Archiv für die Kategorie ‘Mein Leben’
Grippe, Langeweile und Moorhuhn.
Ist meine Freundin schon seit Montag krank geschrieben, hat mich die Grippe (nicht die mexikanische, sondern eine gute deutsche Grippe) am Donnerstag geholt. An sich kann das ja mal ganz erholsam sein, aber zu Zweit wenig gut gelaunt und durch Schnupfen und Husten gereizt Zuhause eingesperrt zu sein ist nicht zwingend zu empfehlen, wie es mir scheint. Gerade jetzt, wo ich wegen der neuen Kamera eigentlich viel unterwegs sein müsste und wollte, hocke ich in meinen vier oder etwas mehr Wänden fest, was wirklich langweilig ist.
Apropos Langeweile: Genau zehn Jahre ist es jetzt her, als das Ende der Produktivität in deutschen Betrieben ausgerufen wurde, weil alle Mitarbeiter statt zu arbeiten nur noch „Moorhuhn“ gespielt haben. Indessen dürfte klar sein, dass dieses Spiel nicht zwingend für den Zusammenbruch unserer Wirtschaftsleistung verantwortlich ist (oder mit dieser These eine Möglichkeit für Verschwörungstheorien bietet). Indessen gibt es eine ganze Liste von Varianten der Moorhuhnjagd, so auf der Pirateninsel, im alten Ägypten und wilden Westen. Zur Bekämpfung der Langeweile werde ich mich dann mal auf die Jagd begeben und wer auch Lust auf etwas Nostalgie hat, der findet hier einige Varianten zum Sofort-Spielen. Viel Spaß.
9. Rabenflug: Meine Woche.
Es ist Zeit für den Herbst
Als ich morgens auf die Arbeit ging hatten wir hier 7° C und als ich Feierabend hatte waren die Temperaturen auf 27° C angestiegen. Ich denke wir können uns für den diesjährigen Sommer nicht beschweren, denn Sonnentage hatten wir mehr als genug – aber so langsam kann meiner Ansicht nach der Herbst kommen. Und hoffentlich haben wir auch einen wirklichen Herbst. Keinen verkappten Sommer oder ewigwährenden Altweibersommer, sondern stürmische Tage. Leuchtende Farben an den Bäumen, die nicht nach zwei Tagen schon in traurigem Braun auf der Erde liegen. Und eine Zeit, die uns auf eine hoffentliche schneereiche Winterzeit vorbereiten.
Fotos, Fotos, Fotos
Einen Herbst mit sturmgepeitschten Bäumen, nebligen Landschaften und regenschwangeren Pflastersteinen wünsche ich mir auch wegen den Möglichkeiten meinen fotografischen Enthusiasmus auszuleben. Nachdem ich mich am Montag mit dem Kauf einer Nikon D3000 technisch aufgerüstet habe, bin ich gestern schon unterwegs gewesen und die ersten Fotos zu machen. Ein Hobby, was mich wohl auch körperlich fit halten wird: Nicht nur, dass ich eine gute Strecke zurück gelegt habe – auch flach auf dem Bauch liegend und in anderen Verrenkungen habe ich mich auf der Suche nach dem besten Standort begeben.
Auf Schusters Rappen
Apropos „gute Strecke zurück legen“: Am Sonntag werden mein Feuerkind und ich mit Freunden, vielleicht kommt sogar der Tavernenspinner mit, und zwei Hunden endlich wieder mal auf Schusters Rappen unterwegs sein. Unsere letzte Wanderung führte uns auf die Landskrone, ist aber schon etwas her – wenn auch nicht so lange wie unsere letzte Wanderung mit dem „Spinner“. Es werden (zum Trainingsanfang) nur rund 17 Kilometer werden: von uns aus über den Koisdorfer Sportplatz zum Sinziger Kopf, weiter auf der Dedenbacher Butterweg durch den Sinziger Stadtwald zur Harterscheid, knapp vor Königsfeld nach Norden in einem Bogen zum Schloß Vehn und dann an Löhndorf und Westum vorbei zurück. Ich freue mich schon drauf und werde sicher auch die Kamera mitnehmen.
Mein Photoblog.
Seit einigen Wochen stelle ich verstärkt fest, dass ich an meine Fotos immer höhere Ansprüche stelle und nicht mehr alle Fotos, die ich vor allem auf Liverollenspielen mache, den Weg ins Netz finden. Während ich früher alle Bilder direkt von der Kamera ins WWW hoch geladen habe wird heute jedes Bild nachbearbeitet und erhält ein besseres Format. Ebenso reichen mit die Funktionen des bisherigen „Werkzeugs“, eine HP Photosmart M447, nicht mehr aus, so dass in den nächsten Wochen der Kauf einer Digitalen Spiegelreflexkamera geplant ist.
Um meinen Weg in diesem neu priorisierten Hobby, der hoffentlich von Lob und vor allem von konstruktiver Kritik begleitet sein wird, etwas zu dokumentieren habe ich ein entsprechendes Blog eingerichtet, in dem ich auch zukünftig das Projekt 52 fortführen werde. Die ersten Fotos sind schon mal online und ich freue mich (natürlich) über Kommentare ;)
Ein Kommunalwahlprogramm.
Bei uns in Rheinland-Pfalz steht nicht nur die Europawahl vor der Tür, sondern auch die Kommunalwahl. Das merkt man vor allem daran, dass überall Plakate mit mehr oder minder bekannten Häuptern prangen und der Briefkasten zusätzliche Nahrung erhält. So ist mir heute auch der Flyer der CDU Sinzig in die Hand gefallen – und wirbt mit dem Bild „Uns geht’s um Sinzig“ um meine Gunst. Der Slogan ist nicht neu, denn schon 1994 kam diese Kampagne neu auf den Wahl-Markt. Schade, wenn einem seit 15 Jahr nichts Neues bzw. Besseres einfällt.
Dann gibt es eine lange Liste von Sachen, die man sich vornimmt. Unter anderem finde ich dort den Punkt „Schaffung von Anreizen für den Zuzug von jungen Familien, u.a. durch Erschliessung von bezahlbaren Baugrundstücken“. Warum man das erst nach der Wahl machen möchte bleibt, wie bei anderen Punkten auch, mal dahingestellt. Aber ich erinnere mich, dass entsprechende Pläne, nämlich der Ankauf von Nicht-Baugrundstücken vor der Aufstellung des Bebauungsplanes durch die Stadt und den dadurch möglichen kostengünstigen Verkauf an junge Familien nach Herstellung des Baurechts, wie es in anderen Gemeinden schon lange gemacht wird, auch von der CDU im Rat abgelehnt wurde. Dabei ist das die beste Möglichkeit die Preise für Bauland niedrig zu halten und auch die Vergabe an junge Familien zu gewährleisten, anstatt dass Bauland brachliegt, weil damit Jemand spekuliert. Abgesehen davon stellt sich mir auch die Frage, ob man nicht erst Anreize schaffen sollte Baulücken zu schließen, anstatt die Zersiedelung der Landschaft weiter voran zu treiben.
„Sicherung von Veranstaltungsmöglichkeiten in den Stadtteilen und Ankauf des Helenensaales“ ist ein auch schon seit langen Jahren bekanntes Problem. Die Sicherung scheitert meist an Bürgern, die sich neben Veranstaltungsorten bzw. Dorfplätzen häuslich niederlassen und dann klagen, wenn dort Karneval gefeiert wird – was für mich unverständlich ist, aber leider vom Rat nicht geändert werden kann. Der Ankauf des altehrwürdigen Helenensaales klingt im ersten Moment gut, aber nur, wenn man verdrängt, dass er schon heute nicht genug Platz für Veranstaltungen bietet und keine Erweiterungsmöglichkeiten hat, dass die Sanitäranlagen nicht ausreichen, keine Stellplätze in der Nähe sind und er von Wohngebäuden umzingelt ist. Ergo: weitreichende Sanierungsmaßnahmen sind erforderlich, von Auflagen in den Bereichen Lärm- und Brandschutz sind auszugehen – welche die Kosten weiter hoch treiben. Obwohl der finanzielle Aufwand bis zu einer vernünftigen Sanierung nicht geklärt ist hat wohl der Stadtrat in diesem Monat mit 16 zu 15 Stimmen entschieden das Gebäude zu kaufen. Für das Geld hätte man auch eine schöne neue Halle bauen können, die den Anforderungen der Stadt dieser Größe eher Rechnung getragen hätte.
Sehr schön ist die „Belebung der Innenstadt durch ein Förderprogramm zur Erhaltung und Ansiedlung neuer Geschäfte“. Da bin ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Erst versucht der Bürgermeister (CDU) den Platz neben dem Schloss als Standort für einen Supermarkt zu vermarkten, dann verkauft man das außerhalb der Innenstadt gelegene Präparandiegelände, damit sich dort ein Penny (direkt beim schon vorhandenen REWE) ansiedeln kann, während der Bau eines Kauflands hinter dem Bahnhof nur noch vom Einspruch der Anwohner gebremst wird – und nachdem dann der letzte Supermarkt (ein Edeka) in der Innenstadt aufgeben muss beginnt man ein Förderprogramm aufzulegen. Anstatt eine mittel- bis langfristige Stadtplanung zu gestalten, die diesen Namen auch verdient und nicht bei einer Innenstadtsanierung aufhört, lässt man die Innenstadt sterben, um sie jetzt mit einem teuren Förderprogramm zu beleben. Klingt komisch, ist aber so.
Programm trifft auf Realität, aber das wird wohl nichts daran ändern, dass die CDU weiterhin die größte Fraktion im Stadtrat sein wird. Ob sich nach der Wahl was für die Stadt ändern wird und Sinzig fit für die Zukunft gemacht wird bleibt abzuwarten …
Die letzte Zigarette.
Ich beobachte derzeit ganz interessiert, was die Sucht aus einem machen kann. Vom August 2007 bis Ende Mai 2008 hatten das Feuerkind und ich das Rauchen aufgegeben, um dann mit den Worten „Ach, eine Zigarette schadet ja nicht“ auf den Lippen einen Rückfall zu erleiden. Aber von Rückschlägen soll man sich ja nicht entmutigen lassen, so dass wir einen neuen Anlauf starten und ich am Dienstagmorgen meine aktuell letzte Zigarette geraucht habe.
Am Dienstag war ich einfach etwas hibbelig und natürlich hatte ich mehr als ein Mal Lust auf eine Zigarette, aber ich war doch verwundert, wie einfach der Tag vorbei ging (außer dass ich Abends meiner Verlobten gewaltig auf den Keks ging, weil ich ständig von meinen Gelüsten sprach). Aber am Mittwoch hätte ich besser Urlaub genommen, denn der Aggressionspegel war enorm und hat mich selbst erschreckt. Ich habe den Chef angefaucht (wegen einer Nichtigkeit – als ob es zuweilen keine guten Gründe geben würde) und bei meinem Mittagsspaziergang hätte ein älterer Herr fast meine Faust im Gesicht gehabt, weil er mich angesehen hat. Sollte es noch mal erforderlich sein, dass ich aufhören muss, werde ich mich an dem zweiten Tag irgendwo einsperren lassen und jeglichen menschlichen Kontakt meiden.
Seitdem ist es aber wirklich einfach, wobei gestern dann die Belastungsprobe angesagt war. Unter den Umzugshelfern der Hexe des Westens befand sich auch eine Raucherin, die natürlich ihrer Sucht nachging. Man fragt sich ja immer, ob man dann geifernd daneben steht, um ihr letzendlich eine Zigarette zu klauen – aber wunderlicherweise war dem gar nicht so. Natürlich hätte ich eine Rauchen können, aber ich hatte kein Verlangen danach es auch zu müssen.
Sicher wird es auch in Zukunft immer eine Belastung und eine Prüfung bleiben, es wird Situationen (z.B. nach einem guten und ausgiebigen Essen) geben, in denen es schwer bleibt – aber ich glaube der schlimmste Tag ist überstanden. Ohne, dass es Opfer in mienem Umfeld gekostet hat ;) Jetzt heißt es durchhalten …
Gasexplosion in Heppingen.
Am Freitag, den 17. April 2009 kam es in Heppingen zu einer Gasexplosion, in deren Folge auch ich als Helfer im Ortsverband Sinzig des Technischen Hilfswerks alarmiert wurde. Da es aber faktisch nichts mehr gab, was abgestützt werden musste, waren wir nur in Bereitschaft, bis diese gegen 1 Uhr aufgelöst wurde. Im Endeffekt muss man sagen, dass die Bewohner des Hauses und des Nachbargebäudes echt Glück gehabt haben.
Mehr Informationen auf der Seite der Feuerwehr Bad Neuenahr hier.
Es kann nur besser werden.
Mein jüngster Sohn wurde operiert und ich habe einige Tage bei ihm im Krankenhaus verbracht. Meine Eltern sind umgezogen und passend zum Beginn des Umzugs hatte meine Mutter einen Schlaganfall. So hat der Umzug (einschl. Einpacken, etc.) auf den Schultern meiner Patentante und mir gelegen. Ihre große Feier zum 60. Geburtstag am 19.12. konnte meine Mutter natürlich auch absagen und es wurde nur im kleinen Kreis gefeiert. Am 22.12. hat dann der Arbeitgeber meiner Verlobten ihr aus betrieblichen Gründen den Urlaub zwischen den Tag gestrichen (u.a. für meinen Geburtstag am 29.12.). Aus diesem Grund mussten wir auch unsere Teilnahme an der gebuchten 5-Tages-Liverollenspielveranstaltung über Silvester absagen.
Das Jahr 2008 hat ergo im letzten Monat noch einigen Unannehmlichkeiten für uns parat gehabt. Aber besser ein Jahr endet so, als dass es so beginnt. Ich werde das Beste hoffen ;)
Wünsche auf jeden Fall Allen ein tolles Jahr 2009 mit Erfolg, Gesundheit und einer großen Portion Glück.
Schlachtfeld Discounter.
Die Einkaufschlacht am Freitagabend im Lidl ist geschlagen. Ich mag nicht zu sagen, ob wir gesiegt haben, aber wir haben zumindest überlebt.
Es will mir aber nicht in den Kopf, wie suboptimal viele Einkaufsgenossen bzw. Einkaufsgegner (es kommt immer auf den Standpunkt an) sich ihren Weg durch die Regalreihen bahnen. Geparkt wird mit dem Drahtpanzer meist dort im Gang, wo direkt daneben schon ein weiteres dieser überfüllten Gestelle steht, um im besten Sinne der psychologischen Kriegsführung die Anderen im rückwärtigen Stau versauern zu lassen. Als eklatanter Angriff auf die ohnehin überstrapazierten Nerven ist auch zu werten, wenn ältere Damen sich einen Überblick über die Sonderangebote verschaffen und ihr fahrbares Hindernis für diesen Zeitraum quer in den Gang stellen.
Es herrscht Krieg. Und wenn ich einige Einkaufswagen betrachte, die zuweilen schon aus Lebensmittel und Hygieneartikel bestehende Kunstwerke der Statik darstellen, dann bin ich der festen Überzeugung, dass sich einige Zeitgenossen schon in weiser Voraussicht für die nächsten ein bis zwei Atomkriege eindecken.
Eindecken wollten meine anbetungswürdige Göttin und ich uns auch mit Tortillachips Cheese, um ihn dann mit dem Mild-Cheese-Dip zu genießen. Aber nicht zum ersten Mal wurde unsere Hoffnung jäh enttäuscht: Keine Cheese-Tortillachips mehr da. Jede der Kisten enthält wohl ein gleich großes Kontingent an Chips mit Cheese, Salt und Chilli., doch ich habe noch nie erlebt, dass Salt und Chilli ausverkauft gewesen wären – aber der Cheese fehlt öfter. Dass man dem nicht Rechnung trägt ist sicher der Beitrag des Discounters an dem im Inneren des Gebäude herrschenden Nervenkrieg.
Aber wir sind dem Schlachtfeld entflohen und haben auch den Weg durch das erste Schneetreiben des Winters in unser trautes Heim gefunden. Der Einkaufskrieg ist für uns zu Ende – bis zum nächsten Mal …
Unmutmeeresgetier.
Im Rahmen eines beziehungsklärenden Gespräches haben meine Freundin (ihr wisst schon: die beste Frau von Welt) und ich angefangen uns mit Kosenamen zu bewerfen, woraus letztendlich die Spezies bzw. Gattung des Unmutmeeresgetiers entdeckt und näher benannt wurde.
Die Spezies besteht aktuell aus dem Knötterfisch, der Nölanemone, dem Brummelbarsch, der Meckermuschel, der Moserqualle, dem Motzkrebs, der Grummelkoralle, dem Hibbelhai, dem Jammerrochen, dem Dotzwal, der Zickenkrake und dem Wibbelwattwurm.
Wer noch Ideen und Vorschläge hat um die Spezies auszuweiten einfach her damit und in einenmKommentar schreiben ;)

