RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archiv für Mai 27th, 2009

„Mein Blut für Vashanka.“

mit 3 Kommentaren

Nachdem Bob (Ihr wisst schon: Der Typ, der mit dem Typen rumhängt, der früher mal mit Radieschen rumzog) in seinem Blog schon mit einigen Zeilen zum „Silvercrow 13.1″ vorgelegt hat und auch ein zweites Blog-Review existiert, möchte ich nicht nachstehen. Auch wenn ich noch immer groggy bin, denn wie Bob muss ich feststellen, dass ich für acht Tage Con in zehn Tagen langsam zu alt bin. Aber so lange ich (anders als mein Schatz, die mit einem leichten Schleudertrauma im Krankenhaus war) noch nicht kaputt gehe …

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Zwar findet man mein (noch in Arbeit befindliches) Review und meine Fotos an anderer Stelle, aber ein paar Worte zum Con sind jetzt auch hier fällig – auch wenn die Bewertung des Cons für mich echt schwierig ist. Es gab einige Mängel in der SL-Kommunikation, bei der Ausstattung und bei der Einweisung bzw. dem IT-Wissen der NSCs, aber dennoch hatte ich meinen Spaß. Ich hatte immer zu tun (auch wenn ich weniger auf die Omme bekommen habe als Bob, dafür aber mehr um den Schutz des Ortes gebetet habe) und nie kam Langeweile auf, ich konnte meinen Charakter Bruder Anselm intensiv spielen und hatte schöne Spielsituationen.

Für das Con waren, meines Wissens nach, nur Charaktere zugelassen, die in irgendeiner Art und Weise für das Licht stehen, weshalb ich auch die Hoffnung hatte, dass Charaktere mit denselben Zielen auch für die Sache entsprechend zusammen arbeiten. Das war leider nicht der Fall, wobei ich bisher noch nicht ganz benennen kann, warum es so war. Vielleicht lag es daran, dass nicht von Beginn an Jemand die Verantwortung übernommen und alle koordiniert hat. Vielleicht aber auch, weil man mehr im eigenen Lager saß und sein Ding machte, anstatt sich mit anderen Gruppen auszutauschen.

Dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass Charakter- oder Gruppenkonzepte, die stark auf ein gruppeninternes Spiel mit Mißtrauen gegen jeden Nicht-Gruppenangehörigen angelegt sind, einfach nicht mein Ding sind. Auch wenn es konsequent gespielt ist, so lebt Larp meiner Ansicht nach davon mit anderen, auch oder gerade unbekannten Menschen und Charakteren zu spielen und nicht ein künstliches Gegeneinander aufzubauen. Gerade durch meine Zeit im Skriptorium habe ich, insbesondere beim gemeinschaftlichen Übersetzen der Texte, bin ich mit mehreren guten Spielern in Kontakt gekommen. Das wäre sicher nicht möglich gewesen, wenn ich nur mit meiner Gruppe im Lager gesessen hätte und lediglich zum Kämpfen von meinem Stuhl aufgestanden wäre.

Trotzdem war ich nicht alleine dort und ich möchte mich bei meiner Gruppe, mit denen man sich für die Götter und das Licht aktiv einsetzten konnte, bedanken: beim Zottel, beim Bob, beim Tavernenspinner und natürlich auch beim Feuerkind sowie bei unseren Freunden und Verbündeten aus Drakenhain. Wir hatten (meines Erachtens nach) ein tolles und intensives Spiel – auch wenn wir uns (wie viele andere Spieler auch) manchmal echt dämlich angestellt haben. Wenn die SL nicht so flexibel auch andere Lösungsansätze zugelassen hätte, dann wären unsere Charaktere wohl alle draufgegangen.

2009-05-27-sc13cApropos draufgegangen: Am Samstag hatte ich schon mit meinem Charakter abgeschlossen und diese Zeit gehörte für mich zu den intensivsten Momenten des Cons. Schon früh am Tag hatte ich mit meinem IT-Ordensbruder Valgard über meinen Notfallplan zum Schutz der Reliquien gesprochen und als dann der Zugang zu ihrer Rettung für uns immer verschlossen schien, war ich kurz davor Vashanka zum Schutz dieser Reliquien anzurufen und dann dafür mein Blut und damit mein Leben zu opfern. Natürlich ist es schön, dass Anselm überlebt hat, aber es wäre sicher für einen Geistlichen Vashankas ein würdiger Tod gewesen.

Interessant waren auch die Kreise, die man bildete, um gemeinsam für den Schutz der Abtei und des Umlandes zu beten. Nur selten hat man das Vergnügen so viele unterschiedliche Gebete zu hören und zu sehen, was für Energie auch in Priestern steckt, denn auf den meisten Cons hört man doch eher die kurzen Sprüche der Magier. Jedoch scheinen kurze Gebete für Rituale in der prallen Mittagssonne bei einigen Damen und Herren des Klerus nicht im Handgepäck vorhanden zu sein. Ich hätte irgendwann jeden Geistlichen, der in diesem Kreis eine Liturgie vorträgt oder eine Messe hält anstatt ein einfaches Gebet zu sprechen am liebsten erschlagen. Aber mein Brevier mit den dorlónischen Gebeten habe ich mehrfach durchgebetet und bin gerade dabei neue Gebete zu schreiben ;)

Alles in Allem war es trotz der Defizite auf der SL- und NSC-Seite als auch bei der Zusammenarbeit und der Fehlerquote auf der Seite der Spieler für mich ein schönes und gelungenes Con. Auch weil ich die Silver-Crow-Leute (was natürlich die Schwanenkreuzer einbezieht) einfach mag wird es für mich nicht das letzte Con der Orga gewesen sein. Und erst recht, wenn sie wieder ein Con auf dem Jagdschloss Baum machen sollten. ;)

„Mein Leben für die Götter. Mein Blut für Vashanka.“

Geschrieben von Der Rabe

27. Mai 2009 um 20:10

Veröffentlicht in Rollenspiel

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Ein Kommunalwahlprogramm.

ohne Kommentare

2009-05-27-cdusinzigBei uns in Rheinland-Pfalz steht nicht nur die Europawahl vor der Tür, sondern auch die Kommunalwahl. Das merkt man vor allem daran, dass überall Plakate mit mehr oder minder bekannten Häuptern prangen und der Briefkasten zusätzliche Nahrung erhält. So ist mir heute auch der Flyer der CDU Sinzig in die Hand gefallen – und wirbt mit dem Bild „Uns geht’s um Sinzig“ um meine Gunst. Der Slogan ist nicht neu, denn schon 1994 kam diese Kampagne neu auf den Wahl-Markt. Schade, wenn einem seit 15 Jahr nichts Neues bzw. Besseres einfällt.

Dann gibt es eine lange Liste von Sachen, die man sich vornimmt. Unter anderem finde ich dort den Punkt „Schaffung von Anreizen für den Zuzug von jungen Familien, u.a. durch Erschliessung von bezahlbaren Baugrundstücken“. Warum man das erst nach der Wahl machen möchte bleibt, wie bei anderen Punkten auch, mal dahingestellt. Aber ich erinnere mich, dass entsprechende Pläne, nämlich der Ankauf von Nicht-Baugrundstücken vor der Aufstellung des Bebauungsplanes durch die Stadt und den dadurch möglichen kostengünstigen Verkauf an junge Familien nach Herstellung des Baurechts, wie es in anderen Gemeinden schon lange gemacht wird, auch von der CDU im Rat abgelehnt wurde. Dabei ist das die beste Möglichkeit die Preise für Bauland niedrig zu halten und auch die Vergabe an junge Familien zu gewährleisten, anstatt dass Bauland brachliegt, weil damit Jemand spekuliert. Abgesehen davon stellt sich mir auch die Frage, ob man nicht erst Anreize schaffen sollte Baulücken zu schließen, anstatt die Zersiedelung der Landschaft weiter voran zu treiben.

„Sicherung von Veranstaltungsmöglichkeiten in den Stadtteilen und Ankauf des Helenensaales“ ist ein auch schon seit langen Jahren bekanntes Problem. Die Sicherung scheitert meist an Bürgern, die sich neben Veranstaltungsorten bzw. Dorfplätzen häuslich niederlassen und dann klagen, wenn dort Karneval gefeiert wird – was für mich unverständlich ist, aber leider vom Rat nicht geändert werden kann. Der Ankauf des altehrwürdigen Helenensaales klingt im ersten Moment gut, aber nur, wenn man verdrängt, dass er schon heute nicht genug Platz für Veranstaltungen bietet und keine Erweiterungsmöglichkeiten hat, dass die Sanitäranlagen nicht ausreichen, keine Stellplätze in der Nähe sind und er von Wohngebäuden umzingelt ist. Ergo: weitreichende Sanierungsmaßnahmen sind erforderlich, von Auflagen in den Bereichen Lärm- und Brandschutz sind auszugehen – welche die Kosten weiter hoch treiben. Obwohl der finanzielle Aufwand bis zu einer vernünftigen Sanierung nicht geklärt ist hat wohl der Stadtrat in diesem Monat mit 16 zu 15 Stimmen entschieden das Gebäude zu kaufen. Für das Geld hätte man auch eine schöne neue Halle bauen können, die den Anforderungen der Stadt dieser Größe eher Rechnung getragen hätte.

Sehr schön ist die „Belebung der Innenstadt durch ein Förderprogramm zur Erhaltung und Ansiedlung neuer Geschäfte“. Da bin ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Erst versucht der Bürgermeister (CDU) den Platz neben dem Schloss als Standort für einen Supermarkt zu vermarkten, dann verkauft man das außerhalb der Innenstadt gelegene Präparandiegelände, damit sich dort ein Penny (direkt beim schon vorhandenen REWE) ansiedeln kann, während der Bau eines Kauflands hinter dem Bahnhof nur noch vom Einspruch der Anwohner gebremst wird – und nachdem dann der letzte Supermarkt (ein Edeka) in der Innenstadt aufgeben muss beginnt man ein Förderprogramm aufzulegen. Anstatt eine mittel- bis langfristige Stadtplanung zu gestalten, die diesen Namen auch verdient und nicht bei einer Innenstadtsanierung aufhört, lässt man die Innenstadt sterben, um sie jetzt mit einem teuren Förderprogramm zu beleben. Klingt komisch, ist aber so.

Programm trifft auf Realität, aber das wird wohl nichts daran ändern, dass die CDU weiterhin die größte Fraktion im Stadtrat sein wird. Ob sich nach der Wahl was für die Stadt ändern wird und Sinzig fit für die Zukunft gemacht wird bleibt abzuwarten …

Geschrieben von Der Rabe

27. Mai 2009 um 17:26

Baldiger Krieg in Korea !?

mit einem Kommentar

Am 12. März dieses Jahres habe ich in einem Forum geschrieben: „… bei dem Säbelrasseln und den immer härteren Tönen aus Nordkorea würde es mich nicht wundern, wenn wir noch im Laufe des Jahres einen Krieg in Korea erleben werden …“ Die aktuellen Nachrichten lässt mich an dieser Prognose nicht unbedingt zweifeln.

Mehr Informationen: 25. Mai auf n-tv Wortlaut der Erklärung Nordkoreas zum Atombombentest | 25. Mai auf Focus „Die Chronik des Säbelrasselns“ | 27. Mai auf n-tv „Pjöngjang droht Seoul“ | 27. Mai auf Spielge-Online „Nordkorea droht dem Süden mit Militärschlag“ | 27. Mai bei Zeit-Online „Nordkorea droht Südkorea mit Militärschlag“

Zu empfehlen ist ebenfalls das Blog „North Korean Economy Watch„, deren Betreiber unter anderem Satelittenbilder auswerten und einen Layer für Google Earth anbieten, durch den man auch den Palast von Kim Jong-Il näher betrachten kann [Q]. Und dank eines Hinweis meines fleissigen Kommentators Seppelsche  kann ich hier noch ein Video von arte unter dem Titel „Wunderwelt Nordkorea“ empfehlen.

Geschrieben von Der Rabe

27. Mai 2009 um 08:01

Veröffentlicht in Global Denken

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