Tagesarchiv: April 14th, 2008

Wer ein Kind hat oder viele kleine Kinder im Bekanntenkreis hat wird wissen, was ich meine, wenn ich sage, dass Kinderlachen etwas Besonderes ist. An diesem Wochenende hat mir dies der jüngste Sohn meiner Ex-Frau wieder bewiesen. In welcher Intensität und welchem Enthusiasmus sich der (knapp zwei Jahre alte) Kerl freuen kann und mit welcher Motivation er dann lauthals loslacht ist beneidenswert. Zumal wenn man sich überlegt, worüber er sich freut: wenn man hinter der Tür hervor kommt und “Buh” macht; wenn man für ihn lustige Grimassen schneidet; wenn man mit ihm spielt und ihn lobt; … es scheint fast keine Gelegenheit zu geben, in der es nicht angebracht wäre zu lachen. Diese Freude über die einfachen und kleine Dingen des Lebens ist eine Gabe, die der Mensch scheinbar im Laufe seines Lebens verliert - wie auch die Kunst seine ganze und vollkommene Freude in einer emotionalen Explosion des lauten Lachens zu entladen und der Welt kund zu tun. Der deutsche Erwachsene scheint sich, vor allem in der Öffentlichkeit, zu schämen in solch einer Art und Weise und für Alle klar erkenntlich Freude zu empfinden. Vielleicht berührt uns dieses hemmungslose Kinderlachen auch gerade deshalb so tief: Weil wir dieser grenzenlosen Entladung von Freude hinterhertrauern. Wir trauern, weil wir es uns nicht mehr trauen. Schade eigentlich.

Wenn auch ganz knapp schon in der 16. Woche schaffe ich es noch vor der Bekanntgabe des neuen Themas das ergo noch geltende Bild des Themas “Lebensmittelpräsentation” hochzuladen. Viel ist zu meinem Bild an sich nicht zu sagen, denn als Genussmensch bin ich der Ansicht, dass ein erzähltes Essen ebenso wie ein Bild einer guten Speise an sich verloren ist, sofern man nicht etwas Essbares genießen kann ;) Das Bild findet man in größerer Auflösung auch in meinem Projekt 52-Album. Man darf auch gerne raten, um was es sich hier handelt …

Er kam mir zwar schon gestern zu Ohren, aber nach der Kommunionsfeier war ich einfach zu groggy noch mal an den Computer zu gehen. Nach einem sehr essensintensiven Tag, der nur von Messen in der Kirche unterbrochen wurde, hat meine Ex-Frau angesichts der übrig gebliebenen “Donauwelle” gemeint sie hätte irgendwo gehört: “Wenn man Gelüste auf etwas hat, dann sagt das nur aus, dass der Körper etwas einfordert, was er gerade unbedingt und dringend benötigt.” Sie hatte zwar Zweifel, ob das bei Donauwelle und auch Schokolade so einfach anwendbar ist, aber wir kamen überein, dass es zur Gewissensberuhigung ein hervorragender Spruch ist. Ich glaube ich werde den in Zukunft öfter verwenden ;)