RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archiv für Mai 12th, 2009

3 x Afrika

ohne Kommentare

Der deutsche Durchschnittskopf ist von Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf den einzelnen Deutschen umwölkt. Das führt zu einer Fokusierung auf Deutschland und die führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Dabei verliert man aber schnell aus den Augen, dass die Welt aus mehr besteht – sicher ein Grund, dass ich nach längerer Zeit auch meinen Blick wieder etwas dem schwarzen Kontinent zuwende:

„Brutales Absacken“ in Afrika

Der Name „Weltwirtschaftskrise“ sagt es schon: Die ganze Welt ist davon betroffen. In Deutschland schultert der Steuerzahler derzeit die Fehler und Versäumnisse der eigentlichen Verursacher (die mit hohen Abfindungen in den Ruhestand gehen). Bisher ist mir nicht zu Ohren gekommen, dass Länder der sogenannten dritten Welt die Wirtschaftskrise mit verursacht hätten. Das ändert aber Nichts daran, dass gerade die ärmsten Länder davon besonders hart getroffen werden. Ob das nun Afrika in der wirtschaftlichen Entwicklung zurück werfen wird oder eine auch Chance bedeutet wird wohl erst die Zukunft zeigen. Mehr hier.

Dreckige Geschäfte am Himmel

Es verwundert sicher nicht, dass es aber immer auch Gewinner geben muss, wo es Verlierer gibt. Das ist in Deutschland so und in Afrika nicht anders. Das große Los gezogen haben dabei diejenigen, die es schaffen doppelt Geld scheffeln. Dazu zählen auch etliche Fluggesellschaften, die mit ihren Maschinen erst illegal Waffen liefern, Konflikte schüren und damit die Not mit verursachen, um dann im Auftrag von humanitären Organisationen Hilfsgüter in dieselben Länder zu schaffen. Natürlich lassen sie sich für beide Transporte gut bezahlen. Dabei klingt „Fluggesellschaft“ so abstrakt, denn im Endeffekt reden wir hier von Menschen, die sich bewusst für solche Geschäfte entscheiden. Einfach abartig. Mehr hier.

Verteilungskampf um Agrarflächen

Durch die Weltwirtschaftskrise ist die Nahrungskrise schon fast in Vergessenheit geraten. Nachdem bei uns die Lebensmittelpreise gestiegen sind und das World Food Programm (WFP) die Hilfsgüter auf dem Weltmarkt ebenfalls teuer einkaufen musste hat indessen in unseren Supermärkten und Discountern eine Senkung der Preise eingesetzt. Da die grundsätzliche Problematik jedoch nur von der Wirtschaftskrise überdeckt wird und die nächste Nahrungsmittelkrise wohl schon hinter der nächsten Einkaufstüte lauert sorgen einige Staaten schon vor: in Entwicklungsländern wird Anbaufläche gepachtet. Anders: In Ländern, in denen Menschen von Hunger bedroht sind lassen reiche Länder Getreide anbauen, um ihre Bevölkerung zu ernähren. Irgendwie pervers. Mehr hier.

Geschrieben von Der Rabe

12. Mai 2009 um 15:05

Larp: Ein Zwischenstand.

mit einem Kommentar

2009-05-12-Blog-Blutvogt01Nach langem Nachdenken und etlichen Skizzen steht endlich fest, wie der Mantel meines Blutvogtes, Bruder Anselm aussehen soll. Und gestern ist der Wollstoff in Rot und Schwarz bei mir angekommen und auch schon zur Vorwäsche gewandert. Heute abend werde ich dann wohl beginnen zu nähen – aber ob ich es bis zu diesem Wochenende schaffe den Mantel und eine Tunika fertig zu bekommen wird sich zeigen. Wenn nicht werde ich wohl noch mal Askir spielen und erst zum Wochenende danach Bruder Anselm, Klerus der Vashanka-Kirche, wieder für seinen Glauben in die Welt hinaus senden: „Mein Leben für die Götter, mein Blut für Vashanka!“.

Das kommende Wochenende werde ich auf das „Drachenkrieger 1″ bei Mannheim fahren und am Mittwoch danach geht es für fünf Tage auf ein Silvercrow-Con bei Hannover. Ich komme wieder rum, wie es scheint. Habe ich zur Eröffnung meiner Larp-Saison am 08. Januar 2009 noch überrascht festgestellt, dass ich im ersten Halbjahr auf 8 Liverollenspielveranstaltungen sein werde, so hat sich meine Planung indessen ausgeweitet. Aktueller Stand der Anmeldungen bis zum Jahreswechsel sind 20 Veranstaltungen mit insgesamt 60 Contagen, davon 3 als SL – sonst als Spieler. Wie es zu vermuten war wird es ein Rekordjahr. :)

Die bisherigen Cons des Jahres waren zumindest mehrheitlich dazu angetan diese Entwicklung nicht zu verfluchen, denn sie haben wirklich Spaß gemacht. Das „Amonlonder Akademiecon 3“ war die perfekte Bühne für meinen Professor und die theoretischen, zum Teil scheinwissenschaftlichen Diskurse mit den „Kollegen“ waren eine Erfüllung. Vom Zusammenspiel unserer Reisegruppe aus Dorlónien mit den Andachten und Gebeten (und dem leylindagefälligen Ellbogen) lebte das „Khumaritenmanöver 4.5„. Meine Entscheidung mit Askir statt mit Anselm zum „Amonlonde 9“ zu gehen habe ich nicht bereut – denn Anselm hätte das mit der Wiederbelebung weniger witzig gefunden. Aber zwei Mal auf einem Con mit dem selben Charakter sterben ist komisch, auch wenn der Rekord bei drei Mal lag. Wie krank Larp einen macht merkte man bei der „Zeitmeister-Taverne„, für die wir bis nach Aschaffenburg und tief in der Nacht wieder zurück gefahren sind. Viele nette Leute habe ich dann auf dem „Galladoorn 21“ kennen gelernt, auf dem ich über Ostern gewesen bin.

Fotos von diesen und anderen Veranstaltungen findet man übrigens auf meinem Picasa-Album und in der dorlónischen Galerie.

Geschrieben von Der Rabe

12. Mai 2009 um 07:57