RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archiv für November 2009

Italiens Angriff über die rechte Flanke.

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Diese Informationen sind zwar nicht unbedingt brandneu, aber man kann halt erst über etwas schreiben, wenn man drüber stolpert. Mich wundert nur etwas, dass ich über so was zufällig im Netz stolpern muss und das kein großes Thema in den Medien gewesen ist (oder habe ich wirklich so viel verpasst?), was zu einem allgemeinen Aufruf zum Boykott Italiens als Urlaubsland hätte führen können. Stattdessen ist Italien wahrscheinlich mal wieder Urlaubsland Nummer 1 der Deutschen.

Italien, in dem man nach Streichungen im Budget der Polizei die hohe Kriminalitätsrate mit Bürgerwehren bekämpfen möchte [Q]. Eine dieser Bürgerwehren ist die Guardia Nazionale Italiana (Italienische Nationalgarde) , deren Homepage neben den italienischen Farben ein großes Sonnenrad, das seine Verwandtschaft mit dem Hakenkreuz nicht verbergen kann, ziert. Aber spätestens, wenn man die Uniformen der Garde sieht (links), kann man erahnen, welche Uniformen aus der Geschichte (rechts) Pate gestanden haben:

Und in einem Land, in dem das Tragen dieser Uniformen nicht nur erlaubt ist, sondern die Träger der Uniform von Staats Wegen sogar Authorität haben, machen viele Deutsche Urlaub. Mir fehlen die Worte …

Fundstück 024: Fotograf Nick Brandt.

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In einer Fotoreportage in der November- Ausgabe von View, dem Tochtermagazin des Stern, haben mich die Bilder fasziniert, die von Nick Brandt in Afrika gemacht wurden. Der Fotograf zeigt in seinen Schwarz-Weiß-Bildern die Tierwelt des schwarzen Kontinents gestochen scharf vor atemberaubenden Hintergründen. Ich bin begeistert und will jetzt Niemanden davon abhalten selber die Bilder zu bewundern:

http://www.nickbrandt.com/

Geschrieben von Rabe

20. November 2009 um 17:16

Wickerts Kritik an den Nachrichten.

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Ich habe mich ja in diesem Blog schon öfter bei verschiedenen Gelegenheiten und Themen mehr oder weniger stark gefragt, was für Nachrichten unsere Medien überhaupt noch befördern und ob sie ihrer Pflicht nach Information überhaupt noch nachgehen. Diese Informationspflicht, die der Presse meines Erachtens zu Grunde liegen sollte, ist ja wohl auch als Grundlage und Sinn der Pressefreiheit zu sehen. Wenn die Medien nicht mehr möglichst objektiv und umfassend informieren, wird die Pressefreiheit als Grundlage für die Freiheit und das demokratische Verständnis des einzelnen Bürgers doch irgendwie in Frage gestellt. Wie kann ein Bürger sich noch sicher sein eine Entscheidung zu haben, wenn ihm die Möglichkeit der objektiven Berichterstattung über Themen genommen wird – oder ihm gar wichtige Dinge aus seinem alltäglichen Leben bzw. Sachthemen, die seinen Alltag bestimmen, komplett vorenthalten werden?

Wie oft wird in Deutschland darüber gelästert, wie schlecht informiert die Amerikaner doch wären, die von ihren Medien nur mit Talkshows und Sitcoms versorgt werden? Wie oft hört man, dass die amerikanischen Nachrichtensender nur populistisch agieren, weil sie auf die Einschaltquoten schielen, und eine sachliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen gar nicht mehr stattfindet?

Ulrich Wickert, bekannt als Moderator der Tagesthemen, hat heute in der FAZ einen interessanten Artikel bzw. einen guten Kommentar zu genau diesem Thema veröffentlicht. Er ärgert sich darüber, dass die Schreiber der Nachrichten scheinbar kein richtiges Deutsch mehr können und sich auf Allgemeinplätze zurückziehen. Plattitüden, die man aus der Politik oft schon gewohnt ist – und gegen die gerade die Presse gegensteuern sollte. Er moniert, dass sogar den öffentlich-rechtlichen Sendern, deren Unterstützungsgebühren ja an sich auf dem eigentlich vorhandenen Bildungsauftrag basieren bzw. aus diesem heraus begründet sind, ihre Soap-Operas wichtiger waren, als die Vorstellung des neuen Kabinetts Merkel.

Ich kann ihn in allen Punkten nur Recht geben und empfehle Jedem den Beitrag zu lesen: „Wickert bemängelt Nachrichten: Warum sind die Kritiker so milde?

11. Rabenflug: Gute Nachrichten.

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Nachdem ich mich ja schon in einem Beitrag darüber geäußert habe, dass viele Leute das Leben ständig nur mies machen, anstatt ihm schöne Seiten abzugewinnen, mache ich mich heute mal auf die Suche nach guten Nachrichten (was einem von der Online-Presse nicht einfach gemacht wird, die ihre Absatzzahlen lieber durch schlechte Neuigkeiten und Panikmache steigern, als auch mal Freude zu verbreiten).

Indien: Elefanten nur noch in Parks
Eine Vorreiterrolle hat überraschend Indien übernommen, als die zentrale Zoobehörde in den vergangenen Tagen ein Verbot zur Haltung von Elefanten in Zoos und Zirkussen des Landes ausgesprochen hat. Statt dessen werden die Elefanten zukünftig in Elefantencamps des Forest Departments untergebracht. „Diese Camps befinden sich ortsnah zu Schutzgebieten, Nationalparks und Auffangstationen für Wildtiere in Indien.“ [Q]

Frankreich: Schul-Amoklauf verhindert
Was aufmerksame und besorgte Eltern, die nicht, wie sonst gerne üblich, alle Verantwortung der Schule zuschieben, erreichen können, zeigte sich in den vergangenen Tagen in Frankreich. Die Eltern eines Schülers hatten bemerkt, dass sich Ihr Sohn merkwürdig verhält und als er eines Tages seltsam früh zur Schule aufbrach haben sie in Vorahnung begriffen das Haus durchsucht – und nach dem Fund des leeren Platzes vom Jagdgewehr die Polizei informiert. Die war früher an der Schule als der Schüler, der daraufhin seine Pläne änderte. [Q]

China: Pandas auswildern
Wieder geht es um Tiere und wieder sind wir in Asien. China hat den Bau einer neuen Auswilderungsstation für Pandas bekannt gegeben. Sechs Millionen Euro wird die Schutzstation kosten und in drei bis fünf Jahren fertig sein. Dann werden dort bisher in Gefangenschaft lebende Pandas in ein Leben in Freiheit gewöhnt. [Q]

Australien: 81-Jähriger bleibt locker
Der Mann fuhr morgens los, um kurz an einem Kiosk eine Zeitung zu kaufen. Dabei erwischte er die falsche Ausfahrt. Neun Stunden und 600 km später hat er dann mal einige Polizisten gefragt, wo er ist und wie er wieder zurück kommt. „Ich wusste erst nicht, wo die Reise hin ging, aber ich wusste, dass ich irgendwo ankommen würde und mit etwas Glück auch meine Frau wiederfinden würde“, meinte er. Und: „Wenn man 80 wird und älter, sieht man das alles locker.“ Er hat Recht: Man sollte das Leben oft einfach gelassener nehmen und selbst solche Missgeschicke als Chance ansehen. [Q]

Für mehr Optimismus im Alltagsleben. Mehr hier: Gute-Nachrichten-Reporter.

Geschrieben von Rabe

18. November 2009 um 20:37

Fundstück 023: View.

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Das Tochtermagazin der Zeitschrift „Stern“ ist bekannt für seine tollen Fotos und verfügt auch über eine Online-Foto-Community, in der auch viele „Netzwerker“ Fotos hochladen. Da sind wirklich tolle Fotos dabei, so dass ich Jedem nur empfehlen kann mal durch die Galerien zu blättern:

http://view.stern.de/de

Geschrieben von Rabe

18. November 2009 um 20:32

Die Weihnachtsbescherung naht …

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Noch eineinhalb Wochen und wir haben schon den ersten Advent – und dann sind es gerade mal weitere viereinhalb Wochen bis zum Heiligen Abend. Und das bedeutet: Bescherung. Natürlich nicht nur an diesem Tag, sondern auch an den zwei folgenden Tagen, in denen man dann mehr oder weniger harmonisch mit der Familie feiert. Bei mir folgt dann auch noch einige Tage später mein Geburtstag. Also ausreichend Möglichkeiten mich zu beschenken – zumindest theoretisch.

Aber sicher jeder von uns kennt die Situation, in die man oftmals an den Feiertagen gerät und die meist als Dilemma zu bezeichnen ist: Wenn man voller Vorfreude das Geschenkpapier aufreißt, um dann etwas in den Händen zu halten, dass entweder hässlich, für einen selber unnütz oder schon im eigenen Arsenal existent ist. Oder alles zusammen. Dann macht man schöne Miene zum dämlichen Spiel und sheuchelt die große Überraschung und Freude. Das sind die Momente, die einem die Bescherung echt verleiden können. Man hat nur eine Genugtuung: Dass es den Anderen vielleicht nicht anders ergeht.

Auch wenn ich mir bewusst bin, dass ich auch dieses Jahr wieder bei dem einen oder anderen Geschenk das übliche und irgendwie traditionelle Dilemma erleben werde, gibt es eine Möglichkeit diese Situationen vielleicht zumindest ein wenig zu minimieren. Ein Wunschzettel. Und an den habe ich mich heute Abend begeben. Nach dem ich letztes Jahr noch einfach eine Worddatei erstellt habe, sind meine Ansprüche dieses Jahr in grafischer Hinsicht etwas höher gewesen. Meine ersten Skizzen, um einen von Hand gezeichneten Wunschzettel zu machen, sind gestern kläglich gescheitert (leider), so dass das Ergebnis nun Photoshop zu verdanken ist:

Doch zu guter Letzt muss ich der Vollständigkeit und Gerechtigkeit halber einem Automatismus zwischen Geschenken, die nicht auf meiner Liste zu finden sind, und einem unausweichlichem Dilemma widersprechen. Es muss nicht so sein und wenn es der Fall ist, ist die Überraschung und Freude oft noch größer. Jedoch gibt es leider nur wenige Leute, die eine entsprechende Zielsicherheit und Intuition in der Wahl ihrer Geschenke haben. Aber lange Rede kurzer Sinn: Ich kann jetzt nur hoffen, dass es dieses Jahr für mich wenig Dilemma  und viel wahr Freude gibt. Drückt mir die Daumen ;)

Geschrieben von Rabe

17. November 2009 um 22:23

10. RabenFlug:

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Kein Völkermord in Darfur …
… weil ein Muslim keinen Völkermord begehen kann. Ah, das hätte der türkische Ministerpräsident Erdogan mal früher sagen können, dann hätte ich mir einige Artikel in meinem Blog sparen können (z.B. hier, hier und hier). Sind dann jetzt die über 200.000 Toten und mehr als 2,5 Millionen Vertriebenen alles nur Simulanten? [Q]

Zwischen Nordkorea und Südkorea …
… ist der von mir auf Grund der Aggressivität von Kim Il-Sung prophezeite Krieg bisher noch nicht ausgebrochen. Applaus, Applaus, Applaus. Es gab in den letzten Monaten auch vorsichtige Schritte der Annäherung. Allgemeiner Jubel. Gestern nun gab es ein Feuergefecht zwischen Schiffen der verfeindeten Bruderstaaten. Die Gegend kommt noch lange nicht zur Ruhe. [Q]

Abrüstung auf der Welt …

… ist nicht erst seit Reagan und Gorbi populär, wenn auch in den letzten Jahren trotz der Beendigung des Kalten Krieges irgendwie thematisch hinter Wirtschaftskrisen in Deckung gegangen. Nach seiner vielbeachteten Rede in Prag sitzt Friedensnobelpreisträger Barack Obama jetzt mit seinem russischen Kollegen Medwedew via Vertreter an einem oder mehreren Tischen und redet über Abrüstung. Eine gute Nachricht! [Q]

Unser Außenminister …

… kann Englisch – zumindest bezeugt das die US-Außenministerin Clinton. [Q] Wenn man vor der Bundestagswahl viele Leute gefragt hat, war Westerwelle als Außenminister scheinbar die größte Panik der Deutschen. Dabei war die öffentliche Meinung über Genscher zum Zeitpunkt seines Amtsantritts auch nicht viel besser – heute käme Niemand mehr auf die Idee den Außenminister der Wiedervereinigung als Dilettanten zu bezeichnen. [Q] Daher warte ich lieber ab und lasse mich dann positiv überraschen.

Ein Luftangriff in Genf …

… traf den dortigen Teilchenbeschleuniger. Der Angreifer hat mit seiner Baguettebombe am 3.11. einen Kurzschluss verursacht. Der gefiederte Aggressor konnte unbehelligt fliehen. [Q]

Leben im Jammertal !?

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Während des Fußballspiels meines Ältesten am letzten Samstag steht mein Vater am Spielfeldrand und schimpft die gesamte Spielzeit über wie ein Rohrspatz über die schlechte Spielweise der Mannschaft meines Sohnes. Sie haben wirklich nicht gut gespielt gegen den Tabellenführer, aber jeder hat sich abgemüht und trotz der Niederlage werden sie beim nächsten Spiel wieder auf dem Platz stehen. Sie machen Sport und haben Spaß dran. Man kann ihr Spiel und die Niederlage als Fiasko sehen und ohne Unterbrechung darüber schimpfen, man muss es aber nicht alleine von dem Standpunkt aus sehen.

Heute lese ich in Facebook die Klage über das herbstliche Wetter mit Regen und Kälte, nachdem in den letzten Wochen auch schon vermehrt im Spambereich meines Forums darüber gejammert wurde. Es ist nicht zu leugnen, dass es nass und kalt ist – aber in der Jahreszeit sollte das auch nicht wundern. Wir hatten einen wirklich schönen Sommer und selbst im Herbst hatten wir noch einen richtigen Altweibersommer mit warmen Temperaturen. Die Wälder leuchten in den schönsten Farben und der Herbst mit seinem trüben Himmel, seinen Nebelbänken und dem Glitzern der abendlichen Lichtern in den Pfützen verbreitet eine ganz eigene Atmosphäre. Man kann diese Schönheit erkennen, man kann aber auch statt dessen die nächsten Wochen und Monate mit dem Jammern über das ach so schlimme Wetter und die so arg grässliche Jahreszeit zu verbringen.

Zwei Beispiele stellvertretend für viele Andere, die meines persönlichen Empfindens nach eine Tendenz oder ein Umfeld repräsentieren, die ein ständiges Wehklagen über die ach so schlechte Welt zur obersten Prämisse erhoben hat.

Und das, wie ich es subjektiv wahrnehme, nicht nur in meinem persönlichen Umfeld, im Freundeskreis, in der Familie und auf der Arbeit, sondern auch in der Presse. Vielleicht verkaufen sich schlechte Nachrichten besser, weil sie emotional eher eine Gemeinsamkeit herstellen. Es regt sich halt gemeinsam viel schöner auf, als alleine. Aber würde man sich gemeinsam nicht auch viel schöner (er)freuen können?

Vielleicht ist es aber auch nur die Hoffnung durch das Erwecken von Mitleid menschliche Anteilnahme zu erheischen. Hat man mehr Bestätigung, wenn die Mitmenschen einen den Kopf tätscheln und in seinen depressiven bzw. pessemistischen Gedanken bestärken? Ist es schöner, wenn die Leute sich mit einem ärgern, anstatt sich mit einem zu freuen? Hat man vielleicht sogar Angst viel Freude zu zeigen, weil es unpopulär ist oder man Neid erzeuge könnte?

Ich weiß es nicht und im Grunde ist es mir auch egal.

Aber was bringt es (außer mich zu nerven)? Wenn man es ändern kann, dann soll man das machen, und wenn nicht, dann sollte man seine Perspektive bzw. seinen Standpunkt überdenken. Das Schlimmste ist doch, wenn die Schönheit und das Freundliche, das uns umgibt, so alltäglich wird, das man es nicht mehr wahrnimmt, nicht mehr wahrnehmen kann oder will.

Wer sein Leben in einem Jammertal verbringen will und in allem lieber das Negative sieht, dem wünsche ich viel Spaß oder was auch immer man dabei so wünscht. Aber ich kann es einfach nicht mehr hören und genieße lieber mein Leben. Oder um es mit einer Bekannten zu sagen: „Das Leben ist blau!“.

Geschrieben von Rabe

9. November 2009 um 21:19

Nerdalarm !?

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Nachdem ich im Mai noch die Nachlese zum 6. SiRoWe (Sinziger Rollenspiel-Wochenende) geschrieben habe, stand dieses Wochenende die siebte Veranstaltung dieser Reihe an. Nach meinen schon im Juni gemachten Erfahrungen mehr auf meine innere Stimme zu hören (auch wenn ich es in dem Beitrag auf das Liverollenspiel bezogen hatte) habe ich einem geruhsamen Wochenende den Vorzug gegeben vor dem Zwang an einer Veranstaltung vollständig teilzunehmen. Ergo war ich nur Freitag Abends zu einer Runde Carcassonne und Samstag Nachmittag zum PnP-Rollenspielsystem „Deadlands„. Ein System, dass ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gespielt habe.

Hatte ich nach dem letzten SiRoWe noch geschrieben, dass die Anzahl der Nerds auf solchen Veranstaltungen relativ gering ist, bin ich mir indessen nicht mehr so sicher. Vielleicht sind sie wirklich in der Minderheit (ich glaube auch immer noch fest daran), aber irgendwie fallen sie doch besonders ins Auge. Anders gesagt: Ich finde es schon irgendwie befremdlich, wenn Jemand die ganze Zeit mit Bademantel und Schlappen durch die Gegend läuft … oder ich habe den Witz nicht verstanden. Vielleicht kann es mir ja Jemand erklären …

Geschrieben von Rabe

8. November 2009 um 20:23

H1N1, die Medien und die Hysterie.

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Im Sommer nehmen die Medien die Mexikanische Grippe (bzw. Schweinegrippe) das erste Mal war und überall wird von einer neuen Seuche gewarnt, während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Beratungen H1N1 zur Pandemie erklärt. Die erste Welle der Krankheit verläuft aber in den ersten Wochen bzw. Monaten nicht so stark, wie von den Medien erhofft vorgesagt und wütet in erster Linie in Ländern, die weit von Deutschland entfernt sind.

Dann findet unsere Presse ein Thema, das höhere Auflagen verspricht: Die Gefährlichkeit des Impfstoffs. Als ob kein anderer Impfstoff nicht auch Nebenwirkungen hätte oder am Anfang umstritten gewesen wäre. Was folgt ist eine von den Medien geförderte Hysterie gegenüber dem Impfstoff, während zeitgleich die Gefährlichkeit der Krankheit in der Relation zum Impfstoff abzunehmen scheint.

Indessen häufen sich die Meldungen von Toten durch den Erreger H1N1, wobei bisher wohl vor allem schon gesundheitlich vorbelastete Menschen betroffen sind. Doch Meldungen wie aus der Ukraine [Q] sind die nächsten Schlagzeilen, die Auflage versprechen – so warnen die Medien wieder verstärkt vor der Gefahr der Mexikanischen Grippe, die aktuell der voraussichtlich einzige in Deutschland aktive Grippeerreger ist [Q].

Das zumindest ist mein Empfinden, was die Berichterstattung in der Presse angeht, wo Auflagen oft wichtiger sind als die Information der Bevölkerung. Das Resultat ist, dass viele Leute wegen des Impfstoffes verunsichert sind und die Krankheit für weniger gefährlich halten als die Experten der Weltgesundheitsorganisation oder des Robert-Koch-Institutes – und daher nicht zur Impfung gehen [Q].

Ich bin mal gespannt, wie es mit der Mexikanischen Grippe weitergeht und wie sich die weiteren Wellen entwickeln. Dabei hoffe ich darauf, dass sich die Experten in ihren Vorhersagen irren. Nachdem ich gestern geimpft worden bin, blicke ich dem aber recht entspannt entgegen. Nebenwirkungen habe ich übrigens bisher keine.

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