Archiv für März 3rd, 2008
Seitenwind
Der Fast-Absturz einer A320 auf dem Flughafen Hamburg durch den Sturm „Emma“: Das Video.
Gewandungsskizzen Alanis.
Diese Skizzen sind gestern für den Charakter Alanis Tatius meiner Freundin entstanden. Es zeigt zwei Arten für Kleider, die für festlichere Gelegenheiten gedacht sind. Rechts ist ein Farbkonzept zu sehen, das auf Grund der schon vorhandenen Stoffe auch so ungefähr realistisch ist.
Nachtrag zum Gewandungskonzept von Askir: Der Ledermantel ist angekommen und echt toll. Nur ist der noch so gut in Schuss, dass es einem leid tut ihn für Larp auf alt und verbraucht zu trimmen. Also steht gerade zur Debatte ihn OT zu nutzen – nur brauche ich dann wieder einen Mantel für den Charakter. Was für ein Dilemma …
Gewandungsskizzen Magier
Der Charakter Prof.Dr.Dr. Bram van de Watervallen wird immer lebendiger. Während ich noch wegen einer lupianischen Herkunft mit der Lupien-Orga in Kontakt bin hat der Charakter indessen auch einen Hintergrund und ich habe schon einige nette Details im Kopf, wie ich ihn spielen werde und durch die ihm erst „Leben“ eingehaucht wird. Parallel sind übers Wochenende die ersten konkreten Entwürfe über die Kleidung entstanden. Diese Skizzen dienen nun als Vorlage, um ein Farbkonzept festzulegen. Zeitgleich entwicklen sich auch die ersten Vorstellungen über die Beschaffenheit der Stoffe. Die Skizze, bei der man schon am stärksten erkennen kann, in welche Richtung die Gewandung gehen wird, sieht man, zusammen mit zwei Farbkonzepten, oben.
Professionalisierung im Larp.
Ergänzend zu meinem Beitrag „Engagement“ kann ich, angeregt durch einen aktuellen Konflikt Diskussion, larpspezifisch ergänzen, dass es auch die Leute gibt, die schon vor langer Zeit mit Liverollenspiel begonnen haben, aber nur sehr selten auf Conventions anzutreffen sind. Also die Larper, die nur ein oder zwei Mal pro Jahr auf Veranstaltungen sind und auch sonst, z.B. über das Netz, wenig Kontakt zur „Szene“ halten. Natürlich sei jedem selbst überlassen, wie viel Zeit man in das Hobby Larp steckt und das wird grundsätzlich von mir auch nicht kritisiert.
Dieser Personenkreis sollte dann aber auch akzeptieren, dass Entwicklungen der Szene und daraus resultierende Änderungen an Ihnen vorbeigehen können. Man kann nicht davon ausgehen, dass es heute noch zwingend so funktioniert, wie das vor Jahren, als das Larp sicher noch familiärer und kein Massen phänomen war, der Fall gewesen ist. Die Anzahl der Veranstaltungen zeugt davon ebenso wie die indessen juristisch immer ausgefeilteren AGBs und eine ingesamt anzutreffende Professionalisierung der Arbeit innerhalb der Orga-Teams.
Die Zeiten, in denen selbst bei Einladungscons für eine Gruppe jedes Gruppenmitglied angesprochen wurde und einfach mündlich zu- oder absagte, sind selbst für solche Arten von Cons schon lange vorbei. Die Organisatoren nehmen selbst bei Veranstaltungen dieser doch überschaubaren Größenordnung eine Verantwortung und finanzielle Verpflichtung auf sich, die sich in keinster Weise von denen gewerblicher Dienstleister unterscheidet. Als Orga-Team bzw. Spielleitung ist man nämlich genau das: Dienstleister – und genau das Selbstverständis drückt aus, welchen Weg die Larporganisation genommen hat.
Mündliche Zusagen und das Vertrauen darauf, dass der Conbeitrag dann schon bezahlt wird, funktionieren in der heutigen Zeit meiner Erfahrung nach leider selbst bei gruppeninternen Cons nicht mehr. Dies auch in Hinblick darauf, dass meist schon ein Veranstaltungsort angemietet und damit eine finanzielle Verpflichtung gegenüber Dritten eingegangen wurde. Kosten, die an den engagierten Leuten, die das Con organisieren, hängen bleiben, wenn Zusagen dann doch nicht eingehalten werden und man keine Handhabe hat an das Geld zu kommen.
Die standardisierten Anmeldungsprozeduren mit ihren AGBs mögen steril sein wie ein gewöhnlicher Vertrag, wie man ihn aus dem täglichen Geschäftsleben kennt – aber man muss erkennen, dass man genau einen solche Vertrag mit all seinen rechtlichen und finanziellen Bindungen eingeht, wenn man sich heute zu einem Con anmeldet. Die „gute, alte Zeit“, wo alles mit einem Händedruck machbar war, ist auch im Larp vorbei. Man kann deshalb in Tränen ausbrechen und mit seinem Kopf gegen die Wand schlagen, wenn man möchte – ändern wird es daran aber Nichts.
Transparenz.
Meine Tante, selbige Empfängerin von „Hartz IV“, hat mir gerade erzählt, dass sie indessen jedes halbe Jahr für die letzten drei Monate alle Kontoauszüge vorzulegen habe. Wer also nun Sachen kauft, die er nicht unbedingt jedem unter die Nase reiben will (Sextoys oder solche Dinge), sollte das dann wohl auf die nicht vorlegungspflichtigen Monate legen. Denn das Schwärzen von Einträgen auf den Kontoauszügen dürfte, da die zuständige behördliche Stelle ja sicher prüfen möchte, ob man „schwarz“ Einkommen erwirtschaftet, sicher untersagt sein.
Meiner Ansicht nach ist dies eine weitere Aushöhlung des in Deutschland immer mehr aussterbenden Datenschutzes. Jeder befürwortet sicher grundsätzlich, dass die Schwarzarbeit ebenso wie eine Ausnutzung des Staates zu verdammen ist, denn grundsätzlich bedeutet „Hartz IV“, dass man beim Staat „angestellt“ ist und von diesem eine Art Lohn empfängt – und nicht nebenher noch Beschäftigungen annehmen darf.
Zeitgleich gehen viele unserer Volksvertreter im Bundestag, die für diese Arbeit ein entsprechendens Gehalt erhalten, noch Nebenbeschäftigungen in irgendwelchen Aufsichtsräten oder als Berater nach – und weigern sich bisher erfolgreich diese Nebentätigkeiten und die daraus erzielten Einnahmen offen zu legen.
Wir sind das Volk !?

