzt mach Dir keine Sorgen und genieße das Leben.“ fahren indessen Busse durch Großbritannien. Eine Kampagne von Atheisten, die wohl bald auch in anderen Ländern forgeführt wird. Sie richtet sich gegen religiösen Fanatismus und soll eine Debatte über Gott hervor rufen, wofür 140.000 Pfund Spenden eingegangen sind. [Q] Meiner Ansicht nach sei jedem freigestellt, an was er glaubt und den Glauben nicht für Gewalt mißbraucht. Aber den Sinn einer solchen Kampagne kann ich irgendwie nicht erkennen. Das Geld wäre woanders sicher besser angelegt gewesen.
Mugabe macht Urlaub: Während in dem Land weiterhin eine Cholera-Epedemie wütet, jede Hoffnung auf etwas Demokratisierung schwindet und die Inflation bei 231 Prozent liegt, hat Mugabe, wie schon berichtet, einen einmonatigen Urlaub angetreten. Die Frau des 84-jährigen hat dafür eine Summe von 92.000 US-Dollar von der simbabwischen Zentralbank abgehoben, nachdem wohl ein großer Teil seines Vermögens schon ins Ausland verschoben wurde. Ein Vermögen, das er sich sicher nicht redlich verdient hat. Seinen Urlaub verbringt der Despot übrigens in Malaysia, wo er sich auch einem Gesundheits-Check unterziehen will. [Q]
Massensterben geht weiter: Auch wenn die Menschheit immer wieder daran arbeitet sich selbst auszurotten, so ist sie doch in der Tierwelt weitaus erfolgreicher, denn das Artensterben hält unvermindert an. Die Menschenaffen könnten nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation WWF bald verschwunden sein und in Deutschland sind 67% aller bekannten Amphibien bedroht. [Q] In Südafrika hat letztes Jahr auch die Wilderei von Nashörnern stark zugenommen. Vermehrt nutzen die Wilderer auch automatische Waffen, um einigen Asiaten das angeblich potenzsteigernde Horn zu beschaffen. [Q]
Einzelhaft für Oppositionspolitikerin: Von der Verhaftung der Oppositionssprecherin Bertukan Mideksa habe ich ja schon kurz berichtet. Nach Informationen von Amnesty International wird die 34-jährige in Äthiopien in einer zwei Quadratmetergroßen Zelle ohne Fenster gefangen gehalten. Jeder kann mal gerne austesten, was man so alles auf 1 x 1 m machen kann – oder eben nicht. Äthiopien ist der drittgrößte Empfänger von Entwicklungshilfe, da könnte man schon erwarten, dass die Geldgeber Druck ausüben könnten – wenn sie denn wollten. [Q]
5. Rabenflug: Medienarbeit.
Die Krise ist auf dem Arbeitsmarkt langsam angekommen. Bekannte von mir, die eine Zeitarbeitsfirma haben, sehen das ganz anders, denn bei denen hat die Krise schon eingeschlagen. Die gestern veröffentlichten Arbeitslosenzahlen klingen aber nicht so schlimm. Gut dass es Leute gibt, die sich den Bericht etwas genauer anschauen und die interessanten Fakten in sinnvolle und verständliche Zusammenhänge setzen. Für die versteckte Wahrheit, die leider meist nicht in den Nachrichten erzwähnt wird, empfehle ich daher einen entsprechenden Beitrag bei den NachDenkSeiten.
Über die Herausforderung der Recherche von beweisbaren Fakten im Krieg Israels gegen die Hamas im Gaza-Streifen schreibt derweil Nahost-Korrespondent Ulrich Sahm bei n-tv. Er zeigt auf, dass Journalisten meist ohne gesicherte Erkenntnisse Nachrichten veröffentlichen, ohne dass sie zwingend real so geschehen sind. Um überhaupt Nachrichten zu haben, müssen sie sich oft auf Aussagen der Kriegsparteien verlassen, wodurch sie unweigerlich instrumentalisiert werden. Auch der Historiker Herfried Münkler spricht in einem Interview bei Zeit Online von der medialen Inzenierung von Opfern.
Apropos „medial“: Ein Mitarbeiter des Fernsehsenders der Hamas hat sich wohl anhand der ständigen Bilder von Krieg und Tod im Programm gelangweilt und hat, wie man das so macht, umgeschaltet. Dabei hat er aber wohl nicht gemerkt, dass sein neues Programm auch über Hamas -TV ausgestrahlt wurde: mehrere Minuten konnte man auf dem Sender einen Porno mitverfolgen. [Q] Ich würde ja sagen, dass sowohl das Programm als auch Fehler menschlich sind, aber frage mich gerade eher, wo dieser besagte Mitarbeiter jetzt ist.
4. Rabenflug: Das Sterben geht weiter.
Israel: Heute hat Lila in ihrem Blog „Letters from Rungholt“ in einem Rückblick für Neuleser die in ihrem Blog genannten Einschläge von Quassam-Raketen in Israel zusammen getragen. Leider hat sie recht behalten, dass die Weltgemeinschaft erst aufschreit, wenn Israel sich dagegen zur Wehr setzt. Interessant ist auch das Muster von Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern in Lizas Welt.
Simbabwe: Vor etwas über einem Monat waren es noch 313 Tote, indessen sind mehr als 1.622 Menschen an der Cholera gestorben und 32.519 sind erkrankt [Q]. Zahlen, die dazu führen, dass das Land wieder bei uns Schlagzeilen macht – und prompt werden unsere Politiker wieder aktiv und drängen Mugabe auf eine Umstellung seiner Regierung. Schade, dass nur ein Mindestmaß an Toten die Politik zum Handeln zu bewegen scheint.
Kongo: In den Medien ist es wieder still geworden um den Kongo. Dabei gibt es auch aus dem Kongo Neuigkeiten, denn das Morden hat nicht mit der Medienpräsenz in Deutschland geendet. Allein über die Weihnachtsfeiertage hat die ugandische „Widerstandsarmee des Herrn“ (LRA) im Kongo in regelrechten Massakern über 400 Menschen ermordet [Q]. Als würde das nicht ausreichen, meldete die WHO (World Health Organisation) am Freitag, dass wieder die Krankheit Ebola ausgebrochen ist [Q].
Nachruf: Leider hat Peter Hetzler sein Blog „Total Global“ aus Zeitgründen einstellen müssen. Ich freue mich aber, dass er seine Seite „Monopolis“ fortführen wird.
3. RabenFlug: Kurzer Rundflug.
Frankreich: Im Radio (SWR1) höre ich, dass man in Frankreich unsere Kanzlerin als Bremserin im Kampf gegen die Finanzkrise wahrnimmt. Während sie, so die Nachrichten, noch gezielte Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung des Mittelstandes plant, hat Monsieur Sarkozy wohl schon hohe Summen zur Unterstützung der Großindustrie versprochen. Auch wenn der Mann aus Frankreich hetzen mag, dass er schneller ist – wenn unsere Kanzlerin nach längerem Überlegen unseren Mittelstand unterstützt statt wie sonst meistens die „Global Player“, dann ist mir das nur recht. Vielleicht ein erster Schritt, um das große Sterben in Deutschland doch zu verhindern bzw. einzuschränken. Aber nur vielleicht, …
Uganda: Vor gerade mal einer Woche habe ich einen kurzen Artikel über Ebola geschrieben und schon wird das Auftauchen einer neuen Variante festgestellt: Bundibugyo ebolavirus. Ende 2007 war der Erreger in West-Uganda aufgetaucht und wurde jetzt von der US-Seuchenkontrollbehörde in Atlanta identifiziert. Auf genetischer Ebene unterscheidet er sich relativ stark von den anderen Ebolaviren. [Q] Der Kampf Mensch gegen Virus geht also in die nächste Runde.
Kongo: 3.000 weitere UN-Soldaten sollen die „MONUC“ unterstützen, die sich bisher nicht in der Lage gezeigt hat die Greueltaten in der Region Kivu zu verhindern bzw. die Zivilbevölkerung zu schützen. Selbst das Zentrum des UN-Kinderhilfswerks UNICEF im ostkongolesischen Kanya, von wo aus unterernährte Kinder Lebensmittel erhalten haben, ist geplündert worden. [Q] Es ist zu hoffen, dass die UN-Truppen schlagkräftig genug und Willens sind sich vor die leidende Bevölkerung zu stellen, dass der Hilferuf der Kongolesen nicht ungehört verhallt.
2. RabenFlug: Rund um den Globus.
Deutschland: Es gibt scheinbar noch soziale Themen im deutschen Fernsehen und dieses Mal ist es der Ernährungstipp für Empfänger von Hartz IV. Damit ist bewiesen: Auch ein bemitleidenswerter Vierer-Hartzer (was ich ja auch mal war) muss nicht Opfer des Welthungers werden, sondern kann jeden Tag drei gesunde Mahlzeiten zu sich nehmen. Die Liste findet man hier, aber ob das jetzt die deutsche Realität gerechter macht bleibt fraglich.
Wrangelinsel (Sibirien): Vor etwa 3.700 Jahren ist das letzte Mammut am Allerwertesten der Welt gestorben. Die Frage stellt sich jetzt, wann das Tier seine Auferstehung feiern wird. Wissenschaftler haben schon 70% des Erbguts des Mammuts entziffert – mehr als jemals zuvor von einem ausgestorbenen Tier. Dieses eiszeitliche Erbgut unterscheidet sich scheinbar nur 0,6% von dem der lebenden afrikanischen Elefanten (klar, irgendwo müssen ja die Haare programmiert sein). [Q] Vielleicht habe ich doch noch eine Chance in meinem Leben mal einen leibhaftigen Mammut zu sehen – wo ich doch so eine Elefantenfan bin ;)
Australien: Die Marketingexperten des Tourismusamtes in Australien scheinen bei der Vermarktung ihres Landes ein Fettnäpfchen in der Größe der King Georg Falls gefunden zu haben. In dem Werbefilm baden einige fröhliche „Touristen“ in dem Gewässer, was man irreführende Werbung nennen könnte, da dort das Baden verboten ist. Interkulturelle Kompetenz haben die Werbemacher aber auch vermissen lassen, als sie den Ort auf Grund seiner Schönheit auswählten: Es ist ein heiliger Ort der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Ein Ort, der von den Geistern der Ahnen bewacht wird. [Q] Ob die Aborigines jetzt einen Werbefilm für die schöne australische Sonne mit Bikinimodels auf einem Friedhof drehen?
Vereinigte Staaten von Amerika: Guantanamo, Irak, Afghanistan, Finanzkrise, Automobilkrise, … bei den ganzen Themen kann man den amerikanischen Reportern gerade noch verzeihen, dass sie es bisher versäumt haben den zukünftigen US-Präsidenten Obama auf die wirklich wichtige Frage anzusprechen: Ob er, der frühere starke Raucher, wirklich das Laster aufgegeben hat. [Q] Es scheint bisher keine Anzeichen zu geben, dass er wieder bzw. noch raucht – aber scheinbar würde man es einem gestressten Präsidenten zugestehen, wenn er im Oval Office sich hin und wieder einen Glimmstengel genehmigt. Thanks and god bless america.
Deutschland: Der Winter scheint früher zu kommen, als ich es gedacht habe. [Q] Es bleibt abzuwarten, ob es nur ein kurzer Besuch des alten Väterchen Frost ist, oder ob wir diesen Winter wieder einen Winter haben, der diesen Namen auch verdient hat. Auch wenn jetzt wahrscheinlich viele Leute anderer Meinung sein sollten: Ich würde es mir wünschen, denn ich liebe den Winter und den Schnee. Zumindest hatte ich heute schon das Gefühl, dass die Luft diesen Hauch des Geruches mit sich führt, der den Schnee ankündigt …
1. RabenFlug: Durch die Nachrichten
Hier ein paar Nachrichten, die mich in den letzten Tagen bewegt haben und meines Erachtens nicht einfach so in der Flut der täglich auf uns einstürmenden Informationen untergehen sollten:
Nigerias Babyfabriken: Ein Netzwerk von Kliniken, die als Abtreibungskliniken oder Waisenhäusern getarnt, Kinder zum Verkauf züchten, sind in Nigeria aufgedeckt worden. Teenager werden dort gegen Bezahlung als Gebährmaschinen benutzt. Die Babies werden dann zum Beispiel als Sex-Sklaven oder als Organspender für einen Preis von 2.000 € bis 3.000 € verkauft. [Q]
Keine Hilfe für Merckle: Baden-Würtemberg wird der Unternehmensholding von Merckle nicht hilfreich zur Seite springen. Der Milliardär hatte sich bei der Spekulation von VW-Aktien verschätzt und war in finanzielle Schwierigkeiten geraten – und hatte dann um Hilfe gebeten. Ich hätte gerne genug Geld um mich überhaupt verspekulieren zu können und ich frage mich, ob man bei Finanzproblemen von mir einen Hilferuf von mir überhaupt beraten würde ;) [Q]
Hilferuf aus dem Kongo: 44 Gruppen aus den Gemeinden im umkämpften Gebiet haben sich mit einem Hilferuf an die Weltgemeinschaft gewandt und bitten um Hilfe. „Wir wissen nicht mehr, zu welchem Heiligen wir beten sollen. Wir sind dem Tode geweiht. [...] Wir sind aufgegeben worden“, heißt es in dem Appell an die Welt. Sie berichten von Massenerschiessungen und von einem Schrecken, den sie so noch nie erlebt hätten. [Q]
Klare Worte: „Ich bin irritiert, wenn Automobilfirmen Milliarden-Gewinne in den letzten Jahren gemacht haben, die Manager Millionen-Gehälter bekommen haben, da darf keine Diskussion über Schutzschirme kommen“, sagt Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück. Wenn der Staat „Geld übrig“ habe, so solle dieser das Geld besser für Bildung und zur Bekämpfung der Kinderarmut ausgeben. [Q] Diese Aussage ist meines Erachtens einen Applaus wert.
Dreistigkeit … sinkt: Vor der Küste Somalias wollte eine indische Fregatte ein Piratenschiff kontrollieren – worauf die Piraten drohten das Kriegsschiff in die Luft zu sprengen. Das haben sie dann auch versucht, in dem sie das Feuer eröffneten. Wie aber nicht anders zu erwarten hatte die indische Marine die besseren Argumente (sprich: stärkeren Geschütze) und das Piratenschiff wurde versenkt. [Q] Schon die Geschichte der Menschheit belegt, dass sich Piraterie nicht lohnt.