RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archiv für die Kategorie ‘Politik und Gesellschaft

Wickerts Kritik an den Nachrichten.

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Ich habe mich ja in diesem Blog schon öfter bei verschiedenen Gelegenheiten und Themen mehr oder weniger stark gefragt, was für Nachrichten unsere Medien überhaupt noch befördern und ob sie ihrer Pflicht nach Information überhaupt noch nachgehen. Diese Informationspflicht, die der Presse meines Erachtens zu Grunde liegen sollte, ist ja wohl auch als Grundlage und Sinn der Pressefreiheit zu sehen. Wenn die Medien nicht mehr möglichst objektiv und umfassend informieren, wird die Pressefreiheit als Grundlage für die Freiheit und das demokratische Verständnis des einzelnen Bürgers doch irgendwie in Frage gestellt. Wie kann ein Bürger sich noch sicher sein eine Entscheidung zu haben, wenn ihm die Möglichkeit der objektiven Berichterstattung über Themen genommen wird – oder ihm gar wichtige Dinge aus seinem alltäglichen Leben bzw. Sachthemen, die seinen Alltag bestimmen, komplett vorenthalten werden?

Wie oft wird in Deutschland darüber gelästert, wie schlecht informiert die Amerikaner doch wären, die von ihren Medien nur mit Talkshows und Sitcoms versorgt werden? Wie oft hört man, dass die amerikanischen Nachrichtensender nur populistisch agieren, weil sie auf die Einschaltquoten schielen, und eine sachliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen gar nicht mehr stattfindet?

Ulrich Wickert, bekannt als Moderator der Tagesthemen, hat heute in der FAZ einen interessanten Artikel bzw. einen guten Kommentar zu genau diesem Thema veröffentlicht. Er ärgert sich darüber, dass die Schreiber der Nachrichten scheinbar kein richtiges Deutsch mehr können und sich auf Allgemeinplätze zurückziehen. Plattitüden, die man aus der Politik oft schon gewohnt ist – und gegen die gerade die Presse gegensteuern sollte. Er moniert, dass sogar den öffentlich-rechtlichen Sendern, deren Unterstützungsgebühren ja an sich auf dem eigentlich vorhandenen Bildungsauftrag basieren bzw. aus diesem heraus begründet sind, ihre Soap-Operas wichtiger waren, als die Vorstellung des neuen Kabinetts Merkel.

Ich kann ihn in allen Punkten nur Recht geben und empfehle Jedem den Beitrag zu lesen: „Wickert bemängelt Nachrichten: Warum sind die Kritiker so milde?

10. RabenFlug:

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Kein Völkermord in Darfur …
… weil ein Muslim keinen Völkermord begehen kann. Ah, das hätte der türkische Ministerpräsident Erdogan mal früher sagen können, dann hätte ich mir einige Artikel in meinem Blog sparen können (z.B. hier, hier und hier). Sind dann jetzt die über 200.000 Toten und mehr als 2,5 Millionen Vertriebenen alles nur Simulanten? [Q]

Zwischen Nordkorea und Südkorea …
… ist der von mir auf Grund der Aggressivität von Kim Il-Sung prophezeite Krieg bisher noch nicht ausgebrochen. Applaus, Applaus, Applaus. Es gab in den letzten Monaten auch vorsichtige Schritte der Annäherung. Allgemeiner Jubel. Gestern nun gab es ein Feuergefecht zwischen Schiffen der verfeindeten Bruderstaaten. Die Gegend kommt noch lange nicht zur Ruhe. [Q]

Abrüstung auf der Welt …

… ist nicht erst seit Reagan und Gorbi populär, wenn auch in den letzten Jahren trotz der Beendigung des Kalten Krieges irgendwie thematisch hinter Wirtschaftskrisen in Deckung gegangen. Nach seiner vielbeachteten Rede in Prag sitzt Friedensnobelpreisträger Barack Obama jetzt mit seinem russischen Kollegen Medwedew via Vertreter an einem oder mehreren Tischen und redet über Abrüstung. Eine gute Nachricht! [Q]

Unser Außenminister …

… kann Englisch – zumindest bezeugt das die US-Außenministerin Clinton. [Q] Wenn man vor der Bundestagswahl viele Leute gefragt hat, war Westerwelle als Außenminister scheinbar die größte Panik der Deutschen. Dabei war die öffentliche Meinung über Genscher zum Zeitpunkt seines Amtsantritts auch nicht viel besser – heute käme Niemand mehr auf die Idee den Außenminister der Wiedervereinigung als Dilettanten zu bezeichnen. [Q] Daher warte ich lieber ab und lasse mich dann positiv überraschen.

Ein Luftangriff in Genf …

… traf den dortigen Teilchenbeschleuniger. Der Angreifer hat mit seiner Baguettebombe am 3.11. einen Kurzschluss verursacht. Der gefiederte Aggressor konnte unbehelligt fliehen. [Q]

H1N1, die Medien und die Hysterie.

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Im Sommer nehmen die Medien die Mexikanische Grippe (bzw. Schweinegrippe) das erste Mal war und überall wird von einer neuen Seuche gewarnt, während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Beratungen H1N1 zur Pandemie erklärt. Die erste Welle der Krankheit verläuft aber in den ersten Wochen bzw. Monaten nicht so stark, wie von den Medien erhofft vorgesagt und wütet in erster Linie in Ländern, die weit von Deutschland entfernt sind.

Dann findet unsere Presse ein Thema, das höhere Auflagen verspricht: Die Gefährlichkeit des Impfstoffs. Als ob kein anderer Impfstoff nicht auch Nebenwirkungen hätte oder am Anfang umstritten gewesen wäre. Was folgt ist eine von den Medien geförderte Hysterie gegenüber dem Impfstoff, während zeitgleich die Gefährlichkeit der Krankheit in der Relation zum Impfstoff abzunehmen scheint.

Indessen häufen sich die Meldungen von Toten durch den Erreger H1N1, wobei bisher wohl vor allem schon gesundheitlich vorbelastete Menschen betroffen sind. Doch Meldungen wie aus der Ukraine [Q] sind die nächsten Schlagzeilen, die Auflage versprechen – so warnen die Medien wieder verstärkt vor der Gefahr der Mexikanischen Grippe, die aktuell der voraussichtlich einzige in Deutschland aktive Grippeerreger ist [Q].

Das zumindest ist mein Empfinden, was die Berichterstattung in der Presse angeht, wo Auflagen oft wichtiger sind als die Information der Bevölkerung. Das Resultat ist, dass viele Leute wegen des Impfstoffes verunsichert sind und die Krankheit für weniger gefährlich halten als die Experten der Weltgesundheitsorganisation oder des Robert-Koch-Institutes – und daher nicht zur Impfung gehen [Q].

Ich bin mal gespannt, wie es mit der Mexikanischen Grippe weitergeht und wie sich die weiteren Wellen entwickeln. Dabei hoffe ich darauf, dass sich die Experten in ihren Vorhersagen irren. Nachdem ich gestern geimpft worden bin, blicke ich dem aber recht entspannt entgegen. Nebenwirkungen habe ich übrigens bisher keine.

Geschrieben von Der Rabe

8. November 2009 um 13:11

Fundstück 022: „Home“

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„Veränderung macht glücklich, wenn man für eine bessere Zukunft arbeitet.“
Vorwort des Begleitbuchs zum Dokumentarfilm „Home“ von Yann Arthus-Bertrand

Geschrieben von Der Rabe

6. November 2009 um 21:56

World Food Day 2009

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Notlandung mit Müntefering

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Zugegeben: Eine Notlandung mit einem Flugzeug ist Nichts, was man als Passagier gerne haben möchte. Also erst mal ein Aufatmen, dass eine solche Landung heute auf dem Stuttgarter Flughafen so glimpflich abgelaufen ist und Niemand wirklich zu schaden kam. Dabei hatte diese Notlandung natürlich eine besondere „Brisanz“, da der SPD-Generalsekretär Franz Müntefering an Bord war. Wenn ich nun seine Worte gegenüber der BILD lese – „Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden“ – frage ich mich, ob das ein Omen für die bevorstehende Bundestagswahl sein könnte …

Geschrieben von Der Rabe

14. September 2009 um 12:58

Ein Paar Eindrücke.

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Im Duell: Tod durch Langeweile

Gestern Abend war es ja fast schon staatsbürgerliche Pflicht im TV das Kanzlerkanidatenduell zu schauen. Nach der Hälfte habe ich Merkel gegen Marge und Frank gegen Homer eingetauscht und sicher nichts Staatstragendes verpasst. Wären alle Duelle der Geschichte so spannend gewesen, dann  wären die Duellanten nicht an Verletzungen durch Klingen oder Kugeln verstorben, sondern an Langeweile eingegangen. Wenn man Spannung und Leidenschaft in der Politik haben will sollte man derzeit weder SPD noch CDU wählen.

Immer nur Katzenfotos …

Ich mache ja schon länger mehr oder weniger sporadisch beim Projekt 52 mit, indessen mit meinem neuen Photoblog. Letzte Woche war das Wochenthema „Schönheitskönigin“ und ich hätte ja darauf wetten können, dass dabei etliche Katzenfotos herauskommen. Bei dem Thema „Fellmonster“ muss ich wohl auch nix zu sagen. Es ist symptomatisch, dass auch das aktuelle Wochenthema „Faulheit“ noch keine 24 Stunden Bestand hat und schon ein Katzenfoto in der Liste erscheint. Ehrlich gesagt: Ich kann langsam keine Katzenfotos mehr sehen !!!

Kambodscha verbietet Wahl zur „Miss Landmine“.

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Nachdem ich vor über einem Jahr schon mal auf die Wahl der „Miss Landmine“ hingewiesen habe [hier],ist dieser etwas andere Schönheitswettberwerb wieder in der Presse: Die Regierung von Kambodscha hat die Wahlen zur „Miss Landmine Cambodia“ kurzfristig verboten, weil sie darin eine Verhöhnung der heimatlichen Landminenopfer sieht. [Q] Eine Meinung, der ich mich nicht anschliessen kann.

Wer das ebenfalls so sieht und mit abstimmen möchte, der kann das auf der Seite des Ausrichters unter folgender URL machen: http://miss-landmine.org/cambodia/.

Geschrieben von Der Rabe

20. August 2009 um 16:30

Bundestagswahl: Geh nicht hin !

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Das Video gibt es länger und mit mehr Infos hier – und vielen Dank an die HulaBoys für die Information.

Geschrieben von Der Rabe

29. Juli 2009 um 10:06

8. RabenFlug: Mehr oder weniger.

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Mehr Spaß bei der CDU

Kaum reist Frau Merkel mal zu einem Plausch mit Mister Obama denken sich die Daheimgebliebenen „Yes we can“ und tanzen auf allen Tischen. Damit der Wahlkampf der CDU nicht langweilig wird geht man jetzt in der Partei Mama Angela ärgern: Oettinger will die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel erhöhen [Q], Waigel findet die im Wahlprogramm vorgesehene Steuerreform doof [Q] und  Böhmer unterstützt linke Positionen bei der höheren Versteuerung von Spitzenverdienern [Q]. Währenddessen verhallen die Machtworte des Familienoberhauptes irgendwo in der Parteizentrale und im Wahlvolk macht sich Unsicherheit breit: Was will die CDU jetzt wirklich !?

Weniger Begeisterung im Wahlkampf

Der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat sein Bestes gegeben beim Bundesparteitag. Beflügelt von den Begeisterungsstürmen, die Obama mit dem Spruch „Yes we can!“ ausgelöst hat, animierte er die Genossen zu ebensolchem. Mit mäßigem Erfolg und er könnte einem schon fast Leid tun, wenn der peinliche Versuch nicht so komisch wäre. [Q] Aber auch sonst will im Wahlkampf keine rechte Begeisterung aufkommen und die Welt titelt, zu Recht, „Der fade Wahlkampf angepasster Berufspolitiker„. Auch die Wahlplakate sind im Gegensatz zu früher einfallsloser, langweiliger geworden; lange Vorbei scheinen die Zeiten von Slogans wie „Keep Kohl!“ und die Wahlplakate früherer Wahlkämpfe in der BRD. Schade.

2009-06-28-wahlwerbeplakate

Mehr Paradies in der DDR

Wenn die Alliierten einfach eine Mauer um die DDR ziehen, während dort nach demokratischen Wahlen die Politiker Willy Brandt und Konrad Adenauer aktiv sind, dann ist es gut, wenn man einen Geheimdienst wie die Stasi hat. Kein Wunder, dass der Mauerfall und die Eingliederung in den „Sklavenstaat“ BRD vor zwanzig Jahren einer Vertreibung aus dem Paradies gleichgekommen ist. [Q]

Weniger Opium für Afghanistan

Jahrelang haben die USA versucht den Opiumanbau in Afghanistan zu bekämpfen, indem sie einfach die Felder abbrannten. Die Bauern fanden das wenig lustig und anstatt dankbar zu sein, dass es jetzt weniger Drogentote in den Industrieländern gibt, waren sie sauer auf die Amerikaner. Aus Undankbarkeit haben sie sich dann sogar wieder den Taliban zugewandt. Was für eine Schweinerei. Aber die USA haben jetzt eine tolle Idee, die man ja nicht vorher haben konnte: Man gibt den Bauern Geld, damit sie kein Opium mehr anbauen und unterstützt sie beim Anbau alternativer Produkte. Gut, dass man so früh darauf gekommen ist. [Q]

Mehr Menschenrechtsverletzungen im Iran

Im Iran gibt es Wahlen, daher nennt sich der Staat eine Demokratie. Klingt logisch. Ein Rechtsstaat sieht aber anders aus. Nachdem jetzt wohl acht Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen wurden (haben die nicht eigentlich diplomatische Immunität?) [Q] geht die Basij-Miliz mit unverminderter Brutalität gegen die eigenen Bürger vor. In den Krankhäusern werden Verletzte verhaftet, man dringt in Privatwohnungen ein und schlägt die Bewohner, … kein Wunder, dass die Menschenrechtsorganisationen Amnesty international und Human Rights Watch ein Auge auf die Vorgänge haben. Dabei weisen Letztere darauf hin, dass der Iran unter anderem gegen Artikel 21 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, der auch vom Iran ratifiziert worden ist, verstößt. Ob das was hilft wage ich jetzt gerade leider zu bezweifeln …