Archiv für Januar 2010
Wolkig mit der Aussicht auf Fleischbällchen.
Am Freitag habe ich mit meinem ältesten Sohn, der Ende des Monats seinen 13. Geburtstag feiern wird, eine Geburtstagseinladung gestaltet. Dabei haben wir uns an einem Film orientiert, der jetzt in den Kinos anläuft und in den er mit seinen Freunden zur Geburtstagsfeier hinein gehen möchte. Der Film heißt „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ – daher ist der Slogan auf der Einladung auch „Geburtstag mit der Aussicht auf Kino“. Natürlich habe ich mir im Rahmen des Geburtstagskarten-Projekts auch den Trailer zum Film anschauen dürfen …
Der Inhalt: „Flint Lockwood ist ein leidenschaftlicher Tüftler, aber bislang waren all seine bizarren Erfindungen, von Aufsprühschuhen bis hin zu Affengedankenlesern, totale Flops. Dennoch ist Flint nach wie vor wild entschlossen, etwas zu entwickeln, das die Menschen glücklich macht. Sein neuester Einfall, eine Maschine, die Wasser in Essen verwandeln soll, zerstört versehentlich den Rathausplatz und schießt hoch in die Wolken davon. Doch plötzlich geschieht ganz unerwartet etwas wirklich Spektakuläres: Es regnet Cheeseburger! Flints Maschine funktioniert tatsächlich! Das kulinarische Wetter ist auf Anhieb bei allen Einwohnern von Schlaraffenfels ein Riesenerfolg und Flint wird zum neuen Star der Stadt. Auch die junge TV-Reporterin Sam Sparks ist extra in die Stadt gekommen, um über das „großartigste Wetterphänomen der Geschichte” zu berichten und freundet sich mit Flint an. Sein Leben scheint endlich perfekt. Doch als die Menschen gierig immer mehr Essen fordern, gerät die überlastete Maschine plötzlich außer Kontrolle: Sie entfesselt Spaghetti-Tornados und produziert gigantische Fleischbällchen. Die Stadt ist in Gefahr, unter Bergen von Eiscreme begraben zu werden. Flint und Sam müssen all ihren Mut und Einfallsreichtum zusammennehmen, um die Maschine zu stoppen …“ [Q]
Sieht nett aus, oder !? :-D
Reden wir über … Intelligenz.
Pro7. TalkTalkTalk. Ausschnitte aus einer Talkshow. Eine junge Frau (20 Jahre), die ein Kind von einem jungen Mann (20 Jahre) erwartet. Sie hat schon einen 1-jährigen Sohn mit besagtem Mann. Der junge Mann (übrigens ohne Schulabschluss und ohne Lehre) hat seinen Vater (49) mitgebracht. Und seine Stiefschwester (20), die auch von ihm schwanger ist – und ebenfalls schon ein Kind hat. Soweit die Ausgangssituation, als die Anwesenden nacheinander den Mund aufmachen. Man muss feststellen, dass die jungen Leute nicht in der Lage sind auch nur einen vernünftigen deutschen Satz zu formulieren.
Die Moderatorin schlägt irgendwann vor doch mal über die fehlende Moral zu reden. Ich glaube es wäre dringend nötig gewesen über Intelligenz zu reden, denn davon war noch weniger vorhanden. Das sind die Momente, an denen ich an der Menschheit und ihrer Zukunft zweifle …
Einige meiner Gedanken zu Haiti.
Wo kommen eigentlich die ganze Journalisten her, die für ein gelungenes Motiv fast auf den Verletzten rumkrabbeln? Kommen die über den gleichen, überlasteten Flughafen wie die Rettungskräfte? Wieso ist die Presse scheinbar näher am Geschehen, als die eintreffenden Helfer, die nur schleppend in die Einsatzgebiete kommen? Es wundert mich immer wieder – und trotzdem weiß ich, dass das sein muss. Warum? Weil erst die Medien eine Katastrophe machen. Ohne die erschreckenden Bilder, welche durch die Medien eingefangen werden und damit uns erreichen, würde die internationale Hilfe nicht in der Größe erfolgen und auch das Spendenaufkommen wäre geringer.
Apropos Spendenaufkommen. Mich nervt jetzt schon der Aufruf für Haiti zu spenden. Also mit der Angabe des Verwendungszweckes. Denn das bedeutet, dass das Geld auch nur für Haiti ausgegeben werden darf. Beim Tsunami vor einigen Jahren führte das letztendlich dazu, dass ein Jahr später die Organisationen wie bescheuert nach Projekten gesucht haben, weil noch Geld im Tsunami-Topf war. Geld, dass man sinnvoller woanders hätte ausgeben können, es aber nicht durfte. Daher: Wenn Ihr spendet, dann spendet der Organisation Eures Vertrauens – aber ohne Angabe des Verwendungszwecks. Es wird auf jeden Fall bei Menschen ankommen, die Hilfe nötig haben.
Da bleibe ich gerade beim Thema nötiger Hilfe. Denn es ist wieder schön zu sehen, wie ein Erdbeben ein sonst vergessenes Land und damit sonst vergessene Menschen in den Fokus der Öffentlichkeit bringen können. Und plötzlich sind diese Menschen auch wichtig. Der französische Minsterpräsident hat vorgeschlagen eine Haiti-Konferenz einzuberufen, wie man dieses ärmste Land der Erde aufbauen kann. [Q] Das hat ihn vor dem Erdbeben nicht interessiert – aber jetzt bringt es Sympathiepunkte in der Bevölkerung. Wie ich schon geschrieben habe: Eine Katastrophe entsteht an sich erst durch die entsprechende Medienpräsenz.
Der Kreis schließt sich und wir sind wieder beim Thema „Medien“. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, wie sehr mich gerade BILD nervt mit ihrem „Killer-Erdbeben“. [Q] Kann sich Jemand erinnern, ob wir damals in Indonesien einen „Killer-Tsunami“ hatten oder in Myanmar einen „Killer-Wirbelsturm“? War das große Erdbeben in China eigentlich kein „Killer-Erdbeben“? Aber es klingt ja viel cooler und schlimmer, als wenn man nur von einem normalen, popeligen Erdbeben spricht, oder !?
Äh … da ich gerade Myanmar erwähne. Seit dem Wirbelsturm ist es um dieses Land auch wieder sehr still geworden, oder!? Damals, als viele Helfer die meiste Zeit auf dem Flughafen sitzen mussten, weil sie nicht helfen durften, gab es sogar Stimmen in der deutschen Presse, die über einen Einmarsch nachdachten, um die internationale Hilfe in dem Land durchzusetzen. Und heute interessiert Niemand mehr, dass das Land noch immer von den gleichen Leuten diktatorisch und menschenverachtend beherrscht wird. Und ich glaube nicht, dass das bei Haiti anders sein wird. Vielleicht wird nach der Katastrophe ein Aufbau durch Projekte stattfinden (was dem Land zu wünschen wäre), aber in spätestens zwei Jahren wird Haiti wieder vergessen sein …
Oder was meint Ihr?
Heute um 21 Uhr …
… werde ich 20 Tage nicht mehr geraucht haben. Das sind dann 480 Stunden, 28.800 Minuten und 1.728.000 Sekunden. Als ich aufgehört habe, rauchte ich in zwei Tagen eine Packung (auf Larp etwas mehr), die einen Wert von 4,50 € hatte. Ergo habe ich jetzt 45,00 € gespart. Geld, dass natürlich schon in die Klamotte und Ausstattung von Askir geflossen ist. Aber besser dahin, als es in die Luft zu pusten bzw. in der Lunge abzulagern.
Trotzdem habe ich noch oft, vor allem kurz nach der Arbeit zu Beginn des Feierabends, Lust auf eine Zigarette. Und dieses Verlangen wird wohl auch so schnell nicht aufhören. Manchmal frage ich mich schon, ob eine Zigarette denn schaden würde, wenn ich nur diese eine … aber das habe ich mir auch schon mal gesagt. Nach acht Monaten Nikotin-Abstinenz habe ich danach wieder richtig angefangen. Also darf es wohl leider nicht mehr sein.
Gut, dass in der Larp-Taverne der Amonlonder Akademie Rauchverbot herrscht, denn sonst wäre ich wohl arg in Versuchung geraten. Aber zum Rauchen in die Kälte gehen zu müssen dürfte Argument genug sein, um keine Zigarette anzurühren.
Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass man von mir aus auch das Rauchen von Shishas hätte verbieten können. Zum einen kann ich den Teilen letztendlich wenig abgewinnen und zum Anderen empfinde ich, je nachdem was für ein Tabak geraucht wird, den Geruch als Gestank. Und wenn man darum bittet wegen dem Rauch zu lüften sind wahrscheinlich die Shisharaucher die Ersten, die jammern, dass es zu kalt ist. Und schon ist das Fenster zu, aber dem vom Rauch gestörten wird zugemutet weiter im Nebel nach seinem Bier zu suchen. Bin jetzt schon gespannt, ob meine Vorhersage eintreffen wird – ich hoffe ja nicht ;-)
Trinkwasser für Haiti.
Heute startet ein Team der Schnellen-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk aus Rheinland-Pfalz nach Haiti, um vor Ort Trinkwasser nach deutschem Qualitätsstandard herzustellen. [Q] Dabei handelt es sich um eine Einheit, die auch schon nach dem Tsunami in Indonesien und dem Wirbelsturm „Nargis“ in Myanmar [damaliger Blogbeitrag] im Einsatz waren. Die meist ehrenamtlichen Helfer fliegen nicht nur mit dem dafür erforderlichen Gerät, sondern auch mit Ausstattung und Ausrüstung, die es ihnen ermöglicht im Einsatzgebiet für mehrere Tage autark zu agieren und ohne auf Unterstützung durch Dritte angewiesen zu sein ihre Aufgaben wahrzunehmen.
Aktuelle Fotos direkt aus dem betroffenen Katastrophengebiet findet man in den Alben von ECHO auf Facebook hier. Und noch mal der Hinweis auf den Twitter-Account, auf den man auch Informationen rund um den THW-Einsatz findet: thw_bund. Manchmal mit etwas Zeitverzögerung, weil die Mitarbeiter ja auch den Einsatz ans Laufen bringen müssen – und das hat natürlich Priorität vor dem Twittern. ;-)
In Vorbereitung auf das erste Con 2010.
Hier mal die Entwürfe für die neue Gewandung meines Larp-Charakters Askir auf einem Blick: Links die Sommerkleidung (die natürlich bis auf die Hose auch unter der Winterkleidung getragen wird) und Rechts dann im Winter. Nach meinen letzten Fotos des Charakters [hier] habe ich entschieden, dass er im Winter Bundhaube tragen wird – das wärmt die Ohren und gibt ihm irgendwie einen „realistischen Touch“. Im Sommer bevorzuge ich weiter das Kopftuch, weil man gerade auf Großcons den Stoff so gut nass machen und dann zur Kühlung auf dem Haupt tragen kann.
Kleinzeug wie die Taschen am Piratengurt (der übrigens gestern angekommen ist) und an dem Gürtel sowie Waffen und Apostel habe ich jetzt nicht in die Zeichnung untergebracht – aber es wird da sein bzw. im Laufe der Zeit dazu kommen. Auch das Transportproblem für Askirs Zeug, das nicht in den Gürteltaschen unterkommen kann und soll, habe ich bald gelöst, denn auf Ebay habe ich einen Seesack gefunden [hier], den ich mir bestellen und dann noch etwas aufpimpen werde. Gestern ist außerdem der Futterstoff für den Mantel von „Stoff am Stück“ gekommen und in der Kombination mit dem schon vorhandenen Wollstoff und den Knöpfen sieht das schon toll aus. Am Sonntag werde ich mich dann mal ransetzen und werde sicher beim Nähen noch genug fluchen, bis ich den Mantel endlich fertig habe.
Viel Zeit habe ich ja nicht mehr, denn mit meinem aventurischen Herumtreiber werde ich schon am vorletzten Wochenende dieses Monats auf mein erstes Con für das Jahr 2010 fahren, die Akademie von Amonlonde. Denn wie im Grunde nicht anders zu erwarten hat sich meine Conplanung für die Larp-Saison 2010 seit meinem Beitrag „Eröffnung der Larp-Saison 2010“ doch erweitert und von der Maximalanzahl von 6 Liverollenspielveranstaltungen, die ich dieses Jahr machen wollte, habe ich mich, glaube ich, innerlich schon verabschiedet. Tendenziell würde ich schätzen, dass es auf etwa eine Veranstaltung pro Monat hinaus laufen wird, wobei da auch Ein-Tages-Veranstaltungen bzw. Tavernen mit zählen. Dabei sind derzeit noch fast ausschließlich Ambientecons vertreten, aber sicherlich komme bald auch die ersten Abenteuercons dazu. Meine aktuelle Conplanung kann man übrigens hier einsehen (Mathras von Orktrutz).
Ich muss jetzt nur aufpassen, dass ich nicht den Zeitraum, in denen meine Freundin und ich mit einem befreundeten Pärchen (auch Larper) für ein paar Tage nach Irland fliegen wollten, mit Cons belege – und wir den Termin dringenst festlegen sollten, bevor das passiert. ;-)
Spruch des Tages 06:
Nachdem mich die ganze Nörgelei über das Wetter und die Jahreszeiten in Foren und auf sozialen Netzwerken ja schon seit Monaten nervt (hier die Beiträge im Herbst und im Winter) hat eine eine treue Leserin sowie Kommentatorin meines Blogs vergangene Nacht in einem Forum einen Satz geschrieben, dem ich aus vollstem Herzen zustimmen kann und für so existentiell betrachte, dass ich ihn hier hervorheben musste:
„Die liebste Jahreszeit ist mir eh immer die, in der ich gerade bin.“
Wartend auf DragonSys 3rd Edition:
Nachdem ich jahrelang in erster Linie nach DragonSys DNZ (Das neue Zeitalter) gespielt habe und nur Askir ein Charakter nach dem Larp-Regelwerk DragonSys 2nd Edition ist, freunde ich mich immer mehr mit DKWDDK (Du kannst, was Du darstellen kannst) oder – noch besser – die zwei Regeln an. Das liegt sicher in erster Linie daran, dass Regelwerke letztendlich doch stark in die Spielfreiheit eingreifen. Trotzdem kommt man um Regelwerke in der Region, in der ich wohne und primär spiele, nicht herum und gerade DragonSys ist hier stark verbreitet.
Ende 2009 ist das neue Regelwerk DragonSys 3rd Edition herausgekommen. Ursprünglich wohl als Neuauflage von DragonSys Classic geplant kam es doch zu so vielen Überarbeitungen und Anpassungen an die gespielten Larp-Realitäten, dass ein neues Regelwerk entstanden ist. Ein Regelwerk, dass wie alle neuen Regelwerke nicht nur in Foren vorgestellt, sondern dort auch schon mehr oder minder kontrovers diskutiert wird. [Q + Q]
Ich habe mir zumindest jetzt das Regelwerk bestellt und bin schon gespannt, wenn es hier eintrifft. Sicher werde ich dann auch ein paar Zeilen darüber schreiben. Hier kann man schon mal das schicke Design bewundern ;)
Zu guter Letzt muss ich aber noch erwähnen, dass ich Regelfetischismus unsinnig finde, denn Regelwerke sind nur Richtlinien und gutes Spiel ersetzt immer Punkte, Punkte aber nie gutes Spiel. Ich habe mit nach DNZ erstellten Charakteren noch nie bei einem Larp auf andere DragonSys-Versionen konvertieren müssen und auf meinen eigenen Cons lassen wir alle Regelwerke ( z.B. auch Thats Live) zu – und es funktioniert.
Also: Alles locker sehen ;-)
THW-Erkundung in Haiti läuft an.
Mein dritter Blogeintrag, den ich heute zu diesem Thema schreibe ;) Also hier mal die aktuellen Infos, wie ich sie der Presse entnehmen kann:
Die ersten THW-Helfer, unter ihnen auch ein Rheinland-Pfälzer [Q], starten heute vom Flughafen Frankfurt aus in das Erdbebengebiet in Haiti. Es handelt sich dabei um ein Erkundungsteam, dass sich im Auftrag der Bundesregierung bzw. des Auswärtigen Amtes vor Ort ein Bild über die Schäden machen soll, um auf Basis dieser Erkenntnisse die Optionen für einen Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) und damit einer sinnvollen Hilfe zu eruieren. Außerdem muss für den Einsatz ein Hilfeersuchen bzw. eine Anforderung von Haiti vorliegen, was bisher wohl noch nicht der Fall ist. Ob also die THW-Spezialeinheit SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) zum Einsatz kommt werden die nächsten Stunden und Tage zeigen. [Q] Aber grundsätzlich geht es dabei nicht mehr um das „Ob“, sondern nur noch um das „Wie“ eines Einsatzes, wie Hamburgs Innensenator sagt. [Q]
Bei Spiegel-Online findet man weitere Infos auf einer Spezial-Seite über das Erdbeben: Hier. Und seit heute ist auf Twitter auch der Nutzer thw_bund zu finden, der Neuigkeiten aus der Bundesanstalt veröffentlicht und nach meiner Lesart in der Bundesleitung selbst sitzt. Und da wir gerade dabei sind: Mein Twitteraccount findet sich hier.
THW startet nach Haiti.
Wie heute Morgen schon in einem Beitrag vorhergesagt wird das Technische Hilfswerk (THW) heute ein Erkundungsteam nach Haiti entsenden, um vor Ort zu prüfen, was an Hilfe benötigt wird und ob das THW sinnvoll helfen kann bzw. Einsatzoptionen zu ermitteln. [Q]
Auch andere Hilfsorganisationen in Deutschland sind schon aktiv geworden, wie man zum Beispiel im Tweed hier mitverfolgen kann.
