Archiv für Mai 2nd, 2009
Projekt 52 | Wochenthema 08 | Bewegung
Nach einigen Wochen, in denen auch mein Blog über längere Zeiträume alleine auskommen musste, habe ich auch das Projekt 52 vernachlässigt. Es gibt jedoch genug Zwänge, denen wir unterliegen und das Projekt soll Spaß machen – also wird es so bearbeitet, wie Zeit und Lust (und Ideen) vorhanden sind. Und auf Grund der Ideen und des vorhandenen Materials hier erst mal mein Beitrag zum Wochenthema 08: „Bewegung„.

Das Foto entstand Ende März auf einer Liverollenspiel-Veranstaltung in Aschaffenburg und zeigt einen „Gaukler“ während seiner nächtlichen Feuerschau. Wer das Bild noch mal in größerer Auflösung sehen möchte findet es hier.
Besserwisserwissen: Imbus | Inbus
Die Hexe des Westens zieht um und wir helfen. Schnell wird noch der Schrank (von Ikea vermute ich) aufgebaut und irgendwann kommt die Frage: „Hast Du einen Imbus?“ Das Feuerkind stößt das heutige Besserwisserwissen-Thema dann richtig an: „Heißt die Mehrzahl von Imbus eigentlich Imbi?“ RedHeadJu bestätigt die Lateinkenntnisse, denn als lateinisches Wort wäre der Imbus im Plural „Imbi“. Der Vater der West-Hexe probierte das Wort „Imbus“ auf die Abkürzung von „Innensechskant“zurück zu führen, was aber auf Grund der enormen Anzahl des Buchstabens „B“ in „Innensechskant“ zu Verwirrung führte.
Auch verwirrt? Aber ebenso die Neugierde geweckt, was hinter diesem Werkzeug, das jeder von uns sicher schon mal genutzt hat, steckt? Hier kommt die Auflösung:
1. Den Imbus gibt es gar nicht. Es gibt nur den Inbus, der aber nur durch Assimilation fälschlicherweise „Imbus“ ausgesprochen wird. Daher gibt es auch einen Inbusschlüssel, aber keinen Imbusschlüssel.
2. Nur weil ein Wort auf „-us“ endet muss es nicht aus dem lateinischen Wortschatz stammen. Ergo können wir jeden Ursprungsgedanken hinsichtlich des Latein mit einem dicken Stift streichen.
3. Inbus ist ein Akronym und leitet sich vom ersten Hersteller von Innensechskantschrauben ab, der Firma Bauer & Schaurte. Inbus steht einfach für Innensechskantschraube Bauer und Schaurte. Auch wenn die Schraube wohl schon gegen 1911 erfunden wurde, so hat diese Firma sie 1936 das erst mal patentieren lassen.
Und wieder wissen wir etwas, womit wir klug sch****** können ;) Weitere Informationen übrigens wie immer bei Wikipedia.
Die letzte Zigarette.
Ich beobachte derzeit ganz interessiert, was die Sucht aus einem machen kann. Vom August 2007 bis Ende Mai 2008 hatten das Feuerkind und ich das Rauchen aufgegeben, um dann mit den Worten „Ach, eine Zigarette schadet ja nicht“ auf den Lippen einen Rückfall zu erleiden. Aber von Rückschlägen soll man sich ja nicht entmutigen lassen, so dass wir einen neuen Anlauf starten und ich am Dienstagmorgen meine aktuell letzte Zigarette geraucht habe.
Am Dienstag war ich einfach etwas hibbelig und natürlich hatte ich mehr als ein Mal Lust auf eine Zigarette, aber ich war doch verwundert, wie einfach der Tag vorbei ging (außer dass ich Abends meiner Verlobten gewaltig auf den Keks ging, weil ich ständig von meinen Gelüsten sprach). Aber am Mittwoch hätte ich besser Urlaub genommen, denn der Aggressionspegel war enorm und hat mich selbst erschreckt. Ich habe den Chef angefaucht (wegen einer Nichtigkeit – als ob es zuweilen keine guten Gründe geben würde) und bei meinem Mittagsspaziergang hätte ein älterer Herr fast meine Faust im Gesicht gehabt, weil er mich angesehen hat. Sollte es noch mal erforderlich sein, dass ich aufhören muss, werde ich mich an dem zweiten Tag irgendwo einsperren lassen und jeglichen menschlichen Kontakt meiden.
Seitdem ist es aber wirklich einfach, wobei gestern dann die Belastungsprobe angesagt war. Unter den Umzugshelfern der Hexe des Westens befand sich auch eine Raucherin, die natürlich ihrer Sucht nachging. Man fragt sich ja immer, ob man dann geifernd daneben steht, um ihr letzendlich eine Zigarette zu klauen – aber wunderlicherweise war dem gar nicht so. Natürlich hätte ich eine Rauchen können, aber ich hatte kein Verlangen danach es auch zu müssen.
Sicher wird es auch in Zukunft immer eine Belastung und eine Prüfung bleiben, es wird Situationen (z.B. nach einem guten und ausgiebigen Essen) geben, in denen es schwer bleibt – aber ich glaube der schlimmste Tag ist überstanden. Ohne, dass es Opfer in mienem Umfeld gekostet hat ;) Jetzt heißt es durchhalten …