RabenZeit

Auf der Suche nach dem goldenen Zeitalter.

Archiv für April 10th, 2008

Mensch des Tages: Majora Carter.

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Eigentlich hat es sich ja gestern schon ereignet, aber man kann ja nicht immer topaktuell sein: „Olympische Fackel in San Francisco: … Zu den spektakulärsten Zwischenfällen gehörte der grobe “Wegschubs”-Ausschluss der Fackelträgerin Majora Carter, die unter ihrem offiziellen Sportanzug eine Tibet-Flagge versteckt hatte, die sie zückte, als sie die Fackel übernehmen sollte. …“ (Quelle). Wegen dieser engagierten Aktion ist Majora Carter für mich die Frau des Tages.

Geschrieben von Der Rabe

10. April 2008 um 10:31

Veröffentlicht in Global Denken

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Völkermord in Darfur.

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Seit 2003 findet in der Region Darfur im Sudan ein Genozid statt. Fast unbeachtet von den Medien und damit der Weltöffentlichkeit. Dörfer brennen und unzählige Flüchtlinge sind auf Hilfe angewiesen. Vergewaltigungen, Verstümmelungen und Morde sind an der Tagesordnung. Seit fünf Jahren wird in einer Region unserer Welt ein Volk ausgelöscht ohne dass die sogenannte Weltgemeinschaft reagiert. Keine wirkliche Reaktion über Lippenbekenntnisse hinaus. Keinen ausreichenden Druck auf den Sudan die Gewalt zu stoppen. Statt dessen bereitet sich die Welt auf eine Olympiade in einem Land vor, das den Sudan politisch den Rücken stärkt, während es mit dem Regime in Khartum Öl- und Waffengeschäfte abwickelt.

Die UNO hat die Entsendung einer Schutztruppe beschlossen. Endlich. Doch der Aufruf nach Truppen und Ausrüstung ist fast ungehört verhallt. Von den erforderlichen 28′000 Soldaten sind gerade mal 9′000 eingetroffen und die sollen nun die Menschen in der Region von der Größe Frankreichs ohne einen Hubschrauber schützen. Ein Beweis für das Engagement der Weltgemeinschaft, wenn es um Menschenrechte in wirtschaftlich weniger interessanten Ländern geht – und beschämend, dass gerade in Deutschland dieser Konflikt von der Berichterstattung in den Medien ausgelassen wird und damit auch in den Köpfen der Menschen faktisch nicht existiert. Und was die Menschen nicht bewegt, dass bewegt auch nicht die Verantwortlichen in der Politik.

Damit sich die Lage in der Region Darfur irgendwann bessert und das Leiden unter den verbrecherischen Akten ein Ende hat ist es wichtig diese Thematik bekannter zu machen. Auf GoogleEarth kann man mal ein Blick auf die Darfur-Region werfen (es gibt dort Bilder zerstörter Dörfer, etc.) und es macht sicher Sinn sich im Internet, z.B. auf der Webpräsenz von „Rettet Darfur“, einer Initiative von Fairplanet und der Gesellschaft für bedrohte Völker, oder von Genozid Alert, einer deutschen Menschenrechts-NGO, näher zu informieren. „Rettet Darfur“ hat auch einen guten Clip, auf den ich hier verweisen möchte.

Geschrieben von Der Rabe

10. April 2008 um 07:58