Archiv für Februar 2010
Gedanken zum Jackenkauf.
Nachdem, wie schon berichtet, mein Mantel vor ein paar Tagen bis zur Reparatur seinen Dienst quittiert hat, ist es jetzt wohl wirklich Zeit für eine neue Jacke bzw. Mantel. Eine Anschaffung, über die ich schon länger nachgedacht habe. Schließlich ist es nicht besonders bequem mit einem schweren, alten Uniformmantel auch mal Wandern zu gehen oder in der Natur herum zu streifen – immer auf der Suche nach guten Motiven. Und was liegt näher bei Outdoor-Jacken zu suchen.
Das habe ich auch gemacht. Schon vor Wochen habe ich bei den Anbietern von Outdoor-Jacken gestöbert – mit dem Ergebnis, dass ich mehrfach röchelnd vom Stuhl gefallen bin. Bei den Preisen, die man für aktuelle Klamotten bezahlt, stehen ja schon die Spinnen mit gepackten Koffern vor den Geldbeuteln Schlange, um dort einzuziehen. Unter 150 € findet man faktisch keine schöne Jacke und nach Oben sind den Preisen natürlich keine Grenzen gesetzt. Dabei war ich mit meiner ersten Wunschjacke für ca. 300 € ja noch im unteren Mittelfeld. Aber ein klein wenig über mein eigentlich veranschlagtes Budget.
Wenn man sich überlegt eine solche Jacke zu kaufen, achtet man ja mehr auf dieses Produkt. Daher habe ich festgestellt, dass verdammt viele Leute mit Wolfskin-Zeug rum laufen. Das scheint gerade eine echte Mode-Marke zu sein, die man auch weit weg von extremen Wandertouren in der Innenstadt häufig antrifft. Selbst kleine Kinder, die ja an sich schnell aus dem Zeug raus wachsen, laufen in diesen Markenklamotten rum. Wenn ich das so sehe denke ich mir, dass es Deutschland an sich gar nicht so schlecht gehen kann, wenn man die Preise für Klamotten zahlen kann.
Was können diese Jacken eigentlich, was andere Jacken nicht können? Natürlich sind sie zweckmäßig und nach modernen Erkenntnissen hinsichtlich Stoffeigenschaften hergestellt, aber ist die Differenz zu althergebrachten Sachen so stark, dass es diese Preise rechtfertigt? Edmund Hillary hat auch ohne solche Ausrüstung den Mount Everest erklommen und selbst ohne diese hoch gezüchteten Klamotten hat Roald Amundsen den Südpol erreicht.
Wer heute diesen Männern nacheifern möchte ist sicher gut beraten auf entsprechend angepasste Kleidung zurück zu greifen, die auch einen entsprechenden Preis haben – aber für normale Betätigungen (z.B. Wandern) in unseren Breiten reichen meines Erachtens auch günstigere Alternativen ebenso aus. Nein, das Thema Outdoor-Jacke verschiebe ich, bis ich mal nach Nepal reise – und nur, um eine Wolfspfote durch die Gegend zu tragen, ist mir das zu viel Geld.
Warten auf das neue Wochenthema.
Ungeduldig warte ich ja schon darauf, dass Morgen das neue Wochenthema für das Projekt 52 bekannt gegeben wird. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Projekt nach der Änderung, dass man ein Objekt bzw. eine Figur auf jedem Foto haben muss, so viel Spaß macht – mehr Spaß, als bisher. Es fordert einfach meine Kreativität. Aber weiterhin würde ich mir mehr Kreativität im Projekt wünschen, wie ich hier schon mal geäußert habe. Denn nachdem ich vorhin die Beiträge dieser Woche durchgeschaut habe, kenne ich gefühlt die Heimpflanzen der Hälfte aller Teilnehmer. weil viele Figuren für das Thema „Die Farbe Grün“ einfach in eine die Zimmerpflanzen gesetzt wurde. Meinem Beitrag mit dem Rabbid im Wackelpudding [hier] hat indessen Alexander noch einen drauf gesetzt und mit seinem Ákunin im gefrorenen Wackelpudding mein Favoriten-Foto dieser Woche gemacht [hier, Foto Nummer 2]. Mal sehen, was die neue Woche (ab Morgen) bringt.
Szenen einer Noch-nicht-Ehe #06
Sie: „Ich mag es nicht, wenn Du mich kitzelst, wenn ich einen vollen Bauch habe!“
Ich: „Aber dann dürfte ich Dich doch nie kitzeln …“
Neue Fotoprojekt-Vorhaben !!!
Verwachsen mit dem Gesicht ist das Versprechen auf Spaß und das freudige Glitzern in Kinderaugen ist der Lohn. Doch hinter dem ewigen Lachen versteckt sich ebenso die Tragik der Einsamkeit einer Figur, die von Niemandem ernst genommen wird. Ebenso weiß aber auch Niemand, was sich hinter der Mimik versteckt, ob nicht hinter der fröhlichen Fassade kindlicher Unschuld die boshafte Grausamkeit lauert. Die Faszination an den Clowns, den Spaßmachern und Narren hat viele Gründe.
Ihnen möchte ich mich in den kommenden Wochen und Monaten mit einem Fotoprojekt widmen. Verwandte und Freunde können sich jetzt schon mal seelisch und moralisch darauf vorbereiten, dass ich sie fragen werde, ob ich sie als Clowns in Szene setzen darf. Mal lustig, fröhlich, spaßig, witzig. Mal tragisch, einsam, verletzt, traurig. Mal boshaft, mißgünstig, verschlagen, grausam. Der Clown hat viele Gesichter. Und jedes meiner Models soll (nach derzeitigen Überlegungen) auch sein eigenes Clowngesicht haben. Versteckt hinter einer Maske lässt sich ausleben, was man sich vielleicht sonst nicht traut.
Bei Flickr habe ich auch schon einige Clownbilder gefunden, die mir sehr gut gefallen haben. Vielleicht als kleinen Vorgeschmack auf das Projekt. Hier, hier, hier und hier. Ob meine Fotos auch so aussehen werden? Ja, genau so – aber ganz anders. Ich lasse mich überraschen. Von meinen weiteren Ideen, von meinen „Clowns“, von dem Tag.
Während ich weiter dem „Learning by doing“-Prinzip folge lasse ich aber auch nicht die Tipps und Tricks von erfahrenen Fotografen außer Acht. Gerade weil mich die Fotografie von Menschen stark interessiert, habe ich mir auch gerade ein entsprechendes Buch gekauft, dass mir für die nächsten Tage bzw. Wochen wieder genug Lesestoff bieten wird.
Aber da man ja nicht nur Menschen fotografieren kann (und die nicht immer Zeit haben) habe ich, nicht zuletzt auf Grund meiner Freude am diesjährigen Projekt 52 und angeregt durch Fotos wie diese hier, beschlossen das Projekt „Spielzeug-Invasion“ („Toy-Invasion“) zu focieren. Und zwar nicht mit den Rabbids (zumindest nicht primär), da diese ja im Projekt 52 gebunden sind. Auf meiner Suche nach anderen coolen Figuren musste ich nur feststellen, dass die Besten eher weniger aus Europa kommen – und dass der Kauf auch nicht billig ist. Aber da muss ich wohl durch. Also: Man darf gespannt sein, denn ich habe schon einige nette Idee.
Ehrlich gesagt: Jetzt habe ich die Ideen und kann es kaum abwarten, bis ich endlich beginnen kann …
Mit dem Auto unterwegs.
Unterwegs begegnen einem komische Leute. So die alte Dame, die an der Fußgängerampel stand und wie ich auf die Grünphase wartete. Nur saß ich im Auto. Ich habe gewonnen, denn für mich kam das Grün zuerst. Ich habe verloren, denn sie ließ sich davon nicht beeindrucken und ging während meiner Grünphase stur über die Straße. Dabei ließ sie sich auch von meinem Hupton nicht beeindrucken. Ich frage mich, ob sie überhaupt verstanden hat, dass das Grün mir gegolten hat und das Fußgängermännchen noch rot war. Aber das werde ich wohl nie erfahren.
Unterwegs kommen einem aber auch die besten Ideen. Wie unter der Dusche auch. Das Dilemma ist nur, dass man die tollen Formulierungen für das Blog (um nur ein Beispiel zu nennen) meist unmittelbar nach Beendigung der Fahrt (bzw. der Dusche) wieder vergessen hat. Ein Umstand, den ich schon im zweiten Beitrag dieses Blogs beklagt habe. Erschütternd, dass sich das bis jetzt nicht geändert hat. Ich denke ernsthaft drüber nach mir ein Diktiergerät zu kaufen, so dass ich meine Gedanken und Worte direkt für einen späteren Gebrauch archivieren kann.
Unterwegs hat man aber auch Zeit nachzudenken. Den Kopf frei bekommen. Beides zusammen. Nachdem ich etwas in Flickr gestöbert und viele tolle Fotos gesehen habe. Dabei ist aber an meinen Favoriten abzulesen, dass mich der Mensch als Objekt noch immer am stärksten interessiert. Doch jetzt muss ich erst wieder einige Fotos wieder aus meinem Kopf verbannen. Denn ich will ja kein Plagiat sein, sondern meinen eigenen (künstlerischen) Stil entwickeln. Also haben die Fotos anderer Leute als Anregung zu dienen, die man ein die eigene Bildsprache übersetzt und diese dann weiterentwickelt.
Unterwegs habe ich mir die Zeit genommen und habe schon eine Idee für ein Photoprojekt. Aber das ist einen seperaten Beitrag wert, der noch geschrieben werden muss – und dann muss ich noch die Leute finden, die bereit sind sich im Rahmen des Projektes ablichten zu lassen. Aber ein Schritt nach dem anderen.
Herausforderung Menschen zeichnen.
Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass meine Söhne schon echt gut zeichnen können und in ihren Genen das Zeichentalent durch schlägt. Es ist aber auch schon immer gefördert worden, nicht zuletzt durch ihren Opa. Während ich vor vielen Comics nur andächtig die Zeichnungen betrachtend sitze und sich ein Sabberfaden von meinem Mundwinkel abseilt, weil ich auch gerne so zeichnen können würde, geht mein Ältester das Thema indessen aktiv an.
Nachdem er schon zu Weihnachten ein Buch bekommen hat, wie man Mangafiguren zeichnet, hat er jetzt zum Geburtstag eine ähnliche Anleitung erhalten – aber dieses Mal für Figuren aus den Comics von Marvel. Ich meine es wäre das hier. Ehrlich gesagt ein Stil, der mir persönlich mehr zusagt. Ich hoffe nur, dass Niemand meinen Speichelfaden bemerkt hat, als ich das Buch mit bewunderndem und neidischem Blick durchgeblättert habe.
Berufsbedingt kann ich recht gut Gebäude zeichnen und kenne mich ganz gut mit Perspektiven (so mit einem bis mehreren Fluchtpunkten) aus. Aber Menschen *seufz* das ist die hohe Kunst. Ich könnte also nur resigniert in der Ecke hocken und weiter die Zeichnungen bewundern – oder ich fange einfach an zumindest ansatzweise Personen in Skizzen und Zeichnungen festzuhalten. Und vielleicht wird auch ein Comic-Stil draus. Es ist ja nicht meine Intention einen ganzen Comic zu zeichnen. Es geht mir um die Personen.
Dabei werde ich mich aber erst mal gedanklich von den Comics, die hier bei mir so rumliegen (Batman, Fafhrd und dem grauen Mausling, etc.) trennen müssen. Eine eigene Sprache zu entwickeln, eine eigene Arbeitsweise und eine eigene Ästhetik sind die Grundlage, während ich auch hier wieder die Kunst des Weglassens („Less is more“) üben werde. Dabei werden die Schatten für mich die größte Herausforderung werden.
Ich mache es mir einfach: Foto ausgedruckt, Transparentpapier drüber und Bleistift zur Hand und mit schneller Hand skizzenhaft etwas rumprobieren. Et voilá: Die Zeichnung oben links ist als erster Versuch auf Grundlage der Charakterfotos von Askir herausgekommen und gefällt mir schon mal ganz gut. Für die endgültigen Zeichnungen werde ich aber die Tuschestifte (Rotring Rapidograph) ausgraben und flott machen – damit lässt sich sowas einfach viel besser machen.
Ich freue mich schon drauf und bin gespannt, was für Ergebnisse dabei rauskommen – und vor allem, auf was für weitere kreative Ideen mich das vielleicht bringt. Ich habe da schon die ersten Ansätze von Ideen das mit der Fotografie zu verbinden …
Neujahrsputz auf Flickr.
Das Bild mit dem Rabbid unter dem Motto „Die Farbe Grün“ ist, wie schon in der Vorgeschichte erwähnt, jetzt auf meinem Photoblog in ganzer Pracht zu sehen. Ebenso habe ich indessen meinen Account bei Flickr, den ich bisher etwas stiefmütterlich behandelt habe, gefüttert und auch dort gibt es jetzt einen Ordner für das Projekt 52. Man könnte sagen ich habe einen Frühjahrsputz gemacht und mal aufgeräumt und neu eingerichtet. Dabei habe ich ebenfalls damit begonnen mich Gruppen anzuschließen – natürlich der Gruppe für das Projekt 52, dicht gefolgt von Gruppen für THW-Fotos und Bilder vom Larp. Hier findet man mich auf Flickr übrigens. Also: gerade wer bei Flickr aktiv ist: mal vorbei schauen, ein paar Kommentare hinterlassen, vielleicht Kontakt aufnehmen, … einfach gemeinsam eine kreative Zeit erleben ;-)
Szenen einer Noch-nicht-Ehe #05
Wie das in jeder guten (Noch-nicht-)Ehe hin und wieder vorkommt:
Sie und ich haben uns gestritten.
Aber wir haben uns auch wieder vertragen.
Sie: „Wie kannst Du es nur mit mir aushalten? Manchmal bin ich echt eine …“
Ich (wie aus der Pistole geschossen):
„… Xanthippe? … Furie? … Drache?“
Sie schaut mich entgeistert und skeptisch an:
„Das kam jetzt aber überraschend schnell!“
Äh … ich musste dann mal schnell weg …
Mein Tag_Folge 003_01.02.2010
Was für ein Tag! Schlecht geschlafen und viel zu lebendig geträumt. Dann beim Rasieren geschnitten (das hasse ich ja wie die Pest). Stress auf der Arbeit (also mehr als normal). Dann in der Mittagspause dieser Denkzettel meines Mantels (Dinge, die die Welt nicht braucht). Zu guter Letzt kommt meine kleine Hexe auch heute spät aus dem Büro – und damit nach Hause. Man könnte nach diesen Vorkommnissen vielleicht sagen: „I don’t like Mondays!“.
Vielleicht. Aber dem gegenüber steht ja auch, dass meine welterobernde Armee von Rabbids weiter wächst. Zu den schon bekannten Freunden meines großen „Daaaaaahhh!!!“-Cholerikers haben sich jetzt noch die Kollegen aus Texas, England, Spanien, Schottland und Italien hinzu gesellt. Gerade passend, um dem großen Moment beizuwohnen, wenn der Big Boss in die Spüle Wanne gestoßen wird steigt. Und natürlich fand sich mit der Tänzerin aus Thailand, der Sängerin aus Spanien, dem Dudelsackspieler aus Schottland und dem Musiker aus der Pampas auch direkt eine Combo zusammen, um den Augenblick musikalisch zu begleiten. Es hat nicht viel gefehlt, da hätte ich sie einfach ertränkt.
Natürlich diente dieses Bad unter der Aufsicht der grausamen, schwedischen Wikingerente nicht alleine dazu den Big Rabbid Boss zu ärgern (auch wenn das allein schon ein guter Grund gewesen wäre), sondern der Vorbereitung auf meinen nächsten Fotobeitrag zum „Projekt 52″, bei dem diese Woche unter dem Motto „Die Farbe Grün“ steht. Witzigerweise und wie der Zufall es will habe ich im Putzschrank tatsächlich noch einen Badezusatz für Kinder, Marke „Sau-Bär“ (man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll), gefunden – und der verwandelte das Wasser in eine grüne Brühe.
So hat schon dieses Foto etwas mit der Farbe Grün zu tun, auch wenn es noch nicht mein Projektbeitrag ist. Auf die Idee dazu hat mich gestern meine Hexe gebracht und alle Vorbereitungen sind indessen abgeschlossen. Wenn alles gut geht werde ich heute Abend noch das Foto machen und hoch laden, bevor ich mich mit meiner kleinen Hexe ins Bett kuschle – und damit wäre es zumindest zum Ende hin noch ein schöner Tag.
P.S. | Das neue Foto als Beitrag zum Projekt 52 ist jetzt hier online – und ich mache mich auf ins Bett. Gute Nacht.
Fotoshooting-Outtakes No. 001
Natürlich entstehen bei jedem Fotoshooting auch Aufnahmen, die man getrost als Outtakes bezeichnen kann. So natürlich auch bei der Session für die neuen Charakterfotos von Askir im winterlichen Wald. Und hier eine Auswahl von Dreien dieser Fotos, die auf bzw. beim Abstieg von den Felsen in dem Waldstück in der Nähe von Dedenbach entstanden sind:

