Archiv für März 2008
Ende der Pause.
Die Vorbereitungen und die Durchführung des Cons „Donnerholm 1″ über Ostern haben doch mehr Zeit gefressen, als ich es gedacht hätte. Ergo bin ich in der Führung meines Blogs doch etwas in Verzug geraten – im Besonderen was das Projekt 52 angeht. Ich habe mir aber soeben die Themen noch mal ausgedruckt und habe gerde für die neueren „Aufgaben“ schon einige Ideen. Ergo sind für die nächsten Tage wohl einige neue Bilder für das Projekt hier zu erwarten ;)
Sinnfreie Dekoration.
Am Samstag bin ich bei uns in einem Laden vorbei gekommen und habe da Dekor für Bäume gesehen: Gesichter, Frösche, etc. – ähnlich diesem hier. Angeboten wurde es mit dem Argument, dass man so seinem Baum Individualität verleihen kann. Wenn man mir einen Baum zeigt, der mit einem anderen Baum absolut identisch ist, wäre ich ggf. bereit mich zumindest ansatzweise mit dem Sinn einer solchen Baumdeko zu beschäftigen. Bis dahin erfreue ich mich an jedem naturbelassenen Baum und seine uniforme Rinde …
Tops und Flops am Dienstagmorgen.
Das Feuerkind hat eine Top- und Flopliste. Für heute könnte ich das auch machen, auch wenn es nicht ganz ausgeglichen ist:
Flop: Die Türen des Zuges gehen nicht auf, so dass man erste eine Station weiter aussteigen kann und dann einen Zug zurück nehmen muss.
Flop: Das Board FantasticCulture ist nicht erreichbar (da auch die Webseite des Providers nicht erreichbar ist gehe ich von einem Serverproblem aus).
Top: Ich habe die VWL-Klausur bestanden.
Wenigstens etwas ;)
Internetabhängigkeit.
Erst wenn mal der Internetzugang nicht mehr funktioniert, wie es in den vergangenen Tagen bei mir der Fall war, merkt man erst, wie abhängig man doch von diesem Medium ist. Vor allem merkt man bei einem weit über die Republik verbreiteten Freundeskreis wie stark doch der Verlust der Verbindung die Kommunikation einschränkt. Das war auch der Grund, warum dieses Blog die letzten Tage verwaist war – aber durch die kompetente und nette Beratung und Hilfe der Telekom-Hotline (das ist nicht ironisch gemeint!) klappt es wieder. Ich bin heilfroh und muss jetzt erstmal Alles nacharbeiten, was liegengeblieben ist …
Projekt 52, Woche 02: Schneewittchen
Die Aufgabe, die Sari in der zweiten Woche des Jahres stellte, war mit dem Wort „Schneewittchen“ betitelt. „Jeder von Euch kennt mit Sicherheit das Märchen über das Mädchen mit Lippen so rot wie Blut, Haut so weiß wie Schnee und Haaren so schwarz wie Ebenholz. Eure Aufgabe diese Woche besteht darin ein Foto oder ein Bild zu machen, das man mit diesem Märchen in Verbindung bringen kann. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.“ In meinem Bemühen aufzuholen bzw. die verpassten Wochen nachzuholen also mein nächstes Thema, wenngleich ich auch den Märchenaspekt in den Mittelpunkt stellen möchte …
Wer wäre Schneewittchen ohne Zwerge !? Man sollte meinen gerade als Larper sei es doch kein Problem ein paar Zwerge vor die Kamera zu bekommen. Aber abgesehen davon, dass die Zwergenpopulationsdichte auch im Larp nicht besonders hoch ist, so hätte ich doch spätestens, wenn ich die als aufbrausend berüchtigten Zwerge gebeten hätte das „Hei-Ho-Lied“ zu singen, die Beine in die Hand nehmen müssen. Dieses Lied ist für Zwerge ja so ein rotes Tuch wie das Stöckchenholen für Werwölfe. Daher musste eine neue und weniger suizidale Idee her. Und heute auf der Fahrt nach Hause hat sie mich förmlich überfallen:
Ein Schild wies mich auf den nur zweihundert Meter von meiner Wohnung entfernten Märchenwald hin – und auf diesem ein Zwerg mit roter Zipfelmütze. Genau so, wie man sich einen Gefährten von Schneewittchen als kleines Kind in den Zeiten vor Gimli vorgestellt hat. Also habe ich direkt den Trampelpfad an den Bahngleisen genommen und bin hingestiefelt, um vom Eingang das unten sichtbare Foto zu machen. Gerade weil das Wetter diesig war und nach den Stürmen der letzten Monate am Eingang noch Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, entstand meines Erachtens ein Foto mit Aussagekraft:
Der Märchenwald hinter einer Bretterwand. Einer Bretterwand, die einst mit märchenhaften Motiven bemalt worden ist. Motive, die heute verstohlen unter einer Schicht von Graffiti hervor schauen. Der Märchenwald scheint heruntergekommen, dem Zahn der Zeit schutzlos ausgeliefert, einsam und verlassen. Ein schmaler Trampelpfad schlängelt sich verstohlen am Wald entlang. Ein schmaler Streifen für den Menschen neben der Bahntrasse. Phantasie und Märchen treffen hier an diesem Ort auf die Realität unserer Gegenwart. Die Zeit der Märchen scheint vorbei. Nur noch der Zwerg, ein Gefährte Schneewittchens, wirbt voller ungebrochenem Enthusiasmus für einen Besuch. Weckt Hoffnung, dass die Phantasie in unserer Welt doch nicht ganz verloren ist und doch noch Menschen Zeit haben den Wald zu besuchen und sich in die Märchen alter Tage entführen zu lassen …
Das Bild in größerer Auflösung findet man auch in meiner Projekt-52-Galerie.
Mehr Hunger !?
Während wir in Deutschland zum Jahreswechsel über die Preissteigerungen der Lebensmittel, die in der Relation auch bei uns die unteren Einkommensschichten am stärksten belastet, debatiert haben sind die weiter reichenden Auswirkungen in der öffentlichen Debatte meist gar nicht berücksichtigt worden. Auch ich für meinen Teil bin erst jetzt heute durch das zufällige Auffinden entsprechender Artikel darauf aufmerksam geworden, dass die Auswirkungen der Preissteigerungen bei den Lebensmitteln gerade im Bereich der Humanitären Hilfe zu großen Problemen führen, wie z.B. hier und hier zu lesen ist. Weil diese Nachrichten sonst unter vielen wichtigeren (!?) News unseres Alltags verloren gehen ziehe ich das Thema zumindest hier mal ans Licht der (wenn auch begrenzten) Öffentlichkeit. Es wird an dem Fakt gerade wenig ändern, aber Veränderungen beginnen immer damit, dass man sich der Mißstände bewusst wird …
Ehemaliger Regierungsbunker im Ahrtal
Gerade hat mich ein Freund darauf hingewiesen, dass vor einigen Tagen bei mir in der Ecke im ehemaligen Regierungsbunker der BRD im Ahrtal nach dessen Betriebseinstellung und Umbau das Museum seine Pforten geöffnet hat. Wenn man so die Fotos, auf dieser Seite zum Beispiel, betrachtet und sich dabei vergegenwärtigt, das der Bunker ein Zeuge seiner Zeit, der Zeit des Kalten Krieges, ist, dann ist er sicher einen Besuch wert und ich hoffe ich kann es bald einrichten dort mal vorbei zu schauen.
Projekt 52, Woche 01: Das neue Jahr
Ich habe mich entschieden und werde mich der Herausforderung stellen. Da ich jedoch etwa zehn Wochen zu spät dran bin werde ich versuchen auch die schon verpassten Themenwochen aufzuholen bzw. nachzuholen. Daher werde ich auch mit dem Thema der ersten Woche beginnen: „Das neue Jahr“. Sari umschreibt auf ihrer Seite das Thema wie folgt: „Entsprechend dem alljährlichen Jahreswechsel habt Ihr nun die Aufgabe ein Foto zu schiessen, dass für Euch das neue Jahr symbolisiert. Was bedeutet das neue Jahr für Euch? Was wird es Euch bringen? Was habt Ihr Euch vorgenommen? Denkt Euch etwas aus.“
Auf Grund dessen, dass ich ja ein paar Wochen aufzuholen habe, ist das folgende Foto schon ein paar Monate alt. Es wurde Nachts in einem nur von meiner Freundin und mir belegten Bahnwaggon aufgenommen. Es war unheimlich und doch begannen wir darüber zu sinnieren was wäre, wenn uns der Zug an einem Zeitpunkt in der Zukunft am Bahnhof absetzen würde. Wenn man sehen könnte, was aus der Welt geworden ist. Eine Art der Unsterblichkeit vielleicht …
Wir waren Gäste in diesem Zug, der uns an ein nur grob von uns bestimmtes Ziel brachte. Wir konnten die Zwischenhalten so wenig bestimmen, wie die anderen Fahrgäste, die anderen Menschen, denen wir auf unserer Reise begegneten. Ob und wie und wann wir an unserem Ziel ankommen … ganz in der Hand hat man es nicht. Dunkel flog die Welt an unseren Fenstern vorbei, oft nur als Schemen erkennbar. Sinnbild des Lebens, das sich in unserer begrenzten und subjektiven Wahrnehmung abspielt.
Doch dazu zählt auch die Neugierde, was einem am nächsten Halt und erst recht am Ziel erwartet; das Interesse an den Menschen, denen man auf seiner Reise begegnet; vor Lust zu sehen, was außerhalb ist, am Fenster plattgedrückte Nasen; den Genuss des Augenblickes der Reise und damit der Reise an sich; … ein positives Erlebnis namens Leben, das es in jedem Augenblick mit Hoffnung und Neugierde zu erleben gilt. Ich hoffe dass ich im kommenden Jahr diese Neugierde, das Leben zu genießen, haben werde …
Das Bild in größerer Auflösung findet man auch in meiner Projekt-52-Galerie.
Projekt 52

Gerade habe ich im „Zuhause“ von Sari, bei Mondgras.de, den Aufruf zu „Projekt 52″ gefunden. Ich mag zwar zehn Wochen zu spät dran sein, aber das sollte mich nicht daran hindern noch einzusteigen. Dass gerade in dieser Woche das Tema „Architektur“ lautet sollte ich wohl als Omen werten. Werde mir mal Gedanken machen, ob ich da mitmache – und ob ich dann auch noch die Themen der vergangenen Wochen nacharbeite.


